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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Ethik am Lebensende (Autonomie, Patientenverfügung, Sterbebegleitung)

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul P2; MA Phil: Modul II; Modul III; Modul VIII; AP Phil;
Ort: Zürich
Adresse: Technopark Zürich, Technoparkstr. 1
8005 Zürich
Seminarraum Newton 1008
Termin: 07.07.2017 bis
09.07.2017
Zeitraum: Beginn Fr, 07.07.2017 14:30 Uhr
Ende So, 09.07.2017 14:30 Uhr
Leitung: Dr. Marcus Knaup

Tod und Sterben gehören zu den zentralen bioethischen Themen, haben wir es hier doch mit dem Ernstfall menschlicher Existenz schlechthin zu tun. Aus der Sorge früherer Generationen, zu früh zu sterben, scheint heute angesichts der modernen Intensivmedizin weitgehend die Sorge geworden zu sein, nicht rechtzeitig sterben zu können und abhängig von anderen zu werden.

Wie kann Selbstbestimmung am Lebensende aussehen? Welche moralische Relevanz haben Patientenverfügungen und inwiefern können sie als Ausdruck der Selbstbestimmung eines Patienten verstanden werden? Können wir uns wirklich heute vorstellen, was wir wollen werden, wenn wir einmal in eine bestimmte Situation der Krankheit kommen sollten? Ist assistierte Suizidbeihilfe tatsächlich Ausdruck der menschlichen Autonomie, wie immer wieder behauptet wird, oder kann es sein, dass den Debatten über Euthanasie nicht vielmehr ein äußerst verkürztes Autonomie-Verständnis zugrunde liegt? Sollte es ein Sterben auf Rezept geben oder gibt es prinzipielle philosophische Gründe gegen Euthanasie? Wie kann ein Sterben in Würde gelingen?

Im Seminar sollen diese und weitere Fragen und Probleme diskutiert werden, die das Lebensende betreffen. Die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen, wird vorausgesetzt.

Literatur:

Anderheiden, M. / Bardenheuer, H. J. / Eckart W. U. (Hrsg.): Ambulante Palliativmedizin als Bedingung einer ars moriendi, Tübingen 2008 (dort bes. der Aufsatz von M. Bobbert).

Bauer, A. W.: Normative Entgrenzung. Themen und Dilemmata der Medizin- und Bioethik in Deutschland, Wiesbaden 2017, bes. S. 219-273.

Beckmann, J. P.: Ethische Herausforderungen der modernen Medizin, Freiburg / München 2009, bes. S. 399-492.

Beckmann, R. / Löhr, M. / Schätzle, J. (Hrsg.): Sterben in Würde. Beiträge zur Debatte über Sterbehilfe, Krefeld 2014.

Beauchamp, T. L. / Childress, J. F.: Principles of Biomedical Ethics, Oxford 2001.

Bobbert, M.: Patientenautonomie und Pflege: Begründung und Anwendung eines moralischen Rechts, Frankfurt a. M. 2002.

Bundesärztekammer: Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung, in: Deutsches Ärzteblatt 108, Heft7, 18. Febr. 2011, A 346-A 348. http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/Sterbebegleitung_17022011.pdf

Hoffmann, T. S. (Hrsg.): Der individuelle Wille in Medizin- und Bioethik. Studienbrief der FernUniversität in Hagen. 03326-7-01-S2.

Hoffmann, T. S. / Knaup, M. (Hrsg.): Was heißt: In Würde sterben? Wider die Normalisierung des Tötens, Wiesbaden 2015.

Jonas, H.: Technik, Medizin, Ethik, Frankfurt a. M. 1987.

Knaup, M.: Der neue § 217 (StGB)", in: Imago Hominis, Bd. 23, 1/2016, S. 9-12.

Maio, G.: Medizin ohne Maß? Vom Diktat des Machbaren zu einer Ethik der Besonnenheit, Stuttgart 2014, bes. S. 174-194.

Maio, G.: Mittelpunkt Mensch: Ethik in der Medizin. Ein Lehrbuch, Stuttgart 2012.

Pöltner, G.: Grundkurs Medizin-Ethik, 22006.

Schockenhoff, E.: Ethik des Lebens: Grundlagen und neue Herausforderungen, Freiburg 22013.

Sturma, D. / Heinrichs, B. (Hrsg.): Handbuch Bioethik, Stuttgart / Weimar 2015.

Woellert / K. / Schmiedebach, H. P.: Sterbehilfe, München / Basel 2008.

Zeitschriften:

Imago Hominis Bd. 23, 4/2016: Autonomie und Beziehung (dort besonders die Aufsätze von T. S. Hoffmann (S. 189-198) und von M. Kletečka-Pulker / K. Leitner (S. 235-242)).

Zeitschrift für medizinische Ethik 54/2, 2008: Entscheidungen am Lebensende.

Weitere Literatur wird in Absprache mit dem Dozenten bekannt gegeben.



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Veranstaltungsort

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E-Mail: Service.Schweiz

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Helge Köttgen | 06.07.2017
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