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Programm

Dienstag, 22. September 2015

18.00 Uhr: Tagungseröffnung

Grußworte des Rektors der FernUniversität Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer

Grußworte des Dekans der Fakultät KSW Prof. Dr. Armin Schäfer

18.30 Uhr: Eröffnungsvortrag:

Moderation: Frank Hillebrandt (Hagen)

Andreas Reckwitz (Frankfurt an der Oder):
Die Kulturalisierung der Gesellschaft

Mittwoch, 23. September 2015

Kultursoziologie/Populärkulturforschung

Moderation: Franka Schäfer (Hagen)

Kultur gilt der Soziologie als konstitutives Element von Sozialität. Spätestens seit dem cultural turn (Bachmann-Medick 2006) ist die Kultursoziologie auf Grund ihrer theoretischen Auseinandersetzung mit Sinnzusammenhängen auch zum Bezugspunkt zahlreicher sozial- und geisteswissenschaftlicher Fächer wie den Kulturwissenschaften und den so genannten cultural oder gender studies geworden. Neuere, am Praxisbegriff orientierte kultursoziologische Ansätze lösen sich vom klassischen, normativ gefassten Begriff der Kultur und fassen den Begriff als Ausgangspunkt zu einer Soziologie der Alltagspraxis. Im Anschluss daran fokussieren die Beiträge des Panels auf den praktischen Vollzug von symbolischen und kulturellen Formen der Populärkultur. Die Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen, Kultur als Praxis zu denken und sich in der Forschung von der kulturellen Alltagspraxis überraschen zu lassen, wird im Rahmen des Panels zunächst mit zwei grundlagentheoretischen Beiträgen zu einer am Praxisbegriff orientierte Kultursoziologie am Beispiel der Praxisformation des Rock und Pop (Hillebrandt) sowie zu einer genealogisch-praxeologischen Perspektive auf populäre Sportkultur (Alkemeyer/Schäfer) geführt werden. Vervollständigt wird diese grundlagentheoretische Perspektive von zwei Beiträgen aus dem Bereich der interdisziplinären Populärkulturforschung, die zum einen das Verhältnis zwischen Pop, Musik, Medien, Kultur und Wissenschaft (Jacke) und zum anderen die Rolle von Körperlichkeit in der Popmusik (Jost) thematisieren. Alle Beiträge nehmen den praktischen Vollzug von Kultur in den forschenden Blick und beziehen ihre theoretischen und forschungspraktischen Überlegungen auf alltagspraktische Beispiele populärer Kultur.

09.00 – 09.50 Uhr

Frank Hillebrandt (Hagen):
Kultursoziologie des Populären – Rock und Pop als Praxis

10.00 – 10.50 Uhr

Thomas Alkemeyer und Velten Schäfer (Oldenburg):
Die Genealogie des Skateboardings und die Pop-Werdung des Sportsubjekts

11.00 – 11.50 Uhr

Christoph Jacke (Paderborn):
Pop - Musik - Medien - Kultur - Wissenschaft: Disziplinlosigkeit und Projekthaftigkeit

12.00 – 12.50 Uhr

Christofer Jost (Freiburg):
Bodyrock. Popmusik und Verkörperung

12.50 – 14.00 Uhr Mittagspause

Management von Kultur- und Non-Profit-Organisationen

Moderation: Thomas Heinze (Hagen/Kaiserslautern)

Im Focus dieses Themenblocks steht das Kulturmanagement. Kern des Kulturmanagements ist die Arbeit an der Schnittstelle zwischen kulturellem Inhalt sowie dem Management, das zu seiner Produktion und Realisierung gehört. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich das Kulturmanagement in den letzten 25 Jahren entwickelt hat und mit welchen neuen Herausforderungen (Digitalisierung, Internationalisierung) diese Disziplin konfrontiert wird.

14.00 – 14.50 Uhr

Armin Klein (Ludwigsburg)
Ihr gehört doch alle ins Museum" - (Selbst)- Kritischer Rückblick auf 25 Jahre Kulturmanagement in Deutschland

15.00 – 15.50 Uhr

Rolf Arnold (Kaiserslautern):
Wertschätzender Vergleich. Stufe für Stufe interkulturell Diversitätskompetenz entwickeln

16.00 – 16.50 Uhr

Bernhard M. Hoppe (Erfurt):
Kernaufgabe oder nice to have? Zur Funktion der Kultur in der Gesellschaft

