Fakultät Logo logo logo

Projekt

Illustration

Regionen aktiv - Land gestaltet Zukunft

Projektleitung:
Mitarbeitende:
  • Dipl.-Kult. Anna Meincke
  • Thorsten Kogge
Status: abgeschlossen
Laufzeit: November 2004 - Dezember 2006
fördernde Einrichtungen:

Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) führt derzeit - als Teil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung - das Modell- und Demonstrationsvorhaben "Regionen - Land gestaltet Zukunft" durch. Dieses zielt auf die Förderung von Regionen, die in einem Wettbewerbsverfahren ausgewählt wurden. Die Ergebnisse des neuen Förderansatzes sollen durch unabhängige Experten bewertet werden. Die FernUniversität Hagen (Lehrgebiet Politik I: Staat und Regieren) und ihre drei Partner (Universität Göttingen, SPRINT GbR und ÖAR) haben für die Durchführung der wissenschaftlichen Begleitforschung den Zuschlag vom BMVEL erhalten. Die Forschungsarbeit gliedert sich dabei in drei Teilbereiche, die von den vier Teams bearbeitet werden. Die Vorgehensweise des Gesamtprojektes kann der nachfolgenden Grafik entnommen werden:


Innerhalb des Konsortiums wird an der Fernuniversität Hagen der Teilbereich "regionale Kooperation" bearbeitet. Das Modellvorhaben "Regionen Aktiv" beruht auf der in der Wissenschaft weithin geteilten Ansicht, dass eine nachhaltige regionale Entwicklung durch kreative Zusammenarbeit öffentlicher und privater Akteure besser zu erreichen ist als durch traditionelle Förderinstrumente. Das Modellvorhaben geht davon aus, dass die Zusammenarbeit und Bereitschaft der Akteure, innovative Lösungen zu suchen, durch einen Wettbewerb der Regionen gefördert werden kann. Der positive Zusammenhang zwischen der Steuerung der Regionen durch Wettbewerb, regionaler Kooperation und nachhaltiger Entwicklung ist aber vermutlich nur unter bestimmten Voraussetzungen zu realisieren.

Die Untersuchung verfolgt das Ziel, die Funktionsweise der Kooperation im Kontext des Politikwettbewerbs und ihre Voraussetzungen besser verstehen zu können. Dazu bedarf es sowohl einer theoretischen Modellbildung wie auch der empirischen Untersuchung. Gestützt auf die Theorien zur Regionalentwicklung (Netzwerktheorie, Milieu-Theorie, Sozialkapital-Ansatz), Theorien von Regional Governance, Theorien von Governance in Mehrebenensystemen und die Diskussion über Nachhaltige Entwicklung sollen Hypothesen über den Zusammenhang von Governance-Strukturen (Steuerung durch regionale Kooperation und Wettbewerb) und über Aktivitäten und Erfolg einer Politik der nachhaltigen Entwicklung abgeleitet und überprüft werden.

Mit Hilfe einer quantitativen und qualitativen Netzwerkanalyse, durchgeführt in den zwei unterschiedlichen Förderprogrammen "Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur" und "Programm Regionen Aktiv", soll ermittelt werden, ob mittels eines Regionenwettbewerbs die Ziele einer nachhaltigen und kooperativen Entwicklungspolitik besser erreicht werden können als durch finanzielle Förderung nach zentral gesetzten Konditionen. Zuletzt erwarten wir uns auch Erkenntnisse über weitere Voraussetzungen zur Gestaltung regionaler Entwicklungspolitik, die den Anforderungen unterschiedlicher Raumtypen bzw. regionaler Kontexte Rechnung trägt.

International Workshop 'Regional Governance for Sustainable Development' (Oktober 2005)

14.12.2009
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Fakultät KSW, Institut für Politikwissenschaft, 58084 Hagen