Rechtswissenschaftliche Fakultät

Aktuelles

Zum Verständnis der Ministerverantwortlichkeit in der deutschen politischen Diskussion von 1848 bis 1918

Illustration

Im Rahmen der Vortragsreihe Europäische Verfassungswissenschaften des Dimitris-Tsatsos-Instituts

Dass Minister verantwortlich seien, war im Kreis der politisch Interessierten im 19. Jahrhundert unstrittig, nur war man sich nicht einig, wem gegenüber die Verantwortlichkeit bestand und wie sie geltend zu machen sei. Im Revolutionsjahr 1848/49 erging bereits im Juni in Bayern ein Ministerverantwortlichkeitsgesetz. In der Paulskirche wurde über die Frage selbstverständlich verhandelt und dafür eigens ein Ausschuss eingesetzt. Gesetzlich geregelt wurde die Materie jedoch erst durch ein vom Reichstag verabschiedetes Gesetz zur Verfassungsänderung im Oktober 1918. Fortan bedurfte der Reichskanzler nach Art. 15.4 zu einer Amtsführung des Vertrauens des Reichstags. Deutschland war zur parlamentarischen Monarchie geworden.

Wann: Mo, 13. April 2015, 17 Uhr

Wo: FernUniversität in Hagen, AVZ, Kleiner Senatssaal B 118

Referent: Professor im Ruhestand Dr. Hans Fenske, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Rechtswissenschaftliche Fakultät, 58084 Hagen, Tel.: +49 2331 987-2415, E-Mail: rewi@fernuni-hagen.de