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Allgemeine Informationen zu Seminaren

Zweck des Seminars

Im Seminar sollen Sie, in der Regel in einem Team aus zwei Bearbeitenden, ein wissenschaftliches Thema erarbeiten und die Resultate in Form einer schriftlichen Ausarbeitung und eines Vortrags darstellen. Dabei erwerben bzw. vertiefen Sie Kompetenzen

  • in der Suche und Auswahl relevanter Literatur,
  • der zielorientierten Strukturierung und Gliederung einer wissenschaftlichen Ausarbeitung,
  • der wissenschaftlichen Argumentation, Formulierung und Zitation, sowie
  • der Erstellung und Durchführung einer wissenschaftlichen Präsentation und Diskussion.

Durch die Erstellung der Ausarbeitung und der Präsentation im Team sollen Sie zudem Ihre Internet-basierte Kooperationskompetenz sowie Ihre Kompetenz im Peer-Review vertiefen.

Der Ablauf

  • Anmeldephase: Bei Interesse melden Sie sich bitte bis zum Ende der Anmeldefrist (SS 31.01. und WS 31.07.) für das Seminar über das jeweilige Webformular an: Bei den zusätzlichen Informationen können Sie mitteilen, warum Sie sich gerade für dieses Seminar interessieren. Sie können dort auch einen Wunschpartner für die Gruppenarbeit nennen.
  • Themenwahlphase: Nach Abschluss der Anmeldephase verteilen die Betreuenden eine Liste mit den angebotenen Themen (inkl. einer kurzen Beschreibung des Themas). Sie wählen aus der Liste die 3 Themen aus, die Sie interessieren und die Sie gerne bearbeiten würden, und priorisieren sie. Ihre 3 Themenwünsche inkl. Prioritäten senden Sie möglichst zügig wieder an die Betreuenden zurück.
  • Gruppenbildungsphase: Nach der Themenwahl bilden die Betreuenden die Zweiergruppen, möglichst unter Berücksichtigung der präferierten Themen und evtl. genannter Präferenzen, und teilen die Gruppeneinteilung und die Themenzuordnung den Teilnehmenden mit.
  • Bearbeitungsphase: Nach der Gruppenbildung erstellen die Gruppen die geforderten Dokumente und geben sie spätestens zu den bekanntgegebenen Terminen eines Meilensteins ab. Dabei muss jedes Dokument vor der Abgabe von beiden Gruppenmitgliedern einem Peer-Review unterzogen werden. Im Peer-Review-Verfahren liest jedes Gruppenmitglied das gesamte Dokument aufmerksam bzgl. formaler (Rechtschreibung, wissenschaftliche und verständliche Ausdrucksweise) und inhaltlicher Defizite (d.h. mit Argumenten oder Literaturquellen unterfütterte Argumentation, Beitrag zur Lösung der Aufgabenstellung), die mittels konstruktiver Kommentare im Dokument festgehalten werden. Die beiden Reviews werden dann ausgetauscht und das Dokument verbessert. Zu jedem Meilenstein geben die Betreuenden Feedback und fordern ggf. Überarbeitungen ein, die bis zu dem mitgeteilten Zeitpunkt erfolgt sein müssen.
  • Präsentationsphase: Die schriftlichen Ausarbeitungen werden im Vorfeld der Präsentationsphase von den Betreuenden in einem Seminarband zusammengeführt und in den Druck gegeben. Am Präsenztag wird der gedruckte Seminarband an alle Teilnehmenden verteilt. Gemäß des vorab veröffentlichten Zeitplans halten die Gruppen ihre Präsentationen im vorgegeben Zeitrahmen, gefolgt von einer Diskussion mit allen Teilnehmenden. Zum Abschluss erfolgen eine Feedbackrunde zu den Erfahrungen mit dem Seminar sowie die Ausgabe der Leistungsnachweise.