17.00 – 17.50 Uhr

Birgit Mandel (Hildesheim):
Entwicklung und Neudefinition des Kulturmanagements in den deutschsprachigen Ländern: Vom effizienzorientierten Rationalisierer zum Moderator und Gestalter eines kulturell diversen Kulturlebens

18.00 – 18.50 Uhr

Andrea Hausmann (Frankfurt an der Oder):
Erfolgreiches Personalmanagement in Kulturbetrieben: Herausforderungen und Perspektiven für das Kulturmanagement

Donnerstag, 24. September 2015

Kulturphilosophie

Moderation: Hubertus Busche (Hagen)

Die Arbeitsgruppe stellt für die Diskussion einen repräsentativen Querschnitt philosophischer Zugänge zur Kultur vor. Der erste Vortrag (Orth) skizziert zunächst einige Grundstrukturen des Befundes ‚Kultur‘ und diskutiert in diesem Zusammenhang die Konzepte Peter Sloterdijks, Michael Tomasellos sowie Georg Simmels. Der zweite Vortrag (Neuser) analysiert die Differenz zwischen „Wissenschaften“ und „Kultur“ unter den verschiedenen Begründungsperspektiven bei René Descartes einerseits und bei Giambattista Vico andererseits, um hierdurch einen Blick auf einen zeitgemäßen Kulturbegriff zu eröffnen, der in unserer Wissensgesellschaft angemessen erscheint. Der dritte Vor-trag (Förster-Beuthan) unternimmt einen gedanklichen Grenzgang, auf dem die Mode zwischen Kultur und Kunst positioniert wird. Der vierte Vortrag (Schumann) schließlich fokussiert das Problemfeld des transkulturellen Verstehens auf die seit Wilhelm von Humboldt aufgeworfene Frage, ob die Sprache die Kultur und das Weltbild eher individualisiert oder umgekehrt die kulturellen Grenzen des Verstehens zu überwinden vermag; hierfür rekurriert er auf unterschiedliche Positionen zum Verhältnis von Sprache und Denken, wie sie bei Benjamin Lee Whorf, Willard V. O. Quine, Jerry Fodor und Peter Hacker entwickelt wurden.

09.00 – 09.50 Uhr

Ernst Wolfgang Orth (Trier):
Kultur – eine prekäre Erbschaft

10.00 – 10.50 Uhr

Wolfgang Neuser (Kaiserslautern):
Kultur und Wissenschaft von Descartes zu Vico

11.00 – 11.50 Uhr

Yvonne Förster-Beuthan (Lüneburg):
Mode zwischen Kultur und Kunst - Ein Grenzgang.

12.00 – 12.50 Uhr

Gunnar Schumann (Hagen):
Transkulturalität und das Übersetzungsproblem. Gibt es eine gemeinsame Sprache des Denkens oder unüberwindliche Grenzen der Übersetzung?

12.50 – 14.00 Uhr Mittagspause

Kunst- und Medienkommunikation
Chair: Klaus-Ove Kahrmann

Ziel dieses Themenblocks ist es, in Schlaglichtern darzustellen, wie die Szene der Kunst- und Medienkommunikation sich in den letzten Jahren verändert hat, welche neuen Akzente sich entwickelten und mit welchem Fortgang der Strukturen und Prozessen zu rechnen ist, insofern man diese darstellen kann. Dabei geht es darum, Medienereignisse der Vergangenheit aus heutiger Sicht erneut zu beleuchten, Präsentationsformen der Kunst- und Medienkommunikation darzustellen, die Kommunikation, die über die Kunst möglich und nötig ist, zu untersuchen und schon aktuell erscheinende oder sich abzeichnende Probleme im kommunikativen Kontext beispielhaft aufzuzeigen.

14.00 – 14.50 Uhr

Stefan Lüddemann (Osnabrück):
Kunstkommunikationen. Bedeutungsproduktion für nächste Gesellschaften.

15.00 – 15.50 Uhr

Klaus-Ove Kahrmann (Bielefeld) :
Robert Jungks Prämisse ‚Die Krise unserer Zeit ist eine Krise der Wahrnehmung‘ aus heutiger Sicht

16.00 – 16.50 Uhr

Joseph Garncarz (Köln):

Begeisterte Zuschauer: Über die Filmpräferenzen der Deutschen im Dritten Reich.

17.00 – 17.50 Uhr

Andreas Wendt (Leipzig):

‚Informieren und Präsentieren‘ - Grafiken und andere Präsentationsformen im digitalen Zeitalter.

18.30 Uhr: Abschlussdiskussion

21.09.2015
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