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Der Europäische Gesundheitsbericht 2012

Der Europäische Gesundheitsbericht 2012. Ein Wegweiser zu mehr Wohlbefinden.

Der Europäische Gesundheitsbericht erscheint als Flaggschiff-Publikation des WHO-Regionalbüros für Europa alle drei Jahre. Die Zusammenfassung der letzten Veröffentlichung unter dem Titel „Der Europäische Gesundheitsbericht 2012. Ein Wegweiser zu mehr Wohlbefinden“ gibt einen Überblick über die gesundheitliche Lage in der Europäischen Region, die Zielvorgaben für Gesundheit und Wohlbefinden, den aktuellen Stand der Messung von Wohlbefinden.

Aus soziologischer Sicht sind zwei Aspekte von besonderem Interesse:

1. Im ersten Kapitel werden die derzeitige gesundheitliche Situation in der Europäischen Region erläutert, worauf auf folgende Themen spezifisch eingegangen wird: demografische Trends, Lebenserwartung, Mortalität, Todesursachen, Krankheitslast, Risikofaktoren, soziale Determinanten von Gesundheit und gesundheitliche Ungleichheiten, Gesundheitssysteme.

Hierbei stellt der Bericht fest:

„Gesundheitliche Ungleichgewichte in der Europäischen Region geben Anlass zu erheblicher Besorgnis, zumal die Unterschiede und das soziale Gefälle in Bezug auf Lebenserwartung sowohl zwischen als auch innerhalb von Ländern zunehmen.“ (Seite 11)

Desweiteren:

„So hat sich die Lebenserwartung für Männer und Frauen im Durchschnitt auf über 76 Jahre erhöht, was hauptsächlich auf einen Rückgang bestimmter Todesursachen sowie auf Verbesserungen in Bezug auf die Prävalenz von Risikofaktoren wie auch die sozioökonomischen und sonstigen Lebensbedingungen zurückzuführen ist. Doch diese Verbesserungen und die sie begünstigenden Bedingungen sind weder zwischen noch innerhalb von Ländern gleich verteilt; vielmehr bestehen weiter erhebliche Unterschiede, die sich in vielen Fällen sogar noch verschärfen.“ (Seite VI)

2. Als zweiter Punkt ist die Bemühung der WHO herauszustreichen, das Konzept „Wohlbefinden“ anhand von Indikatoren sowohl begrifflich als auch messtechnisch handhabbar zu machen.

„In Bezug auf die wichtigen breit gefassten Determinanten von Gesundheit und Wohlbefinden legen sie [die Menschen] großen Wert auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und auf Teilhabe, so dass alle Menschen eine faire Chance auf Gesundheit erhalten. Die Menschen schätzen auch Sicherheit und Vorhersehbarkeit, die im Kontext des Wohlbefindens einen Bezug zu Gesundheit aufweisen. Gemeinsame Werte für die gesamte Region tragen zur Erreichbarkeit eines gemeinsamen Ziels für Gesundheit und Wohlbefinden bei.“ (Seite 23)

Dr. Karolin Kappler

Die deutsche Zusammenfassung des Berichts können Sie unter folgendem Link herunterladen:

http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0010/196984/EHR2012-EXECUTIVE-SUMMARY-GER.pdf

Jessica Gabski | 24.09.2013
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