Dr. Bianca Preuß

Dr. Bianca Preuß studierte von 2002 bis 2007 an der FernUniversität in Hagen im Hauptfach Erziehungswissenschaft und den Nebenfächern Soziologie und Psychologie. Sie schloß ihr Magisterstudium mit Auszeichnung ab.

Dr. Preuß war sowohl als interne als auch als externe Promovendin an der FernUniversität in Hagen. 2007 begann sie ihre Promotion und erhielt im Jahr 2009 ein Promotionsabschlussstipendium durch die Universität Osnabrück. Seit 2010 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Dr. Preuß promovierte 2011 zur Dr. rer. soc. mit summa cum laude an der Justus-von-Liebig Universität in Gießen zum Thema "Hochbegabung für Alle? Die Leitidee der Hochbegabtenförderung als Inklusions-"impact" für Begabungsförderung udn Schulentwicklung"; Betreuer war Prof. Dr. Thomas Brüsemeister.


Welche Fachrichtung haben Sie studiert? Was hat Sie veranlasst zu promovieren? Aus welchen Gründen haben Sie sich für eine Promotion an der FernUniversität entschieden?

Als ich im Jahr 2002 das Studium an der FernUniversität in Hagen aufnahm, dachte ich weder an einen Magisterabschluss noch an eine Promotion. Meine Ziele steckte ich zunächst gar nicht so hoch; da ich neben Beruf und der Erziehung von drei Kindern das Fernstudium absolvieren wollte. Doch schon während der Zwischenprüfung sowie in nachfolgenden Studiumsabschnitten wurde mir von verschiedenen Lehrenden eine weitere Qualifizierung nahegelegt, die auch die Promotion einschloss. Ganz konkret wurde ich schließlich von Herrn Prof. Dr. Thomas Brüsemeister gefragt, der zu der Zeit als Privatdozent im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften an FernUniversität Hagen tätig war, ob ich bei ihm promovieren wolle. Die FernUniversität bot, wie auch schon im Studium, optimale Bedingungen, um eine Promotion sowohl organisatorisch als auch fachlich erfolgreich zu realisieren. Zur Universität nach Gießen bin ich in der letzten Phase der Promotion gewechselt, da mein Betreuer Herr Prof. Dr. Thomas Brüsemeister seinen Ruf für die Professur am Institut für Soziologie erhielt.

Mussten Sie in der Phase der Promotion kürzer treten? In wie weit profitieren Sie beruflich von Ihrem Doktortitel?

Das Promotionsstipendium erlaubte mir sehr konzentriert arbeiten zu können. Davor und danach musste ich meinen Lebensunterhalt durch berufliche Tätigkeiten absichern. Der Doktortitel eröffnet mir Wege einer Universitätskarriere mit der Chance auf eine Habilitation und Professur. Auch außerhalb der Hochschule ermöglicht die Promotion berufliche Optionen, insbesondere für Leitungspositionen auch in anderen Fachdisziplinen.

Gab es Unsicherheiten bei der Berufswahl oder eine Phase der Orientierungslosigkeit? Wie stark hat Sie die Dissertation zeitlich und mental beansprucht?

Die Zeit der Promotion war zeitlich und mental beanspruchend, weil daneben viele andere berufliche und familiäre Anforderungen geleistet werden mussten. Es hat mir aber sehr viel Freude gemacht, eigenständig und intensiv an einem spezifischen Forschungsthema zu arbeiten. Eine anstrengende, aber auch sehr schöne und bereichernde Zeit.

Welchen Rat würden Sie zukünftigen Absolventinnen und Promovendinnen mit auf den Weg geben? Würden Sie mti den Erfahrungen von heute noch einmal eine Promotion beginnen?

Zukünftigen Absolventinnen und Promovendinnen möchte ich mit auf den Weg geben, das Ziel niemals aus den Augen zu lassen, auch in Zeiten des Fragens und der Unsicherheit nicht das Vertrauen zu sich selbst zu verlieren, stets am Ball zu bleiben und wenn man auch nur einen einzigen Satz am Tag schreibt, den Austausch und Kontakt zur wissenschaftlichen Community, zu anderen PromovendInnen und zu den BetreuerInnen zu suchen. Ja, in jedem Fall würde ich mit den Erfahrungen von heute jederzeit noch einmal eine Promotion beginnen. Es lohnt sich!

05.04.2018
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