Regionalzentrum Karlsruhe

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

Eine Veranstaltungsreihe am Ettlinger Tor

Das Ettlinger Tor in den 1860er Jahren
Das Ettlinger Tor im Karlsruher Stadtzentrum, 1860er Jahre
(Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat Denkmalpflege)

Die Veranstaltungsreihe bietet ein Forum für den Austausch über aktuelle Fragen der Wissenschaft, Politik und Kultur. Im Sinne der den Universitäten eigenen "Third Mission" zielt die Reihe gleichsam auf einen Dialog zwischen Hagener Forschern, in der südwestdeutschen Region verankerten Wissenschaftlern und der bildungsinteressierten Öffentlichkeit vor Ort. Anlässlich des 300. Jahrestages der Karlsruher Stadtgründung 2015 startete die Veranstaltungsreihe mit Fokus auf der Stadtgeschichte. Seit 2016 werden die "Gespräche" unter thematischer Öffnung fortgeführt, wobei neben stadtgeschichtlichen Fragestellungen nun auch andere Themen aus Wissenschaft, Politik und Kultur in historischer Perspektive verhandelt werden.

Alle Veranstaltungen finden im Regionalzentrum Karlsruhe der FernUniversität in Hagen am Ettlinger Tor im Karlsruher Stadtzentrum statt (zur Anfahrtsbeschreibung) und werden von Dr. Werner Daum, Historiker und Leiter des Regionalzentrums, begleitet. Sie sind nicht nur für Studierende, sondern auch für die interessierte Stadtöffentlichkeit zugänglich. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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2018 [Programmflyer/-plakat]

  • Dr. Ernst Otto Bräunche –
    „... sie hatten noch die Frechheit zu weinen ...“ Die Verfolgung der Juden in Karlsruhe 1933 – 1945 [07.11.2018]

    Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, lebten in Karlsruhe 3.119 Juden, die sich nun einer bis dahin – trotz durchaus vorhandener antijüdischer Ressentiments – nur sehr schwer vorstellbaren antisemitischen Terrorpolitik der neuen Machthaber ausgesetzt sahen. Anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 spannt Dr. Ernst Otto Bräunche (Leiter von Stadtarchiv & Historische Museen der Stadt Karlsruhe) in seinem Vortrag den Bogen vom so genannten Judenboykott über die Ausschaltung aus dem öffentlichen Leben und die Zerstörung der Synagogen bis hin zur Deportation nach Gurs in Südfrankreich und der Ermordung in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Prof. Dr. Peter Brandt –
    Die erste deutsche Studentenbewegung – Gründung der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft vor 200 Jahren [17.10.2018]

    Die studentischen Burschenschaften, die sich 1814/15 an den Universitäten der deutschen Staaten konstituierten und im Oktober 1818 zu einem Dachverband zusammenschlossen, waren Ausdruck einer Reformbewegung: Das landsmannschaftliche, von rüden Fecht- und Trinkritualen geprägte Gemeinschaftsleben sollte nach den bürgerlich-sittlichen Maßstäben der Zeit erneuert werden. In seinem Vortrag verdeutlicht Prof. Dr. Peter Brandt (Prof. i.R., ehem. Lehrgebiet Neuere deutsche und europäische Geschichte, FernUniversität in Hagen), wie diese erste deutsche Studentenbewegung zugleich von den sich seit der Französischen Revolution auch rechtsrheinisch ausbreitenden Gedanken persönlicher und politischer Freiheit, staatsbürgerlicher Gleichheit und Verfassungsstaatlichkeit ergriffen war ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Dr. Alexandra Kaiser –
    1968 und die Folgen in Karlsruhe – einige Gedanken, wie man bewegte Zeiten ins Museum bringt [20.06.2018]

    1968 steht als Chiffre für eine Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs und gilt als wichtige Zäsur nicht nur in der deutschen, sondern in der globalen Geschichte. Das Stadtmuseum Karlsruhe untersucht in einer großen Sonderausstellung „Bewegt euch! 1968 und die Folgen“ (Laufzeit 27. April bis 14. Oktober 2018) die Ereignisse um 1968 auf lokalgeschichtlicher Ebene. Im Vortrag der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Alexandra Kaiser (Leiterin des Pfinzgaumuseums, Stellvertr. Leiterin des Stadtmuseums Karlsruhe), stehen weniger die inhaltlichen Ergebnisse als vielmehr methodische Überlegungen zur Konzeption der Sonderausstellung im Mittelpunkt. Auf Fragen nach der Einbeziehung von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen oder der Eignung archivalischer Quellen wird genauso eingegangen wie auf Konzepte zur grafischen Umsetzung und auf grundsätzliche Überlegungen ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Dr. Detlev Fischer –
    Das Ende des Obersten Bundesgerichts im Jahre 1968 – 50 Jahre einheitliche Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes [13.06.2018]

