Die Forschungsschwerpunkte des Lehrgebietes Philosophie I liegen im Bereich der Theoretischen Philosophie, und zwar historisch in der Antike und Neuzeit, systematisch in der Logik, in der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, in der Metaphysik und Ontologie sowie in der Analytischen Philosophie. Hinzu kommen Schwerpunkte in der Ethik und im Naturrecht sowie in der Theorie der Vernunft bzw. (ökonomischen) Rationalität.
Der Forschungsschwerpunkt des Lehrgebiet Philosophie II liegt im Bereich der Praktischen Philosophie und umfasst dort insbesondere die Gebiete Ethik, Rechtsphilosophie und Wirtschaftsphilosophie. Die klassische europäische Philosophie insbesondere der griechischen Antike sowie Kants und des Deutschen Idealismus liefert dabei ebenso eine verbindliche Grundorientierung, wie einer philosophisch begründeten Stellungnahme zu aktuellen Fragen nicht ausgewichen werden soll.
Am Lehrgebiet Philosophie III wurden vor einigen Jahren zwei Forschungsschwerpunkte zur Ästhetik sowie zur Rechts- und Geschichtsphilosophie des Deutschen Idealismus eingerichtet. Im Rahmen dieser in internationaler Kooperation mit Wissenschaftlern aus dem europäischen Ausland, den USA, Korea, Brasilien und Japan betreuten Forschung finden jährlich interdisziplinäre Kolloquien mit entsprechenden Dokumentationen statt.
In Kooperation mit der Fakultät Mathematik und Informatik ist seit 2001 eine Forschungsinitiative zur Technikphilosophie bzw. Ethik der Technik eingerichtet worden, die in wissenschaftlichen Kolloquien Studienmaterial für die beteiligten Fakultäten entwickelt.
Das seit 2002 erweiterte Weiterbildungsstudium Medizinethik wird getragen durch Forschungskooperationen mit außeruniversitären wissenschaftlichen Einrichtungen. Aus den jährlich mindestens zwei interdisziplinären Forschungsgesprächen zu Problemen der Anthropologie und Ethik der Medizin gehen wissenschaftliche Publikationen und Studienmaterial hervor.
Seit einigen Jahren wird in einem Forschungsschwerpunkt zu Grundproblemen der Phänomenologie mit Forschern aus Europa und den USA kooperiert. Aus den jährlichen Forschungskolloquien sind Publikationen zum Verhältnis von Philosophie und Wissenschaftstheorie sowie zur Technik- und Kulturphilosophie entstanden.
Die Forschungsschwerpunkte des Direktors des Instituts Frieden und Demokratie, Prof. Dr. Hajo Schmidt, liegen auf den Gebieten der Psychoanalyse und Friedensforschung, hier insbesondere im Bereich der Sozialanthropologie der Gewalt, der Problematik von Schuld und Politik sowie der Rechtsethik des Friedens. Desweiteren stehen Problemzusammenhänge von Demokratie und Frieden, hier insbesondere das Verhältnis von innerer Herrschaftsordnung und staatlicher Außenpolitik sowie die Bedeutung eines demokratischen Öffentlichkeits- und Medienwesens für die Pazifizierung zwischenstaatlicher Beziehungen im Mittelpunkt.
Detaillierte Angaben und Publikationsnachweise finden Sie auf den Seiten der einzelnen Lehrgebiete. Den weiteren Kontext der Forschungen entnehmen Sie bitte dem Zweijahresbericht, der als pdf-Dokument zur Verfügung steht.