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Kurzbeschreibung Modul 21780

Heute bestehen Systeme aus einer Kombination von Hard- und Software. So müssen im Systems Engineering beide Teile und deren Integration betrachtet werden. Dieses Modul dient der Vertiefung der Softwareseite mit einem speziellen Blick auf die Erfordernisse solcher Systeme.

Bei der Softwareentwicklung wird zwischen der Entwicklung »im Kleinen« und »im Großen« unterschieden. Dies meint einerseits die konkrete Erstellung der Software mit allen Aspekten des Programmierens, des Konfigurationsmanagements, des Testens und der Fehlersuche (im »Kleinen«), was heutzutage ohne Werkzeugunterstützung nicht mehr durchführbar ist. Dies gilt sowohl für reine Softwaresysteme, als auch für kombinierte Systeme aus Hard- und Software. Der andere Bereich betrifft das Design und die Entwicklung ganzer Softwaresysteme und deren Architektur, weitgehend unabhängig von den verwendeten Programmiersprachen und Werkzeugen (im »Großen«).

Daher ist das Modul zweigeteilt: Der erste Kurs behandelt die Erstellung von Software mit Unterstützung durch verschiedenste Werkzeuge in Einsatzfeldern wie Entwurf, Programmkonstruktion und -konfiguration, Software-Test oder Programmanalyse. »Klassiker« wie DIFF, MAKE oder CVS werden genauso behandelt wie werkzeuggestützter Entwurf mittels UML oder jüngere Entwicklungen (z.B. Eclipse). Der Kurs soll dazu befähigen, die Problemfelder in der Praxis zu erkennen und die Grundlagen, Methoden und Einsatzgebiete moderner Software-Werkzeuge kennen zu lernen.

Der zweite Kurs behandelt Aspekte der Softwarearchitektur. Dazu zählen Probleme wie große Systeme erfolgreich entworfen werden, wie sie sich in Komponenten zerlegen lassen und wie ihre Qualität gesichert werden kann. Es wird behandelt, wie sich Architekturen für verschiedene Anwendungsgebiete unterscheiden, wie die Architektur von vorhandenen Systemen wiedergewonnen werden kann und wie Referenzarchitekturen entstehen und benutzt werden. Ein besonderer Blick wird dabei auf die Erfordernisse sicherheitskritischer eingebetteter Systeme, mobiler Softwaresysteme, und komplexer industriell einsetzbare Softwaresysteme geworfen. Der Kurs soll dazu befähigen, die Entwicklung großer Systeme bewältigen zu können, sei es in Entwurf oder Wartung.

Zu beiden Kursen werden begleitend virtuelle Praktika angeboten: Im ersten (virtuellen) Praktikum werden begleitend zum Kurs »Softwareentwicklungswerkzeuge« die vorgestellten Werkzeuge anhand von praktischen Aufgaben erprobt und eingesetzt. Im zweiten Praktikum wird als Begleitung zum Kurs »Softwarearchitektur« die Architektur eines bestehenden Systems untersucht und bewertet. Dabei werden die verschiedene Methoden der Softwarearchitektur praktisch erprobt.

Alle Lehrveranstaltungen werden durch Moodle-Kurse unterstützt.

Fritz Heinrichmeyer | 06.10.2010
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