Mit dem zunehmenden Rechnereinsatz und der lokalen Verteilung und Vernetzung von IT-Prozessen in der Praxis steigen die Anforderungen an Systemstrukturen für die Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Informationen und diese gewinnen eine ständig wachsende, zentrale Bedeutung. Das Internet - als wichtigstes heutiges Kommunikationsnetz - durchdringt mit seinen Services alle Bereiche des Lebens und mehr und mehr Anwendungen (z.B. Fax, VoIP, Video on demand) nutzen dieses Kommunikationssystem. Gleichzeitig verschmelzen im Internet verschiedenste Kommunikationstechnologien und Informationskanäle (drahtgebunden, Mobilfunk, WLAN), um die verfügbaren Informationen und Services den verschiedenen Nutzern context- und lokationsabhängig zur Verfügung zu stellen. Der Optimierung und stabilen Arbeit solcher komplexer Systeme kommt daher eine erhebliche wirtschaftliche aber auch sicherheitstechnische Bedeutung zu. Der Forschungsschwerpunkt ist dieser Thematik gewidmet. Dabei müssen insbesondere neuartige, dezentral arbeitende Verfahren und Methoden entworfen werden, die durch Selbstorganisation und Adpation das Kommunikationssystem eigenständig in die Lage versetzen, den sich verändernden Anforderungen der Nutzer bestmöglich Rechnung zu tragen. Entsprechende Netzwerkstrukturen, Protokolle und kooperative Anwendungen müssen dazu entwickelt, modelliert und unter Einsatz verschiedenster simulativer und mathematischer Verfahren nach unterschiedlichsten Kriterien (z.B. Durchsatz, Verzögerung, Sicherheit) optimiert und in die Anwendung in der Industrie überführt werden.
FernUniversität in Hagen, Lehrgebiet Kommunikationsnetze , 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-1141