Ihre Aufgaben

  • Mit der Gruppeneinteilung erhalten Sie ein Thema zugewiesen, welches Sie in Ausarbeitung und Vortrag bearbeiten sollen. Als Ausgangsliteratur erhalten Sie in der Regel auch ein oder zwei Literaturquellen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.
  • Arbeiten Sie sich anhand der Ausgangsliteratur in das Thema ein. Wir ermutigen Sie nachdrücklich, sich Einblick in weitere Literatur zu verschaffen. Benutzen Sie dazu auch das WWW bzw. die Dienste der FernUni-Bibliothek! Ausgangspunkt hierfür sind i.d.R. die Literaturverzeichnisse der Ausgangsliteratur.
  • Ihre Aufgabe im Seminar besteht nicht darin, den Text der Ausgangsliteratur als Zitat wiederzugeben! Sie müssen stattdessen den Inhalt nachvollziehen, in Bezug auf das Thema analysieren und Ihre Ergebnisse aktiv vorstellen. Falls Ihnen die Voraussetzungen zum Verständnis fehlen, müssen Sie sich geeignete weitere Literatur besorgen und sich das Erforderliche aneignen.
  • Erarbeiten Sie eine ausführliche Inhaltsgliederung (Abschnitte, Unterabschnitte, mit zugeordneten Stichpunkten und dabei verwendeter Literatur). Schicken Sie die Gliederung bis spätestens zu dem in der Seminarwebseite des Lehrgebiets genannten Termin ein. Sie erhalten sie kommentiert zurück.
  • Fertigen Sie eine schriftliche Ausarbeitung an und schicken sie bis spätestens zu dem in der Seminarwebseite des Lehrgebiets genannten Termin an Ihren Betreuenden. Sie erhalten die Ausarbeitung kommentiert zurück und überarbeiten Sie so, dass die Ausarbeitung zur Präsenzphase des Seminars an alle Teilnehmenden verteilt werden kann. Bis zum genannten Termin muss die überarbeitete Ausarbeitung bei Ihrem Betreuenden vorliegen.
  • Fertigen Sie die Vortragsfolien an und schicken Sie sie bis spätestens zu dem in der Seminarwebseite des Lehrgebiets genannten Termin an Ihren Betreuenden. Sie erhalten die Folien kommentiert zurück, überarbeiten sie gemäß den Kommentaren, und arbeiten den Vortrag aus.
  • Bei einigen Themen bietet sich auch an, den Vortrag durch eine Live-Demonstration zu unterstützen, z.B. um bestimmte Tools vorzuführen. Die technischen Voraussetzungen dazu sind üblicherweise im Seminarraum gegeben, sollten allerdings im Vorfeld mit dem Betreuenden abgestimmt werden.

Inhalte

Für den Lesenden oder Zuhörenden ist es sehr wichtig, so schnell wie möglich zu verstehen, um welches Problem es geht. Dazu gehört am Anfang der Ausarbeitung die kurze Vorstellung des Themas, der Motivation und der Aufgabenstellung.

Der Lesende oder Zuhörende soll die Resultate der Seminararbeit wohlwollend aufnehmen und in die Lage versetzt werden, sie zu verstehen. Dazu ist es wichtig, dass ein roter Faden sowohl im Vortrag, als auch in der schriftlichen Ausarbeitung zu erkennen ist. Die Prinzipien und Zusammenhänge sollen verständlich dargestellt werden. Teilergebnisse dürfen nicht einfach aneinandergereiht, sondern müssen so verknüpft werden, dass der innere Zusammenhang und die Argumentationsweise klarwerden. Zum Schluss gibt es eine Zusammenfassung und einen Ausblick.

Trotzdem sollen Sie nicht das gesamte Material referieren, sondern selbstständig die – dem Thema und der Vortragsdauer angemessenen – wichtigsten Aspekte auswählen. Ihr Beitrag soll einen Überblick über das Thema geben, in das Thema einführen, die wesentlichen Ansätze und Resultate vorstellen, vergleichen und zusammenfassen. Die Details können interessierte Lesende auch in Ihrer Ausarbeitung nachlesen.

Ausarbeitung

Format

Die Ausarbeitung muss dem vorgegeben Layout entsprechen! Da alle Ausarbeitungen in einem gemeinsamen Seminarband zusammengefasst werden, wird ein einheitliches Layout vorgegeben. Dieses ist am zweispaltigen ACM-SIGCHI-Format orientiert. Es gibt Formatvorlagen für

Halten Sie sich bitte unter allen Umständen an die Vorlagen! Vor allem Schriftgröße, Schriftart und Satzspiegel sollten nicht verändert werden.

Umfang

Der Text soll eine ohne weitere Quellen gut lesbare Abhandlung zum Thema sein, passend verkürzt und vereinfacht, die Seitenzahl sollte diesem Ziel entsprechen. Je nach Anzahl der Abbildungen sind ca. 10 bis 12 Seiten üblich, mehr als 12 Seiten sollten möglichst vermieden werden. Der Text muss nicht (darf aber) auf Englisch sein, der Normalfall wird also Deutsch sein.

