Rechtswissenschaftliche Fakultät

Öffentliches Recht

Vom Jahre 2000 bis 2004 führte Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen die Erste Hagener Studie für Recht und Rhetorik, gefördert von der VW-Stiftung, durch. Dabei handelte es sich um eine empirische Studie zu den rhetorischen Strukturen verwaltungsgerichtlicher Entscheidungen. Das Projekt klärte darüber auf, wie die gerichtliche Praxis Entscheidungen begründet und leistete einen Beitrag zur rechtswissenschaftlichen Grundlagenforschung. Die Resultate werden der Rechtstheorie und Methodologie und damit in die von Prof. Dr. von Schlieffen betreuten Module einfließen. An diese Forschungen knüpfen auch neue Perspektiven und Überlegungen zu der Natur des Enthymems als juristischem Begründungsmuster an, die auf der Tagung „Das Enthymem“ im Jahr 2011 vertieft wurden und nun als Ertrag des gesamten Forschungskomplexes im 2015 erscheinenden „Handbuch Juristische Rhetorik“ gebündelt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung des Lehrstuhls liegt im Bereich außergerichtliche Konfliktbeilegung / Mediation; dort ist besonders ein Pilotprojekt zum Einsatz von Mediation im Bereich der Betriebskrankenkassen hervorzuheben, bei dem es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Landesverbandes der Betriebskrankenkassen Niedersachsen und des Contarini-Instituts für Mediation der Fernuniversität Hagen handelt.

Der Schwerpunkt der Forschung von Herrn Prof. Dr. Andreas Haratsch liegt derzeit einerseits auf dem Gebiet des Bundesimmissionsschutzrechts, andererseits im Bereich des Europäischen Unions- und Gemeinschaftsrechts. Im Immissionsschutzrecht wird zurzeit eine Kommentierung der §§ 53-58d BImSchG erarbeitet. Im Europarecht stehen vor allem Fragen des Rechts-, insbesondere des Grundrechtsschutzes sowie der Europäischen Verfassungsentwicklung im Mittelpunkt. Konkretes Projekt ist hier die Erstellung einer Neuauflage des von Haratsch/Koenig/Pechstein verfassten Lehrbuchs zum Europarecht.

Nils Szuka | 04.12.2014
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