    Nach der ursprünglichen Konzeption des Grundgesetzes war neben der Errichtung des Bundesverfassungsgerichts und der fünf oberen Bundesgerichte ein weiteres Oberstes Bundesgericht vorgesehen. Dieses Gericht sollte die Einheit des Bundesrechts wahren, d. h. Abweichungen (Divergenzen) in der Rechtsprechung der einzelnen Bundesgerichte verbindlich klären. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass derartige Divergenzen nur selten auftreten, wurde am 19. Juni 1968 von der damaligen Großen Koalition im Wege der Verfassungsänderung stattdessen die Bildung eines Gemeinsamen Senats der fünf Bundesgerichte mit Sitz in Karlsruhe beschlossen. Nach 50 Jahren einheitlicher Rechtsprechung der Obersten Bundesgerichte befasst sich der Vortrag von Dr. Detlev Fischer (Richter am Bundesgerichtshof a. D. und Vorsitzender des Vereins Rechtshistorisches Museum e. V. Karlsruhe) mit diesen organisatorischen Änderungen und ihren Auswirkungen, zeigt hierzu Alternativen auf und geht auch auf die Lage der (Bundes-)Justiz um 1968/69 ein ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Prof. Dr. Beatrix Bouvier –
    Karl Marx – Leben, Bild und Wirkung [09.05.2018]

    Karl Marx war und verstand sich als Revolutionär und Politökonom. Doch er war auch Journalist und Universalgelehrter. Das allein sind vielfältige Umschreibungen für sein Denken und Handeln. Doch schon bei Nennung seines Namens haben wir fast stereotyp immer das gleiche Bild vor Augen, das des Mannes mit dem Rauschbart, des Großtheoretikers. Anlässlich des 200. Geburtstages geht der Vortrag von Prof. Dr. Beatrix Bouvier (Historikerin, wissenschaftliche Leiterin der Karl-Marx- Ausstellung 2018 in Trier) u.a. der Frage nach, warum es immer das gleiche Bild ist, das zugleich ein „Bild im Kopf“ ist, und das so unverrückbar zu sein scheint. Welches Bild von Marx entsteht, wenn er aus dem Prokrustesbett gelöst wird, in das ihn das 20. Jahrhundert mit dem Kommunismus an der Macht gesteckt hat? ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Prof. Dr. Jürgen G. Nagel –
    Die Welt des Islam trifft auf die Provinz Europa – Oder was das 19. Jahrhundert heute erzählen kann [14.03.2018]

    Die Welt des Islam, die vom Senegal im Westen bis zu den Molukken im Osten, vom Kosovo im Norden bis zu den Komoren im Süden reichte, erlebte im „langen 19. Jahrhundert“ eine ebenso dynamische wie konfliktreiche Epoche – obwohl diese häufig als Zeitalter der Stagnation und des Niedergangs apostrophiert wird. Der Vortrag von Prof. Dr. Jürgen G. Nagel (Lehrgebiet „Geschichte Europas in der Welt“, Historisches Institut, FernUniversität in Hagen) macht deutlich, dass die Dynamiken, aber auch die Verwerfungen der Epoche in Vielem bis heute nachwirken, wenn auch nicht immer auf den ersten Blick offensichtlich. Die muslimische Auseinandersetzung mit der europäischen Moderne, die zu jener Zeit begann, ist bis heute nicht abgeschlossen ...
    Veranstaltungsankündigung

2017 [Programmflyer/-plakat]

  • Prof. Dr. Konrad Krimm –
    Ein Prinz als „Leuchtsignal der Republik“? Prinz Max von Baden, die Revolution und die Demokratie [15.11.2017]

    Der letzte Kanzler des Kaiserreichs galt in der Pressepolemik nach 1918 als „Totengräber der Monarchie“. Aber war er auch „Leuchtsignal der Republik“? Anlässlich des diesjährigen 150. Geburtstages Max von Badens spürt Prof. Dr. Konrad Krimm (Archivdirektor i.R., Generallandesarchiv Karlsruhe) den Widersprüchen in dessen politischen Denken nach, die Ausdruck der dramatischen Umbrüche seiner Epoche waren ...
    Veranstaltungsbericht
  • Dr. Rainer Schimpf –
    Der südwestdeutsche Weg in den „Deutschen Herbst“. Radikalisierung und politische Gewalt von Lörrach bis Heidelberg [18.10.2017]