Pflichtfelder

Eine Anschrift muss auf dem Deckblatt nicht angegeben werden, auch nicht die Matrikelnummer, gut wäre allerdings eine E-Mail-Adresse. Die Abschnitte zur Klassifikation und Keywords sind optional. Ein Abstract (Kurzfassung) sollte auf jeden Fall vorhanden sein.

Zitate

Alle relevanten Fakten und Zusammenhänge sind mit Zitaten zu belegen. Ansonsten gehen wir davon aus, dass nicht zitierte Abschnitte von Ihnen stammen.

Ein Zitat ist ein relevanter Ausschnitt aus einer Quelle. Man unterscheidet zwischen direkter und indirekter Zitation. Indirekte Zitation sollte die Regel sein und hat den Vorteil, dass man den zitierten Text knapper fassen kann. Diese Form der Zitation wird gerne verwendet, wenn ein technisches System erläutert wird. Ein Beispiel hierfür ist:

Das Versionsverwaltungssystem CVS [1] bietet im Gegensatz zu Word [2] eine Versionshistorie der Dokumente an.

Bei einer direkten (wörtlichen) Übernahme einer Formulierung muss diese gesondert markiert werden (Anführungszeichen) und es muss die Seitenzahl des übernommenen Textes nachgewiesen werden. Alternative Beispiel dafür sind:

In [2, S. 5] versteht man unter X „ein System zur Unterstützung von x“.

Man versteht unter X „ein System zur Unterstützung von x“, siehe [2, S. 5].

Falls Ihre Ausführungen in einem Abschnitt immer auf derselben Literaturquelle beruhen, sollte das am Anfang des Abschnitts deutlich gemacht werden. Beispiele hierfür sind:

Der nachfolgende Abschnitt basiert auf den Ausführungen in [5].

Der nachfolgende Abschnitt basiert auf den Ausführung von Autor, siehe auch [5].

Autor hat in seiner Arbeit [5] vorgeschlagen, dass ...

Die Übersetzung eines wörtlichen Zitats muss ebenfalls als Zitation ausgewiesen werden. Beispiele hierfür sind:

„Threads werden als leichtgewichtige Prozesse bezeichnet“ (eigene Übersetzung aus [7, S. 124]).

„Threads werden als leichtgewichtige Prozesse bezeichnet“ [7, S. 124, eigene Übersetzung].

Webseiten sind mit den Autorennamen oder der veröffentlichenden Institution, der URL sowie des Zugriffsdatums zu zitieren. Ein Beispiel hierfür ist:

Die Norm ISO 9001 [5] legt Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest.

Im Literaturverzeichnis findet sich die Quelle dann wie folgt:

[5] ISO 9001. http://www.iso.org/iso/catalogue_detail?csnumber=62085. Letzter Zugriff 25.08.2016.

Zitationsrichtlinien sind einzuhalten, siehe die Beispiele in den Formatvorlagen, z. B. [1] im Text und im Anhang dann nach Namen sortiert, was die Nummerierung festlegt.

Abgabe

Bitte geben Sie die vorläufige und die finale Version der Ausarbeitung als PDF-Datei bei dem jeweiligen Betreuenden ab (in Ausnahmefällen können wir Word-Dateien für Sie umwandeln).

Abbildungen

  • Abbildungen sind oft leichter verständlich als Texte. Setzen Sie deshalb Bilder ein, um komplexe Sachverhalte zu illustrieren.
  • Abbildungen müssen im Text erklärt und referenziert werden.
  • Vermeiden Sie Bildelemente wie z.B. Schatten oder 3D-Effekte, wenn diese keine Bedeutung haben, und achten Sie auf eine gute Lesbarkeit.
  • Erklären Sie, was nicht sicher verständlich ist (z.B. welche Bedeutung Kreise oder Kästchen haben).
  • Vergessen Sie nicht Koordinatenachsen zu bezeichnen und zu bemaßen.
  • Vermeiden Sie Redundanz und blähen Sie Abbildungen nicht unnötig auf.
  • Abbildungen, die sie aus einer Literaturquelle entnommen haben, sind entsprechend mit einem Quellenverweis zu zitieren („entnommen aus [123]“). In der Regel ist dies nur zulässig, wenn Sie sich mit der Abbildung wissenschaftlich auseinandersetzen. Bei einer eigenen Veränderung einer entnommenen Abbildung muss trotzdem die Quelle genannt werden („nach [123]“, oder „in Anlehnung an [123]“ oder „basierend auf [123]“).

