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Präsenzveranstaltung

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Thema:

Platons Sophistes und Theaitetos: Das Problem des Seienden

Adressatenkreis: BA KuWi: Modul P3; Modul P5; MA Phil: Modul IV; Modul VI; AP Phil;
Ort: Hagen
Adresse: Gebäude 3 (TGZ/IZ),
Erdgeschoss,
Ellipse R2
Termin: 11.05.2018 bis
13.05.2018
Zeitraum: 11.5.18: 16:00 - 20:30 Uhr,
12.5.18: 09:00 - 18:30 Uhr,
13.5.18: 09:00 - 13:00 Uhr.
Uhr
Leitung: Selin Gerlek, M.A.
Anmeldefrist: 27.04.2018
Anmeldung: Bitte melden Sie sich über die Online-Anmeldemaske an.
Auskunft erteilt: E-Mail: Selin Gerlek
Telefon: +49 2331 987-2799
E-Mail: Christoph Düchting
Telefon: +49 2331 987-2791

Platons Dialoge sind unverwechselbares Exempel für den Anfang einer jeden Philosophie: Gerade das philosophische Fragen und anfängliche Staunen werden in seinen Dialogen wieder und wieder vor Augen geführt. Nun ist es allerdings so, dass die aufgeworfenen Fragen in kaum einem platonischen Dialog beantwortet werden. Platons Dialoge kennzeichnet vor diesem Hintergrund insbesondere die gelingende und grundlegende „Problematisierung“. Darunter kann verstanden werden, dass erstens das Staunen bzw. Fragen selbst in den Fokus gerückt und in Form verschiedener Sprecher und Fragerollen performativ bzw. operativ vorgeführt wird („Was heißt es, eine Frage zu haben bzw. zu stellen?“); zweitens wird auch der Inhalt einer möglichen Frage in Form der verschiedenen Sprecherpositionen dialogisch und aus den unterschiedlichen, möglichen Perspektiven diskutiert („Wie lässt sich an eine Frage problematisierend herangehen?“). Vor diesem Hintergrund lassen sich in Platons Dialogen in vortrefflicher Weise grundlegende philosophische Problemstellungen mit Blick auf allg. philosophische Konzepte aufzeigen. Dies soll im Seminar mit Bezug auf das Konzept des „Seienden“ geschehen. In den beiden Dialogen Sophistes und Theaitetos wird dieses Thema zentral diskutiert.

So wird in Platons Sophistes in einem Dialog zwischen dem jungen Mathematiker Theaitetos und einem Fremden, sowie in Nebenrollen Sokrates und Theodoros von Kyrene, die Frage aufgeworfen, was man unter einem „Sophisten“ zu verstehen habe. Der ‚täuschende’ Sophist wird zum Ausgang genommen, die Differenz von Sein/Nicht-Sein sowie Sein/Seiendem zu diskutieren. Auch in dem Dialog Theaitetos lesen wir das Gespräch zwischen Theaitetos, Sokrates und Theodoros von Kyrene. Anders als in Sophistes stehen hier jedoch nicht ontologische, sondern vielmehr erkenntnistheoretische Grundfragen im Vordergrund. Gerade mit Blick auf die Frage nach Wahrheit („Was ist wahr und was ist falsch?“; „Wovon kann ich gesichertes Wissen erlangen?“) wird hier die Frage nach der Wahrnehmung und somit besonders die danach, ob Wahrnehmung zur gesicherten Erkenntnisgewinnung gereichen kann, in grundlegender Weise problematisiert. Es wird zu diskutieren sein, ob und inwiefern die ontologische und epistemologische Erörterung des Seienden in ein Verhältnis zueinander gesetzt werden kann.

Die Diskussion beider Dialoge soll in zwei abschließenden Sitzungen noch unter Zuhilfenahme rezenter Platon-Forschung kritisch diskutiert werden.

Felix Schneider | 30.04.2018
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