    Der 18. Oktober 1977 markiert mit dem Selbstmord der ersten Generation der Roten-Armee-Fraktion (RAF) in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim und der anschließenden Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer durch ein Kommando der Terrorgruppe den dramatischen Höhepunkt des „Deutschen Herbstes“. Anlässlich dessen 40. Jahrestages befasst sich Dr. Rainer Schimpf (Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart) in seinem Vortrag mit den südwestdeutschen Bezügen einer der schwersten Krisen der deutschen Nachkriegsdemokratie, indem er einigen biografischen Wegen vor allem in Baden und somit auch in Karlsruhe nachgeht ...
    Veranstaltungsbericht
  • Prof. Dr. Heike Knortz –
    Italienische „Gastarbeiter“, Europa und der Südwesten. Aspekte früher europäischer Integration aus der Perspektive Baden-Württembergs [21.06.2017]

    Das Agieren des Landes Baden-Württemberg, dessen Landwirte in den frühen 1950er-Jahren als erste Arbeitskräftemangel beklagten und auf ein Anwerbeabkommen mit Italien drängten, dessen Industrievertreter unter den veränderten gesamtwirtschaftlichen Bedingungen der 1970er-Jahre dann aber eine „Rotation“ der ausländischen Arbeitskräfte forderten, ist der historischen Migrationsforschung ein Beispiel für eine inhumane, an rein ökonomischen Gesichtspunkten ausgerichtete Arbeitsmarktpolitik. Im Rahmen der Heimattage Karlsruhe 2017 revidiert Prof. Dr. Heike Knortz (Pädagogische Hochschule Karlsruhe) diese Sichtweise, um anhand ihrer Archivforschungen vor allem die bisher vernachlässigte außenpolitische Dimension der deutsch-italienischen Anwerbevereinbarung, den Zusammenhang von früher italienischer Arbeitsmigration und europäischer Integration zu verdeutlichen ...
    Veranstaltungsbericht
  • Anja Munder –
    Flucht nach Deutschland – Psychologische Perspektiven auf die aktuelle Flüchtlingsdebatte [17.05.2017]

    Laut Einschätzung von Amnesty International hat es seit Ende des Zweiten Weltkrieges keine so große Anzahl von Menschen gegeben, die sich auf der Flucht vor Krieg, Terror und Konflikten befinden. Der politische und gesellschaftliche Umgang mit dieser „Flüchtlingskrise“ ist nach wie vor ein Dauerthema in der europäischen Öffentlichkeit. Im Rahmen der Heimattage Karlsruhe 2017 bietet Anja Munder (Institut für Psychologie, FernUniversität in Hagen) in ihrem Vortrag einen Überblick über Theorien und aktuelle Forschungsbefunde zu den Themen Integration, Bedrohungsgefühle, Vorurteile und Diskriminierung ...
    Veranstaltungsbericht
  • Prof. Dr. Ewald Grothe –
    „die unselige politik verleidet einem jetzt alle tage“. Die Brüder Grimm und ihre Zeit [05.04.2017]

    Im heutigen öffentlichen Bewusstsein werden die Brüder Grimm vor allem mit ihren berühmten „Kinder- und Hausmärchen“ in Verbindung gebracht. In seinem Vortrag betont Prof. Dr. Ewald Grothe (Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Gummersbach) die politische Wirksamkeit von Jacob und Wilhelm Grimm und damit eine eher unbekannte Seite der „Märchenbrüder”, die also keineswegs als versponnen, unpolitisch oder gar professoral weltfremd gelten dürfen ...
    Veranstaltungsbericht
  • Brigitte und Gerhard Brändle –
    Karlsruhe/Baden - Gernika/Spanien 1937 – 2017: Erinnerungen [15.02.2017]

    Im Sommer 1936 putschen in Spanien Militärs unter General Franco gegen die demokratisch gewählte Volksfront-Regierung. Unterstützt werden die Putschisten von Hitler-Deutschland mit den Söldnern der „Legion Condor“ und Truppen des faschistischen Italien. Am 26. April 1937 bombardieren Kampfflugzeuge der „Legion Condor“ die baskische Stadt Gernika. Neben den rund 120 Antifaschisten aus Baden (19 aus Karlsruhe und Umgebung), die der bedrohten Republik zu Hilfe eilten, stellt der Vortrag von Brigitte und Gerhard Brändle (Regionalhistoriker, Pforzheim) anlässlich des diesjährigen 80. Jahrestags von Gernika neuere Forschungsergebnisse zu der bisher vernachlässigten militärischen und personellen Unterstützung vor, die hingegen auch die spanischen Putschisten aus Karlsruhe bzw. Baden erhielten ...
    Veranstaltungsbericht

