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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Kants Philosophie als Grundlegung der Medizin-Ethik

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul P2; MA Phil: Modul II; Modul IX; Modul X; AP Phil;
Ort: Hagen
Adresse: Raum 6 im Gebäude 2 (KSW)
Universitätsstr. 33
58097 Hagen
Termin: 18.05.2018 bis
20.05.2018
Zeitraum: Fr, 18.05.2018 13:00-18:00 Uhr
Sa, 19.05.2018 09:00-18:00 Uhr
So, 20.05.2018 09:00-13:00 Uhr
Leitung: Klaus Honrath

Das Seminar soll typische Fragen der aktuellen medizin-ethischen Debatte vor dem Hintergrund der praktischen Philosophie Immanuel Kants in ihrer philosophischen Dimension deutlich machen. Die Achtung der unverfügbaren Menschenwürde im Spannungsfeld technischer Möglichkeiten und emphatischen Helfens als Aufgabe für den Bereich der Medizin soll auf ihre Realisierungspotentiale hin untersucht und diskutiert werden. So kann die Bemühung um philosophische Einsichten den humanen Umgang in diesem sensiblen Bereich menschlichen Lebens fördern.

Neben den einschlägigen Kantischen Texten werden wetere Beiträge renommierter Kant-Forscher, aber auch kritische Positionen anderer Provenienz, die zur Klärung des Begriffs der Medizin-Ethik hilfreich sein können, zur Diskussion gestellt. Ziel des Seminars ist es, Einsichten für ein humanes Menschenbild zu gewinnen, die den angemessenen vernünftigen Umgang mit technischen Neuerungen kritisch auf deren mögliche Rechtfertigung hin befragt.

Literatur:

Nachschlagewerke:

Historisches Wörterbuch der Philosophie

Dieter Sturma/Bert Heinrichs (Hgg.): Handbuch Bioethik, Stuttgart 2015

Primärtexte:

Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten

Die Metaphysik der Sitten

Anthropologie in pragmatischer Hinsicht

Sekundärliteratur zur unbedingten Lektüre empfohlen:

Otfried Höffe (Autor),‎

Ludger Honnefelder (Autor),‎

Josef Isensee (Autor): Gentechnik und Menschenwürde, Köln 2002

Giovanni Maio: Geschäftsmodell Gesundheit. Wie der Markt die Heilkunst abschafft, Berlin 2014

Günter Rager (Hg.): Beginn, Personalität und Würde des Menschen, 3. Auflage, München 2009

Sekundärliteratur zur weiteren Vertiefung:

Peter Baumanns: Kant und die Bioethik, Würzburg 2004

Kants Reflexion der Menschenwürde und die Bioethik. Ethische Aspekte des frühen menschlichen Lebens, in: Thomas S. Hoffmann und Walter Schweidler (Hgg.): Normkultur versus Nutzenkultur, Berlin 2006

Thomas S. Hoffmann: Zur Aktualität Kants für die Bioethik, in: Synthesis Philosophica, Vol. 20, Zagreb 2005, S. 151–163

Primordial Ownership versus Dispossession of the Body. A Contribution to the Problem of Cloning from the Perspective of Classical European Philosophy of Law, in: Heiner Roetz (Hg.): Cross-Cultural Issues in Bioethics. The Example of Human Cloning, Amsterdam 2006

Th. S. Hoffmann/M. Knaup (Hgg.): Was heißt: In Würde sterben? Wider die Normalisierung des Tötens, Wiesbaden 2015

Volker Gerhardt: Biopolitik im liberalen Staat. Deutsche Probleme mit einer weltpolitischen Aufgabe, in: Rolf Geiger,‎ Jean Ch Merle,‎ Nico Scarano (Hgg.): Modelle politischer Philosophie, Paderborn 2003, S. 242 – 259

Horst Dreier: Bioethik. Politik und Verfassung, Tübingen 2013

Peter Singer: Praktische Ethik, Reclam 2013

Franz Josef Wetz (Hg.): Texte zur Menschenwürde, Stuttgart 2011; hierin besonders die Texte von Böckenförde und Herdegen

Günther Pöltner: Grundkurs Medizin-Ethik, 2. Aufl., Wien 2006.

Robert Spaemann: Gezeugt, nicht gemacht. Die verbrauchende Embryonenforschung ist ein Anschlag auf die Menschenwürde, in: Christian Geyer (Hg.): Biopolitik. Die Positionen, Frankfurt a. M. 2001

Robert Spaemann: Grenzen. Zur ethischen Dimension des Handelns, Stuttgart, 2. Aufl. 2002; hier besonders: 36. Sind alle Menschen Personen? Über neue philosophische Rechtfertigungen der Lebensvernichtung; 37. Es gibt kein gutes Töten

Robert Spaemann: Was macht Personen zu Personen?, in: Thomas S. Hoffmann (Hg.): Grundbegriffe des Praktischen, Freiburg 2014

Robert Spaemann: Schritte über uns hinaus. Gesammelte Reden und Aufsätze II, Stuttgart 2011; hier besonders: Zum Begriff des Lebens; Menschenwürde und menschliche Natur; Das Gezeugte, das Gemachte und das Geschaffene

Georg Mohr: Der Begriff der Person bei Kant, Fichte und Hegel, in: Dieter Sturma (Hg.): Person, Paderborn 2001

M. Düwell/K. Steigleder (Hgg.): Bioethik. Eine Einführung. Frankfurt a.M. (2003)

G. Damschen/D. Schönecker (Hgg.) Der moralische Status menschlicher Embryonen. Pro und contra Spezies-, Kontinuums-, Identitäts- und Potentialitätsargument. Berlin/ New York (2003)

Christian Geyer (Hg): Biopolitik. Die Positionen, Frankfurt am Main 2001

Gesetz zum Schutz von Embryonen (Embryonenschutzgesetz -ESchG).

https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/eschg/gesamt.pdf

Referate:

A Grundlegende Begriffe

  1. Zum Begriff der Personalität
  1. Zum Begriff der Menschenwürde
  1. Zum Begriff des Lebens
  1. Das Verhältnis von Moral und Recht

B Aspekte der Medizinethik

  1. Utilitaristische Position (Singer)
  1. Medizin im Spannungsfeld Poiesis Praxis
  1. Der ökonomische Aspekt der Medizin

C Einzelfragen

  1. In-vitro-Fertilisation und Präimplantationsdiagnostik
  1. Klonen als Chance?
  1. Sterbehilfe


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Helge Köttgen | 21.03.2018
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