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Marianne T. Schörling-Ajayi

Marianne T. Schörling-Ajayi
E-Mail: m.schoerling

Lebenslauf

Ausbildung

07/2013– dato Doktorandin am Institut für Soziologie der FernUniversität in Hagen
01/2009 CMC Certificate, Essentials of Professional Management Consulting, Canadian Association of Management Consultants (CMC) (Edmonton, Kanada)
09/2006 Abschluss des Magisterstudiums der Soziologie, Universität Wien, (Österreich)
Spezialisierung in Organisationssoziologie, Systemtheorie, Soziologische Theorien („mit Auszeichnung“)
08/2005–12/2005 Auslandssemester an der Universidad Católica de Córdoba, (Córdoba, Argentinien)
09/2004 Abschluss des Bakkalaureatsstudiums der Soziologie, Universität Wien, (Österreich) (vormals Diplomstudium der Soziologie), Spezialisierung in Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung, Organisationssoziologie

Beruflicher Werdegang

05/2009–dato Gründungsmitglied und Präsidentin der NGO Perspectives Sûres (PS) Suisse (Genf, Schweiz)
09/2010–10/2010 Wissenschaftliche Beraterin im United Nations Umweltprogramm (UNEP) (Genf, Schweiz)
03/2008–03/2009 Strategie-Beraterin bei Acton Consulting (Edmonton, Kanada)
04/2004–01/2007 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Foresee Management Consulting, Projektbezogene Forschung hauptsächlich für das Österreichische Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (Wien, Österreich)
03/2007-07/2007 Junior Beraterin im Rahmen eines Praktikums bei der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants (Wien, Österreich)
02/2005–06/2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Höhere Studien (IHS), (Wien, Österreich)
08/2004-09/2004 Praktikantin in der Personal und Kommunikations-Abteilung der Nuevo Banco Suquía (Córdoba, Argentinien)
03/2004-04/2004 Studentische Mitarbeiterin an der Ludwig Boltzmann Forschungsstelle für Politik und zwischenmenschliche Beziehungen (Wien, Österreich)


Forschungsschwerpunkte

  • Theorien der reflexiven Moderne, Systemtheorie, Wissenssoziologie
  • Organisationssoziologie, Soziologische Theorien, Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung
  • Strategieentwicklung, Analyse der Forschungs- und Innovationspolitik Österreichs, Innovationsmanagement


Publikationen

  • Clement W., Ajayi M. (2009). Innovationen auf den Markt bringen, Wien, RFTE.
  • Clement W., Ajayi M. (2007). Entwicklung einer Exzellenzstrategie für F&E in Österreich mit Schwerpunkt auf den Unternehmensbereich, Wien, RFTE.
  • Unger M., Schmutzer-Hollensteiner E., Bönisch M., Vogtenhuber S., Lassnigg L., Reiss L., Erkinger M., Nägele L., Ajayi M. (2005). Finanzvergleich von Universitäten in Zürich, München, Darmstadt und Wien. IHS Endbericht, Wien, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur BMBWK.
  • Clement, W., Ajayi, M., Osrecki, F. (2004). Kooperative Forschungsinstitute / ACR in Österreich: Stand und Perspektiven in Hinblick auf die Forschungs- und Technologiepolitik, Wien, Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit BMWA.

Promotionsvorhaben

Überwindung komplexer Entscheidungsprozesse in der Moderne: Zur Entscheidungskompetenz am Beispiel der Selbstmedikation mit besonderem Blick auf den Online-Erwerb von Pharmaka.

Das angestrebte Promotionsvorhaben zur „Überwindung komplexer Entscheidungsprozesse in der Moderne“ orientiert sich an der Leitfrage, Wie werden aus entscheidungs- sowie wissenstheoretisch informierter Perspektive Entscheidungsprobleme in komplexen Entscheidungsprozessen überwunden und welche Funktion übernimmt dabei die Kompetenz der Entscheidung? Als empirisches Untersuchungsfeld dient der Online-Erwerb von Arzneimitteln und gesundheitsrelevanten Informationen in der Selbstmedikation, bei welchem sich das Subjekt in einem komplexen Entscheidungsprozess befindet und mit unterschiedlichen Unsicherheiten konfrontiert ist. Damit werden erstmalig die Themen Selbstmedikation und Online-Erwerb von Pharmaka soziologisch verbunden.

Theoretisch wird der gesellschaftliche Rahmen, innerhalb dessen sich komplexe Entscheidungsprozesse vollziehen, unter Rückgriff auf Theorien der reflexiven Moderne herausgearbeitet. Dabei sollen zentrale Spannungsverhältnisse der Gegenwart untersucht werden. Im theoretischen Teil der Arbeit wird insgesamt der Versuch unternommen, die soziale Konstruktion von Entscheidungssituationen zu diskutieren.

Im Fokus des empirisch informierten Teils der Dissertation steht die korrekte Beschreibung sowie Analyse des sozialen Geschehens der Selbstmedikation, anhand dessen die Komplexität sozialer Entscheidungsprozesse in der Moderne mit besonderem Blick auf die Relevanz des Subjekts rekonstruiert werden kann. Selbstmedikation im Sinne eines eigenverantwortlichen Erwerbs von Pharmaka und deren Anwendung stellt einen komplexen Entscheidungsbereich dar, in welchem sich Kompetenzen als Qualitäten sozialen Handelns in unterschiedlichen Dimensionen manifestieren. Fokussiert werden soll nicht das Subjekt per se, sondern Kompetenzsemantiken, da im vorzustellenden Konzept Kompetenz keine personenbezogene Qualität, sondern ein Phänomen der Wissenssoziologie darstellt.

Einerseits sollen Typologien von Strategien zur Überwindung von Entscheidungsproblemen in der Gegenwart identifiziert, andererseits die Funktion einer sogenannten Entscheidungskompetenz diskutiert werden. Durch die theoretische und empirische Herausarbeitung der Entscheidungskompetenz wird das Ziel verfolgt, zur Etablierung einer Soziologie der Kompetenz beizutragen.

Jessica Gabski | 24.06.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Institut für Soziologie, 58084 Hagen