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Dr. Oscar Cubo Ugarte

Oscar Cubo Ugarte
E-Mail: Oscar.CuboUgarte
Telefon: +49 2331 987-4673

Lebenslauf

geboren 1977
1995 / 2001 Studium der Philosophie an der Universidad Complutense de Madrid (UCM)
2002 / 2003 Beginn der Promotion im Fach Philosophie an der Universidad Nacional de Educación a Distancia de Madrid (UNED)
2005 / 2007 Promotions-Stipendium der Caja Madrid-Stiftung
2008 Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes
Januar 2009 Verteidigung der Promotion: „Urteilskraft und Reflexion in Kants kritischer Philosophie“ (summa cum laude), Europäischen Doktorwürde
2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Philosophie an der Universidad Nacional de Educación a Distancia (Madrid)
2011 / 2013 Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung in Verbindung mit der „Kant-Forschungsstelle“ an der Universität Trier und der „Forschungsstelle Politische Philosophie“ an der Universität Tübingen
2013 / 2014 Wissenschaftliche Mitarbeit am „Ebbinghaus-Archiv“ an der Universität Trier
Seit 10/2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FernUniversität in Hagen

Arbeitsschwerpunkte

  • Deutscher Idealismus
  • Rechtsphilosophie
  • Politische Philosophie
  • Moralphilosophie

Forschungsprojekte

Kants Republikanismus als normatives Modell legitimer staatlicher Herrschaft (Habilitation)

O. Cubo verfolgt ein Habilitationsprojekt, dessen Titel lautet: „Kants Republikanismus als normatives Modell legitimer staatlicher Herrschaft“. Das Forschungsziel ist es, eine umfassende Analyse des Kantischen öffentlichen Rechts, insbesondere seines ersten Teils, nämlich des Staatsrechts in der Metaphysik der Sitten, systematisch durchzuführen. Die erwähnte Analyse hat drei Teilforschungsziele: Erstes Ziel des Projekts ist es, eine systematische Erörterung der normativen Quellen von Kants Rechtsphilosophie durchzuführen. Dem entsprechend soll eine ausführliche Analyse von Kants Konzeption des „allgemeinen Rechtsgesetzes“ und des „angeborenen Rechts der Menschheit“ als überpositive und allgemein verbindliche Rechtsprinzipien der Kantischen Rechtsphilosophie erfolgen. Das zweite Forschungsziel besteht darin, die erwähnten Rechtsprinzipien als normative Kriterien des Kantischen öffentlichen Rechts, und insbesondere des Staatsrechts, auszuweisen. Im Mittelpunkt steht dabei die Kantische Differenzierung von Staatsformen (forma imperii) und Regierungsarten (forma regiminis), die eine entscheidende Rolle für den rechtsimmanenten Übergang von einem vorrepublikanischen zu einem republikanischen Rechtszustand spielt. Eine systematische Analyse der Lehre der Staatsformen und Regierungsarten soll als Kernstück des Kantischen Republikanismus durchgeführt werden. Das dritte Ziel des Projekts ist es, auf Basis dieser umfassenden Analyse des Kantischen Staatsrechts die Widerstandsproblematik in der Metaphysik der Sitten neu zu diskutieren.

Erschließung des Nachlasses von Julius Ebbinghaus

Die Aufgabe dieses Projekt besteht in der Erschließung des umfangreichen Nachlasses des Marburger Philosophen und bedeutenden Kant-Forschers Julius Ebbinghaus. Dieser Nachlass konnte zu Beginn des Jahres 2012 durch Vermittlung von Prof. Dr. Manfred Baum, dem vormaligen Leiter des Julius-Ebbinghaus-Archivs an der Bergischen Universität Wuppertal für die Universität Trier gewonnen werden. Neben der Sichtung und Ordnung des Nachlasses besteht die vornehmliche Aufgabe darin, den Nachlass wissenschaftlich auszuwerten. Dazu gehört u. a. die Transkription der Vorlesungsskripte, die Ebbinghaus seinen Vorlesungen an der Philipps-Universität Marburg, aber auch schon zuvor (bis 1930) an der Universität Rostock zugrunde gelegt hat. Die Aufgabe der „Ebbinghaus-Arbeitsgruppe“ hat in der Transkription des handschriftlichen Manuskriptes der Vorlesung bestanden. Dies bereitete zu Beginn durchaus Schwierigkeiten, da Ebbinghaus seine Texte in der alten deutschen Kurrentschrift verfasst hat. Darüber hinaus hatte er in seinem Text zahlreiche Verbesserungen, Einfügungen und Randbemerkungen vorgenommen, die z. T. nur schwer zu entziffern waren. Mit dem Ziel der Erschließung des Werkes von Julius Ebbinghaus für den spanischen Sprachraum beschäftigt sich O. Cubo derzeit mit der Übersetzung ausgewählter Aufsätze von Julius Ebbinghaus über Kants Rechtsphilosophie ins Spanische (in enger Verbindung mit dem Leiter des Ebbinghaus-Archivs PD. Dr. Dieter Hüning).