2016 [Programmflyer/-plakat]

  • Dr. Ernst Otto Bräunche –
    Von der Demokratie zur Diktatur. Karlsruhe 1930-1939 [16.11.2016]

    Karlsruhe stand als badische Landeshauptstadt in der Endphase der Weimarer Republik im Fokus des nationalsozialistischen Kampfes gegen die Demokratie. Der Vortrag Dr. Ernst Otto Bräunches (Stadtarchiv & Historische Museen der Stadt Karlsruhe) skizziert den Aufstieg der NSDAP und deren rasche Erfolge bei der Beseitigung der demokratischen Strukturen durch Rechtsbrüche, Terror und Mord ...
    Veranstaltungsbericht
  • Dr. Bernd Braun –
    Der Fall Brüsewitz. Wie ein Mord in Karlsruhe 1896 das Kaiserreich erschütterte [12.10.2016]

    In der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 1896 erstach der in Karlsruhe stationierte Premierleutnant Henning von Brüsewitz in der Gaststätte Tannhäuser aus nichtigem Anlass den Arbeiter Theodor Siepmann. Der Vortrag Dr. Bernd Brauns (Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Heidelberg) zeichnet nicht nur den eigentlichen Mordfall und die Biographien von Täter und Opfer nach, sondern beschäftigt sich außerdem mit dem breit gestreuten Medienecho und der politischen Kontroverse ...
    Veranstaltungsbericht
  • Prof. Dr. Norbert Franz –
    Europa zwischen Krieg und Integration. Wege der Kriegsvermeidung im Europa des 20. und 21. Jahrhunderts [13.07.2016]

    Bei der Berichterstattung über die Krise in der Ost-Ukraine wurde immer wieder die Gefahr eines neuen „Kalten Krieges“ oder gar einer kriegerischen Auseinandersetzung der Großmächte thematisiert. In seinem Vortrag rückt Prof. Dr. Norbert Franz (Universitäten Trier und Luxembourg, Neuere und Neueste Geschichte) Fragen nach den wichtigsten Ursachen von Kriegen sowie nach historischen Erfahrungen mit der Wahrung des innerstaatlichen Friedens und der Vermeidung kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen den Staaten ins Zentrum ...
    Veranstaltungsberichte
  • Prof. Dr. Ewald Grothe –
    „Stoßtrupp“ gegen den Liberalismus. Der Briefwechsel zwischen den NS-„Kronjuristen“ Carl Schmitt und Ernst Rudolf Huber 1926-1981 [15.06.2016]

    In seinem Vortrag geht Prof. Dr. Ewald Grothe (Archiv des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Gummersbach) dem Verhältnis zwischen Carl Schmitt (1888–1985) und seinem Schüler Ernst Rudolf Huber (1903–1990) nach, die zu den bedeutendsten deutschen Juristen des 20. Jahrhunderts zählen. Die Korrespondenz von rund 220 Briefen und Postkarten aus den Jahren 1926 bis 1981 sowie die autobiographischen Skizzen, Rezensionen und Stellungnahmen Hubers ermöglichen wichtige Erkenntnisse ...
    Veranstaltungsberichte
  • Heike Herzog –
    Historische Einführung und Dokumentarfilm (OmU) von Eric Esser: Non ci è stato regalato niente/Geschenkt wurde uns nichts. Frauen im italienischen Widerstand [20.04.2016]

    Dem Film geht eine historische Einführung in das Thema von Heike Herzog (Historikerin, Fachportal www.resistenza.de) voraus: Am 8. September 1943 verkündete General Eisenhower den Waffenstillstand mit Italien. Am 8. September begannen deutsche Truppen mit der systematischen Besetzung des bis dato Verbündeten. „Mit dem 8. September kam der Krieg in unsere Dörfer, in jedes einzelne Haus.“ Mit diesen Worten erinnert sich die Partisanin Annita Malavasi ...
    Veranstaltungsberichte
  • Dr. Eva Ochs und Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach –
    Bürgerlichkeit im 19. Jahrhundert. Eine filmische Zeitreise [17.02.2016]

    Der historische Dokumentarfilm von Dr. Eva Ochs (FernUniversität, Historisches Institut) und Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach (FernUniversität, Zentrum für Medien und IT) gibt Einblicke in bürgerliche Lebensformen des 19. Jahrhunderts und beleuchtet den zentralen bürgerlichen Wertekanon, der stark von Bildungseifer, Arbeitsethos und Familienorientierung geprägt ist und weit bis in die heutige Zeit nachwirkt ...
    Veranstaltungsberichte