Vortragsfolien

  • Im Vortrag steht Ihnen ein Beamer zur Verfügung, und Sie können Ihre vorbereitete Bildschirmpräsentation benutzen.
  • Die Schrift muss groß und gut lesbar sein (mehr als 13 Zeilen bekommt man i.d.R. nicht auf eine Folie)! Tipp: Der Inhalt sollte in normaler Schriftgröße bequem auf ein A6-Blatt (ein Viertel von A4) passen.
  • Verwenden Sie kräftige dunkle Farben und verwenden Sie die Farben systematisch: z.B. blau für Definitionen, grün für Beispiele usw.
  • Zu jeder wesentlichen Aussage gehören Folien (eine oder auch mehrere) und jede Foliengruppe hat ihre Aussage.
  • Folien sollten eine prägnante Überschrift haben. Es ist außerdem hilfreich, wenn Sie Ihren Namen, das Datum und die Nummerierung noch unauffällig irgendwo (z.B. unten) auf die Folie platzieren.
  • Fortlaufender Text gehört nicht auf Folien, stattdessen aber die Kernaussagen, Graphiken, Beispiele. Folien sollten nicht vorgelesen werden.
  • Animationen sollten immer gezielt eingesetzt werden.
  • Während des Vortrags könnte man den gerade besprochenen Punkt markieren.

Der Vortrag am Präsenztag

  • Präsenztag: Die Veranstaltung am Präsenztag wird von ca. 9 bis 18 Uhr dauern, der Zeitplan und der Raum wird erst festgelegt und bekannt gegeben, wenn die genaue Zahl der akzeptierten Beiträge feststeht. Im Wesentlichen werden an diesem Tag die Vorträge zu den einzelnen Themen gehalten, alle Gruppenmitglieder sollen einen signifikanten Teil des gemeinsamen Vortrags übernehmen. Alle Anwesenden, aktive wie passive Teilnehmende, können (sollen) Fragen stellen und mitdiskutieren.
  • Länge der Vorträge: Die Vorträge sollen ca. 30 Minuten lang sein, danach sind noch 10 Minuten für Fragen und Diskussionen vorgesehen, so dass pro Thema insgesamt 40 Minuten zur Verfügung stehen. Bitte bereiten Sie sich gut vor, üben Sie den Vortrag, so dass Sie mit der Zeit auskommen. Sie können zu Hause einen Probevortrag halten und dabei auf die Uhr sehen. Beachten Sie aber, dass man vor Zuhörenden normalerweise etwas langsamer ist.
  • Vortragstechnik:
    • Machen Sie gleich am Anfang des Vortrags deutlich, worum es bei Ihrem Thema geht, wenigstens das sollte wirklich jeder Zuhörende verstehen.
    • Sie sollten nicht zu viele Folien vorbereiten, die dann nicht mehr gezeigt werden können. 20 Folien sind schon sehr viel, man rechnet normalerweise 2–5 Minuten pro Folie.
    • Bieten Sie permanente visuelle Unterstützung durch Folien (keine "Bundestagsreden").
    • Sprechen Sie zum Publikum gerichtet und nicht zur Tafel bzw. Projektionswand.
  • Technische Ausstattung: Für die Vorträge steht ein Beamer bereit. Sie können dabei unseren Laptop mit MS Office (Powerpoint), OpenOffice und Acrobat (PDF) sowie unseren Presenter benutzen oder auch Ihren eigenen Laptop mitbringen und anschließen (VGA, HDMI). Eine Tafel oder ein FlipChart kann auf Anforderung bereitgestellt werden. Falls Sie noch weitere Anforderungen haben, melden Sie sich bitte umgehend bei Ihrem Betreuenden.

Allgemeine Literatur zum Thema Erstellung einer Seminararbeit

  • Deininger, Lichter, Ludewig, Schneider; Studien-Arbeiten: ein Leitfaden zur Vorbereitung, Durchführung und Betreuung von Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten am Beispiel Informatik; B.G. Teubner; Stuttgart; 1993
  • Udo Kelter; Allgemeine Hinweise für Teilnehmer an Seminaren; 1998
29.08.2016
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Lehrgebiet Kooperative Systeme, 58084 Hagen