| Thema: | Geschlechterpolitik im Mehrebenensystem |
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| Veranstaltungstyp: | Präsenzseminar |
| Adressatenkreis: | Studierende im BA Politik- und Verwaltungswissenschaften und im BA Politik Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Soziologie |
| Ort: | Berlin |
| Adresse: |
Regionalzentrum
Berlin
SpreePalais am Dom St. Wolfgang-Straße 10178 Berlin |
| Termin: | 08.06.2012
bis 10.06.2012 |
| Zeitraum: | 08.06.2012 14-18 Uhr, 09.06.2012 9-18 Uhr und 10.06.2012 9-14 Uhr |
| Leitung: |
Dr. Eva Maria Hinterhuber |
| Anmeldefrist: | 1.03.2012 - 26.04.2012 |
| Auskunft erteilt: |
E-Mail: Dr. Eva Maria Hinterhuber
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2012 jährt sich die Geburtsstunde der EU-Geschlechterpolitik zum 55. Mal. Dabei weist die Geschlechterpolitik als spezifisches, weder trennscharf abzugrenzendes und auch heute noch nicht etabliertes Politikfeld (vgl. Abels 2008: 293) weiterhin eine hohe Dynamik auf. Im Rahmen des Seminars werden wir, ausgehend von den drei Pfeilern (i) Verträge und sekundäres Recht, (ii) Aktions- und Rahmenprogramme sowie (iii) Gender Mainstreaming, die Entwicklung der europäischen Gleichstellungspolitik von der anfänglichen Konzentration auf Lohngleichheit bis hin zu einer umfassenden Geschlechterpolitik analysieren. Im Mittelpunkt steht das bisweilen spannungsgeladene Verhältnis zwischen nationalstaatlicher Geschlechterpolitik und dem mittlerweile eigenständigen supranationalen Geschlechterregime der Europäischen Union (vgl. Abels 2008: 307, Fuhrmann 2005: pass.), dessen Reformimpulse regelmäßig an der mangelnden Bereitschaft der Mitgliedsstaaten zur Umsetzung scheitern (vgl. Berghahn 2002). Denn die politikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Geschlechterpolitik ist gerade in Hinblick auf das europäische Mehrebenensystem lohnend. Hier zeigen sich Strukturen, Modi und Prozesse, die die Geschlechterpolitik gar als „unsichtbare Avantgarde“ der Governance-Forschung (Bothfeld/Kuhl 2008: 344) erscheinen lassen. Aus dieser Perspektive treten auch AkteurInnen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft in den Vordergrund, die die Spezifik des europäischen Mehrebenensystems geschlechterpolitisch zu nutzen wussten und wissen. Diese Mechanismen sollen an bestimmten Politikbereichen wie bspw. der Beschäftigungspolitik nachvollzogen werden.
Für die Präsenzveranstaltung steht ab 8. Mai 2012 ergänzend eine Moodle-Lernumgebung zur Verfügung. Hier werden detaillierte Informationen ebenso wie Arbeitsaufträge für die Lehrveranstaltung bereitgestellt. Die TeilnehmerInnen erhalten per Post ein Reader mit Basistexten. Erwartet werden die Lektüre des Readers, die Bereitschaft zur Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe und zur Ausarbeitung einer gemeinsamen Präsentation sowie eine regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar.
FernUniversität in Hagen, Fakultät KSW, Institut für Politikwissenschaft, 58084 Hagen