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Aktuelles

K-Modul mit dem Lehrpreis 2017 der FernUniversität ausgezeichnet:

Das K-Modul ist mit dem Lehrpreis 2017 der FernUniversität ausgezeichnet worden. Wir danken allen Studierenden, die uns vorgeschlagen haben, für die damit zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung und das Vertrauen!

Erster Band der "Vorlesungen" von Schopenhauer erschienen:

Arthur Schopenhauer: Vorlesung über Die gesamte Philosophie. 4. Teil: Metaphysik der Sitten.

(Hg. von Daniel Schubbe unter Mitarbeit von Judith Werntgen-Schmidt und Daniel Elon)

Die Vorlesungsmanuskripte Schopenhauers sind ein wichtiger, aber wenig beachteter Teil seines Gesamtwerkes. Die im Sommersemester 1820 an der Universität Berlin gehaltene Vorlesung über „Die gesamte Philosophie oder die Lehre vom Wesen der Welt und dem menschlichen Geiste“ bietet nicht weniger als eine von Schopenhauer ergänzte und didaktisch aufbereitete Variante der Welt als Wille und Vorstellung, die nicht nur einen guten Einstieg in sein Gesamtwerk ermöglicht, sondern auch durch Hinweise auf andere Werke und Manuskripte sowie durch Ergänzungen und Anmerkungen einen vertiefenden Blick auf seine Philosophie ermöglicht. Die Studienausgabe legt nach mehr als hundert Jahren erstmals eine eigenständige Edition vor, die auf den letzten Überarbeitungsstand Schopenhauers bezogen einen vollständigen und lesefreundlichen Text bietet. Die Neuausgabe beginnt mit dem vierten Teil „Metaphysik der Sitten“. Es folgen die „Metaphysik des Schönen“, die „Metaphysik der Natur“ und schließlich die „Theorie des Vorstellens, Denkens und Erkennens“. Der letztgenannte, erste Band der Ausgabe wird ergänzt durch die „Probevorlesung: Über die vier verschiedenen Arten der Ursachen“ (1820) – bei der es zu dem berühmten kurzen Disput mit Hegel kam –, die „Declamatio in laudem philosophiae“ (1820) und den Beginn der „Dianoiologie“ (1821). Damit werden lange vergriffene, aber wichtige Werkstücke der Philosophie Schopenhauers sukzessive wieder zugänglich gemacht.

Bei der „Metaphysik der Sitten“ handelt es sich um den abschließenden vierten Teil der Vorlesung über „Die gesamte Philosophie“. Wie der Titel „Metaphysik der Sitten" anzeigt, ist dieser Abschnitt mehr als eine Ethik im geläufigen Sinn des Wortes. Es soll die „Tatsache des moralischen Bewusstseins“ erklärt werden, dass wir, obwohl wir egoistisch veranlagt sind, ein schlechtes Gefühl haben, wenn wir auf Kosten anderer Vorteile erlangen. Schopenhauer lehnt es ab, eine normative Ethik zu formulieren.

Der Band ist im Meiner-Verlag Hamburg erschienen. Weitere Informationen finden Sie hier (externer link).

Sammelbände erschienen:

Schopenhauer und Goethe - Biographische und philosophische Perspektiven

(Hg. von Søren R. Fauth und Daniel Schubbe)

Schopenhauers Verhältnis zu Goethe hat seine eigene Dramaturgie: Von Bewunderung und gemeinsamen Diskussionen geprägt, führte die Auseinandersetzung mit dem Farbentheoretiker Goethe in einen Überbietungswettkampf, der schließlich in einem unfreiwilligen Bruch endete. Der Einfluss Goethes auf das Werk Schopenhauers ist folgenreich und tiefgreifend, wenn auch ohne Systematik. Dennoch öffnet die Diskussion dieses Verhältnisses gleichermaßen einen neuen Blick auf das jeweils andere Werk.

Die in diesem Band versammelten Beiträge bieten erstmalig einen zusammenhängenden Versuch, das Verhältnis zwischen Schopenhauer und Goethe differenziert und interdisziplinär hinsichtlich verschiedener Themenbereiche zu diskutieren. Dabei konzentrieren sich die Beiträge nicht nur auf die dokumentierten Gespräche, sondern auch auf die verfehlten, die allerdings aus der zeitlichen Distanz zu einem besseren Verständnis der beiden Theoretiker verhelfen. Der Horizont der Beiträge reicht von biographischen, werk- und kulturhistorischen Betrachtungen über erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Grundlagen bis hin zu ästhetischen, farbtheoretischen und ethischen Fragestellungen. Dadurch wird ein vielgestaltiges Bild der Beziehung sichtbar und ein umfassendes Spektrum möglicher Themen vorbereitet.

Der Band ist im Meiner-Verlag Hamburg erschienen. Weitere Informationen finden Sie hier (externer link).

Schopenhauer und die Deutung der Existenz - Perspektiven auf Phänomenologie, Existenzphilosophie und Hermeneutik

(Hg. von Thomas Regehly und Daniel Schubbe)

Schopenhauers Stellung in der Philosophiegeschichte ist umstritten. Seine gezielte Verbindung des kantischen Erbes mit empiristischen und materialistischen Elementen stieß zwar in der zeitgenössischen Philosophie auf Unverständnis, entfaltete aber dennoch eine breite Wirkung. Gerade sein Bemühen um die Integration von bis dahin als unvereinbar erachteten Ansätzen macht ihn für Strömungen interessant, die versuchen, Philosophie grundsätzlich neu zu denken. Der vorliegende Band nimmt die Arbeit an dieser wichtigen Rezeptions- und Wirkungsgeschichte Schopenhauers innerhalb der Phänomenologie, Hermeneutik und Existenzphilosophie auf und wirft damit einen neuen Blick auf seine Philosophie.

Der Band ist im Metzler-Verlag Stuttgart erschienen. Weitere Informationen finden Sie hier (externer link).

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