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Nicht erst durch die jüngste Ernährungskrise am Horn von Afrika 2011 wurde deutlich, dass Hunger in vielen Teilen der Welt nach wie vor ein alltägliches Problem darstellt. Etwa eine Milliarde Menschen gilt nach den Kriterien der Welternährungsorganisation FAO als unterernährt. Besonders betroffen sind Kinder und Frauen in den Ländern Afrikas und Asiens. Klimawandel und Bevölkerungswachstum in den ohnehin am stärksten betroffenen Regionen werden das derzeitige Nahrungsmitteldefizit vor Ort noch verstärken.
Neben der Sicherung der weltweiten Nahrungsmittelversorgung, stellt die Harmonisierung der Landwirtschaft mit der Natur eine der großen Herausforderungen der globalen Nahrungsmittelpolitik dar. Die Umwandlung von Urwäldern in Nutzplantagen, die Trockenlegung von Feuchtgebieten und die Überdüngung der Ackerböden führt zu teils irreversiblen Schäden des Ökosystems. Nicht zuletzt im Sinne des Klimaschutzes und des Erhalts der Biodiversität ist deshalb ein Wandel in der Art und Weise, wie sich die Menschheit künftig ernährt, dringend vonnöten.
Mit dem Sustainable Food Governance (SUFOGO)-Projekt suchen wir eine Antwort auf die Frage, inwieweit Impulse aus der internationalen, bzw. transnationalen, Ebene zu einem Wandel in der Nahrungsmittelpolitik ausgewählter Entwicklungs- und Schwellenländer hin zu einer sicheren und nachhaltigen Versorgung beitragen.
FernUniversität in Hagen, Fakultät KSW, Institut für Politikwissenschaft, 58084 Hagen