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Gesche Gerdes, M.A.

Gesche Gerdes
E-Mail: geschegerdes

Akademischer Lebenslauf

7/2017 – dato Promotionsstipendium Gender Studies der Fernuniversität Hagen
10/2014 – 3/2015 Studentische Hilfskraft der AG Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen
10/2014 – 3/2015 Studentische Hilfskraft der AG Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen
04/2013 – 9/2016 Masterstudium Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen

Masterarbeit mit dem Titel „“Nicht besonders männlich, nicht gesellschaftsfähig, aber dass man halt doch irgendwie son gewissen Umgang halt mitkricht“ – Männlichkeitskonstruktion und Subjektkonstitution in Studentenverbindungen“, basierend auf der fallrekonstruktiven Auswertung biographisch-narrativer Interviews mit Mitgliedern in Studentenverbindungen
10/2010 – 02/2011 Auslandssemester am University College Cork, Irland
10/2008 – 3/2012 Bachelorstudium Deutsche Philologie und Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen

Bachelorarbeit mit dem Titel „Kafka und das Phantasieren – ein historischer Abriss der psychoanalytischen Literaturwissenschaft von Freud und Jung über Lacan bis Kristeva“

Auszeichnungen

„Preis für die herausragende Abschlussarbeit im Bereich der Geschlechterforschung im Jahr 2016“ - verliehen von der Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen


Vorträge

  • Öffentlicher Vortrag „Männlichkeitskonstruktion und Subjektkonstitution in Studentenverbindungen“ und Podiumsdiskussion „Geschlechterverhältnisse im Verbindungswesen“ mit Alexandra Kurth und Judith Goetz, moderiert von Katharina Pühl – organisiert am 24.11.2016 vom Göttinger Centrum für Geschlechterforschung (GCG)
  • Teilnahme an und Vortrag im Rahmen der „Interdisciplinary Summer School in ‚Gender Studies’ for PhD and Advanced MA students – U4 Network (Gent, Uppsala, Groningen, Göttingen)“ vom 15.08.2016 bis zum 20.8.2016: „Constructions of masculinity and male subjectivation in student corporations“

Publikation/Tagesbericht

G.Gerdes/D.Labahn/J.Schwanke/U.Weber: Wissensgeschichte der Geschlechterforschung – Impulse für ein neues Centrum. In: »Bulletin Info« Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, 50 (2015), S. 32-36.


Abstract Promotionsvorhaben

In Deutschland hat sich historisch mit dem „Männerbund“ eine spezifische Form der männlichen Vergemeinschaftung entwickelt. Männerbünde wie Studentenverbindungen oder Militär fungierten traditionell als Sozialisationsagenturen, die Männer hervorbrachten, die zur Befestigung gesellschaftlicher Ordnungsstrukturen in der Lage sein sollten. Die vielfach festgestellte stockende/nur langsam voranschreitende Gleichstellungsentwicklung (vgl. bspw. gender gap report 2016) der Geschlechter erklären einige Wissenschaftlerinnen damit, dass auch heute noch verdeckt männerbündisch strukturiertes Verhalten Frauen aus der gesellschaftlichen Machtsphäre ausschließt (vgl. Kreisky 2009, Doppler 2005, Sauer 2004, Rastetter 1998, Schöler-Macher 1994). In meiner Promotion soll mithilfe fallrekonstruktiver Verfahren den Fragen nachgegangen werden, ob und in welcher Form der Männerbund – bspw. als interaktionsstrukturierende Institution – bzw. männerbündische Strukturen – auch als „Mentalität“, „Geisteshaltung“ oder Deutungsmuster – innerhalb unserer modernen Gesellschaft weiterexistieren und ob das Konzept des Männerbundes als wissenschaftliche Analysekategorie weiterhin haltbar ist oder gegebenenfalls modifiziert werden muss.


Max Lucks | 29.11.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, Institut für Soziologie, 58084 Hagen