2014/15 [Programmflyer/-plakat]

  • Prof. Dr. Konrad Dussel –
    Von großer Vielfalt zur gelenkten Monotonie. Karlsruher Zeitungswesen 1918 bis 1945 [14.10.2015]

    Die Weimarer Republik war die Blütezeit der Tageszeitungen. Fernsehen gab es noch nicht und Kino und Rundfunk bildeten keine ernsthafte Konkurrenz. Prof. Dr. Konrad Dussel (Universität Mannheim, Historisches Institut) veranschaulichte in seinem Vortrag die unübertroffene Vielfalt der damaligen Presselandschaft am Beispiel eines Karlsruher Zeitungskiosks der späten Weimarer Republik. In der Tat erschienen in Karlsruhe gleichzeitig bis zu zehn verschiedene Tageszeitungen ...
    Veranstaltungsberichte
  • Dr. Martin Furtwängler –
    Repräsentation zur Zeit der Republik: die Besuche der Reichspräsidenten Ebert und Hindenburg in der badischen Landeshauptstadt Karlsruhe 1919 und 1925 [16.09.2015]

    Ausgehend von den Besuchen der beiden Staatspräsidenten der Weimarer Republik, Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg, in Karlsruhe thematisierte Dr. Martin Furtwängler (Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg) die Ausgestaltung der staatlichen Repräsentationskultur zu Beginn und um die Mitte der jungen deutschen Demokratie. Bis 1918 war Karlsruhe die Residenz der badischen Großherzöge gewesen: Staatsempfänge, fürstliche Feiern und höfische Feste ...
    Veranstaltungsberichte
  • Dr. Klaus Nippert –
    Carl Weltzien (1813-1870): Über sein Wirken als Pionier der Chemie an der Polytechnischen Schule Karlsruhe und sein Leben in der Stadt [15.07.2015]

    Mit Carl Weltzien thematisierte Dr. Klaus Nippert (KIT, Universitätsarchiv) in seinem Vortrag den großen Unbekannten in der frühen Geschichte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Bislang wusste man über ihn wenig mehr, als dass der Professor der Chemie in Karlsruhe an der Polytechnischen Schule ein Laboratorium aufbaute und 1860 den ersten Internationalen Chemiker-Kongress organisierte ...
    Veranstaltungsberichte
  • Prof. Dr. Peter Brandt –
    Zwischen Monarchie und Republik. Karlsruhe im Kontext der badischen Revolution von 1918/19 [17.06.2015]

    Prof. Dr. Peter Brandt (FernUniversität, Institut für Europäische Verfassungswissenschaften) behandelte in seinem Vortrag die Revolution von 1918/19 im Kontext der gesamtdeutschen Revolutionsereignisse. Die deutschen Umwälzungen von 1918/19 bildeten nicht nur den Zusammenbruch eines militärisch geschlagenen Regimes, sondern eine wirkliche Revolution. Auf den ersten Blick scheint Baden mit seiner Hauptstadt Karlsruhe ...
    Veranstaltungsberichte
  • Dr. Detlev Fischer –
    Vom Privilegienbrief zur Residenz des Rechts: Einblicke in 300 Jahre Karlsruher Rechtsgeschichte [20.05.2015]

    Der Vortrag Dr. Detlev Fischers (BGH, Rechtshistorisches Museum e. V. Karlsruhe) befasste sich im Rahmen einer Bilddokumentation mit den unterschiedlichen Etappen der Rechtsentwicklung in der einstigen badischen Residenz- und Landeshauptstadt von der Stadtgründung bis zur heutigen Zeit. Beginnend mit den Privilegienbriefen des Stadtgründers Markgraf Karl Wilhelm ...
    Veranstaltungsberichte
  • Prof. Dr. Peter Brandt im Gespräch mit Dr. Bernd Braun –
    "Mit anderen Augen. Versuch über den Politiker und Privatmann Willy Brandt" [26.11.2014]

    In seinem Buch macht Willy Brandts ältester Sohn die unterschiedlichen Facetten seines Vaters als Privatmann und als Politiker verständlich. Dabei kombiniert Peter Brandt die familieninterne Sicht mit dem analytischen Blick des Historikers. Sein Essay beschreibt somit das liebevolle, aber nicht ganz einfache Verhältnis zweier „sperriger Menschen“; er lädt dazu ein, die Person und Persönlichkeit Willy Brandts „mit anderen Augen“ zu betrachten ...
    Veranstaltungsberichte und Video

Wichtige Infos
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