Teil 1: Konflikte und wie wir sie lösen
- Was ist ein Konflikt?
- Welche Konfliktlösungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
- Welches Verfahren setze ich wann ein?
Konflikte sind allgegenwärtig. Jeder wird von Zeit zu Zeit im Beruf wie im Privatleben mit Konflikten konfrontiert und ist gezwungen mit ihnen umzugehen. Ausgehend von der Schule der Konstruktivisten werden unterschiedliche Konfliktverständnisse erklärt, bevor sich der Verfasser der Evolution der Konfliktlösungsmechanismen zuwendet. Nach einem kurzen Überblick über die klassischen Formen der Konfliktlösung (Negotiation, Mediation, Arbitration und Litigation) wendet sich der Kurs ausführlich der Frage zu, welche dieser Methoden überhaupt in der Lage ist, einen Konflikt zu lösen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der heute am weitesten verbreiteten Form der institutionalisierten Konfliktlösung: der Litigation.
Ihr gegenübergestellt werden interessenzentrierte Verhandlungsansätze wie das Harvard-Konzept, das Friedlinger-Modell und die Mediation. Was genau Interessen im Vergleich zu Positionen oder Standpunkten sind wird mit Hilfe der Ideen von Ury/Goldberg/Rogers, Robert Dilts und Albert Einsteinherausgearbeitet. Zusammenfassend festgestellt wird schließlich, was genau jemand beachten sollte, der helfen möchte, einen Konflikt erfolgreich zu beenden.
Teil 2: Psychosoziale Beratung: Theorie und Praxis der Gesprächsführung
- Grundlagen der Kommunikationstheorie
- Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung
Dieser Kurs vermittelt Grundlagen des „beratenden Gesprächs“ als einer Form allgemeiner zwischenmenschlicher Kommunikation. Nach der Vermittlung der grundlegenden Ansätze der Kommunikationstheorie führt der Kurs den Leser in die klientenzentrierte Gesprächsführung ein. Anhand konkreter Beispiele lernt der Leser einige Basistechniken kennen. Ergänzt durch zahlreiche Übungen wird er aufgefordert, sein Wissen in Arbeitsgruppen umzusetzen. Um eine erfolgreiche Bearbeitung des Kurses sicherzustellen, ist die Bildung von Arbeitsgruppen erforderlich. Der Kurs umfasst drei Kurseinheiten und eine Tonkassette und wird auch als CD-ROM angeboten.
Teil 3: Trennungs- und Scheidungsmediation
- Begriff und Abgrenzungen
- Systemische Grundlagen
- Kommunikation und Gesprächsführung
- Die sechs Phasen einer Trennungs- und Scheidungsmediation
- Co-Mediation und Berufsbild
Die Familienmediation ist der Bereich der Mediation, in dem bis heute die meisten praktischen Erfahrungen gesammelt wurden. Die Trennungs- und Scheidungsmediation (TSMed) macht hier nur einen Teil aus. Hinzu kommen immer mehr Erbangelegenheiten, Probleme von Familienbetrieben, etwa Nachfolgeprobleme, wirtschaftliche Fragen und ebenfalls wieder Erbsachen. Diese werden im vorliegenden Teil ausgeklammert, obwohl sie sich oft mit Trennung und Scheidung überschneiden.
Die Schwerpunkte des vorliegenden Kurses liegen in der Darstellung der Besonderheiten der Trennungsund Scheidungsmediation. Diese beginnen mit der Berücksichtigung der unterschiedlichen Phasen einer Trennung bzw. Scheidung und gehen über den Umgang mit hier besonders auftretenden Emotionen bis hin zur Einbeziehung von Kindern in das Verfahren.
Obwohl Trennung und Scheidung sowohl das Paar als auch die Familie betreffen, liegt hier der Schwerpunkt beim Paar und seiner Beziehungsdynamik in Krisensituationen. Daraus ergeben sich methodische Konsequenzen für die Praxis der Mediation, die im folgenden beispielhaft dargestellt werden.
Teil 4: Mediation im öffentlichen Bereich
- Besonderheiten
- Leitbilder
- Verfahrensaufbau und Organisation
- Rechtlicher Rahmen und konkrete Anwendungsbereiche
Mediation als Verfahren zur Regelung umweltpolitischer Konflikte ist in Deutschland erstmals im Jahr 1986 angewendet worden, als die Umweltprobleme der Sonderabfalldeponie Münchehagen in der Nähe von Hannover mit Hilfe eines neutralen Konfliktmanagers, eines Mediators aufgearbeitet wurden. Vorausgegangen waren heftige Auseinandersetzungen, an denen Bürgerinitiativen und Verwaltungsbehörden aus drei Kommunen, drei Landkreisen und zwei Bezirksregierungen bzw. Bundesländern beteiligt waren. Seitdem wird die Mediation im Öffentlichen Bereich immer häufiger eingesetzt. Die vorliegende Kurseinheit möchte Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Anwendungsfelder und die Besonderheiten, die hier gelten, geben (beispielhaft genannt seien hier nur der Umgang mit großen Gruppen und unterschiedlichen Konfliktarten sowie die Problematik der Entscheidungsgewalt im politisch administrativen Raum). Dass Mediation im Öffentlichen Bereich neben den allgemeinen Zielen von Mediation weitere Ziele verfolgt, wird ebenso thematisiert wie die Einordnung des Verfahrens in das bestehende Normgefüge im Öffentlichen Recht.