Der MA-Weiterbildungsstudiengang „Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften“ („infernum“), den die FernUniversität in Hagen mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) in Oberhausen eingerichtet hat, war beim BMBF-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ mit einem Projektantrag erfolgreich und erhält nun zwischen 2011 und 2015 die Fördersumme von 250.000 Euro für die inhaltliche und didaktische Weiterentwicklung des Studiengangs.
Die beiden wissenschaftlichen Leiter von „infernum“, Prof. Dr. Helmut Breitmeier vom Institut für Politikwissenschaft der FernUniversität und Prof. Dr. Görge Deerberg von Fraunhofer UMSICHT, hatten sich im Rahmen des BMBF-Wettbewerbs an einem Verbundantrag zum Aufbau berufsbegleitender Studienangebote in MINT-Fächern beteiligt, bei dem die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und die Fraunhofer Academy in München die Federführung übernommen hatten. Neben der FernUniversität in Hagen und Fraunhofer UMSICHT in Oberhausen sind weitere Fraunhofer-Institute (IFAM und IWES), die Universität Kassel, die Universität Stuttgart und das Institut NEXT ENERGY an der Universität Oldenburg an dem Verbundantrag beteiligt. Der Verbundantrag war innerhalb eines zweistufigen Auswahlverfahrens erfolgreich, für das in der ersten Runde 167 Antragsskizzen vorlagen. Von diesen wurden dann 26 Projektskizzen zur Entwicklung eines Vollantrags aufgefordert und anschließend vom BMBF zur Förderung ausgewählt.
Mit den nun für „infernum“ bewilligten Fördergeldern des BMBF-Wettbewerbs sollen, so Prof. Dr. Helmut Breitmeier (FernUniversität), „neue Lehrinhalte und -formen und didaktische Elemente entwickelt werden, die auf die Stärkung inhaltlicher und methodischer Kompetenzen von Studierenden aus der beruflichen Praxis in verschiedenen Phasen des Studiums abzielen“. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Eingangsphase und Abschlussphase von „infernum“ liegen. Die eingeworbenen Fördermittel ermöglichen es, das Blended-Learning-Konzept des Studiengangs mittels elektronisch unterstützter Lernformen weiterzuentwickeln. Außerdem können neue umweltwissenschaftliche Lehrmodule entwickelt werden, die den besonderen Interessen von Studierenden aus der beruflichen Praxis dienen.
Mit diesen neuen Lehrmodulen soll auch dem wachsenden Bedarf nach berufsqualifizierenden Weiterbildungszertifikaten entsprochen werden. Darüber hinaus sollen sie Bachelorabsolventen und Studierenden mit anderen Hochschulabschlüssen ein berufsqualifizierendes Masterstudium in den Umweltwissenschaften ermöglichen. Prof. Dr. Görge Deerberg (Fraunhofer UMSICHT) betonte, „dass ‚infernum’ damit auch auf die sich im Zuge der Bologna-Reform verändernden Ansprüche an die universitäre Weiterbildung reagiert“.
Das interdisziplinäre Fernstudium Umweltwissenschaften „infernum“ ist ein universitäres Weiterbildungsangebot für beruflich qualifizierte Fachkräfte, das seit dem Jahr 2000 gemeinsam vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen und der FernUniversität in Hagen angeboten wird. Als Fernstudienangebot ermöglicht es den Studierenden, sich neben Beruf und Familie wissenschaftlich weiterzubilden und verbessert deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Anmeldung, Studienbeginn wie auch die Belegung einzelner Module sind bei „infernum“ jederzeit möglich und nicht an spezifische Einschreibefristen gebunden. Das schafft für die Berufstätigen – ca. 84 % der über 600 Studierenden sind Vollzeit berufstätig – ein unabdingbares Maß an Flexibilität. Der Fernstudiengang ist modularisiert, im Angebot vielfältig und im Zugang durchlässig. Dadurch ist er auf ganz unterschiedliche Bedürfnisse der Studierenden ausgerichtet. Der Masterstudiengang wurde 2003 von AQAS akkreditiert und ist seit Mai 2009 erfolgreich reakkreditiert. Die Studieninhalte gliedern sich in vier Bereiche: 1. Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, 2. Natur- und Ingenieurwissenschaften, 3. Interdisziplinärer Querschnittsbereich und 4. Profilbereich.
Kontakt: Prof. Dr. Helmut Breitmeier, FernUniversität in Hagen, Institut für Politikwissenschaft, Lehrgebiet II Internationale Politik, helmut.breitmeier@fernuni-hagen.de, tel.: 02331 987-27 53
FernUniversität in Hagen, Fakultät KSW, Institut für Politikwissenschaft, 58084 Hagen