Vorträge

  • Der Begriff des Unrechts. Ebbinghaus’ Auseinandersetzung mit dem Rechtspositivismus. Zur Relevanz der Rechtsphilosophie. Tagung aus Anlass des Erscheinens der Zeitschrift für Rechtsphilosophie (ZRph). Neue Folge. FernUniversität in Hagen (Alemania), 09.02.2017
  • Repensando a Kant: Otfried Höffe y la idea de una república mundial. Seminario internacional: Lecturas claves de la política y de la ética en Kant. Pontificia Universidad Católica de Valparaíso, Valparaíso (Chile), 28.11.2016
  • Fichte a la Tesis de la separación. Simposio internacional: “De Hegel a Kant” Universidad Diego Portales, Santiago de Chile, 25.11.2016
  • La doble naturaleza del derecho en Kant. Semana Mundial de la Filosofía, Pontificia Universidad Católica del Ecuador (Quito), 22.11.2016
  • El concepto de derecho en el último Fichte. IV Jornadas de la Red Ibérica de Estudios Fichteanos, Universidad de Coimbra (Portugal), 27.10.2016
  • Naturrecht Feyerabend und die Zweck an-sich Formell. Wissenschaftliches Kolloquium. Prof. Bernd Dörflinger und Dieter Hüning, Universität Trier, 07.06.2016
  • Das Völkerrecht als äußeres Staatsrecht bei Hegel. 31. Internationaler Hegel-Kongress der Internationalen Hegel-Gesellschaft: Erkenne dich selbst – Anthropologische Perspektiven, 20. 05. 2016
  • La pretensión de validez de los juicios de gusto. Jornada de Estudios Kantianos, Academina Nacional de Ciencias de Buenos Aires, 02.12.2015
  • El saber absoluto y el final de la Fenomenología. Simposio Internacional: El concepto de “espíritu” en la filosofía del idealismo alemán, Universidad Nacional de Cuyo (Mendoza-Argentina), 01.12.2015.
  • Ursprüngliche Erwerbung und Naturzustand bei Kant. 12. Internationalen Kant-Kongresses “Natur und Freiheit” Universität in Wien, 21.09.2015
  • Una lectura iusnaturalista de la Doctrina del derecho de Fichte de 1796. IX. Kongress der Internationalen J.G. Fichte-Gesellschaft Fichte und die Zeit der Bilder, UNED-Madrid y en la Universidad Complutense, 11.09.2015
  • Öffentlichkeit und Politik. Forum Philosophicum, FernUniversität in Hagen, 28.05.2015
  • Moral als Grundlage politischer Normativität. Wissenschaftliches Kolloquium. Prof. Bernd Dörflinger und Dieter Hüning, Universität Trier, 28.04.2015
  • Ebbinghaus´ Begründung der Pflicht zum Ungehorsam. Überlegungen im Anschluss an Kants Rechtsphilosophie. Fachtagung: Das Verhältnis von Recht und Moral in Kants praktischer Philosophie, Haus am Dom, Frankfurt, 18.10.2014
  • El principio de la publicidad y su relación con la política en Hacia la paz perpetua. V Coloquio Kant Multilateral: “Artículos y opúsculos”, UCM y UNED, 10.09.2014
  • Sobre el fundamento último de determinación de las máximas. II Congreso de la Sociedad de Estudios Kantianos en Lengua Espaniola, UCM, 28.06.2014

Vortragsvideos

"Öffentlichkeit und Politik bei Kant"

Beitrag zur Vortragsreihe "forum philosophicum"

Die entscheidende Rolle des Begriffs der Öffentlichkeit in Kants praktischer Philosophie lässt sich durch die systematische Analyse des kategorischen Imperativs und des Publizitäts­prinzips feststellen. Das Verhältnis zwischen dem Publizitätsprinzip und dem kategorischen Imperativ besteht eben darin, dass die moralisch bzw. politisch zulässigen Maximen solche sind, die sich veröffentlichen lassen. Der Öffentlichkeitstest wird also für diejenigen Maximen erfüllt, die ein allgemeines Gesetz werden können. Im Gegenteil dazu sind die moralisch unzulässigen Maximen diejenigen, die das Licht der Öffentlichkeit nicht vertragen und aufgrund dessen geheim gehalten werden müssen. Die Analyse des internen Zusammen­hanges zwischen der Universalisierung der Maximen und den politisch zulässigen Maximen soll als Ausgangspunkt dienen, um die Rolle des Öffentlichkeitsbegriffs in Kants politische Philosophie herauszuarbeiten.

Zum Vortrag.

FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Fakultät KSW, Institut für Philosophie, 58084 Hagen