Regionalzentrum Karlsruhe

Veranstaltung

„Stoßtrupp“ gegen den Liberalismus. Der Briefwechsel zwischen den NS-„Kronjuristen“ Carl Schmitt und Ernst Rudolf Huber 1926-1981

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

Termin(e) Uhrzeit Leitung Ort/Raum
Mi, 15.06.2016 18:00 Prof. Dr. Ewald Grothe Seminarraum BASEL

Ein Vortrag von Prof. Dr. Ewald Grothe

Carl Schmitt (1888–1985) und sein Schüler Ernst Rudolf Huber (1903–1990) zählen zu den bedeutendsten deutschen Juristen des 20. Jahrhunderts. Die Korrespondenz von rund 220 Briefen und Postkarten aus den Jahren 1926 bis 1981 sowie die autobiographischen Skizzen, Rezensionen und Stellungnahmen Hubers ermöglichen wichtige Erkenntnisse sowohl zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte als auch zur allgemeinen deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Es handelt sich um einen schriftlichen Austausch mit politischer Brisanz und intellektuellem Anspruch. Die Korrespondenz gibt einen intensiven Einblick in das NS-Engagement der Briefpartner und die spätere Reflexion des eigenen Verhaltens unter den Bedingungen der Diktatur. Der Briefwechsel ist von den beteiligten Korrespondenzpartnern und von seiner inhaltlichen Relevanz her eine zentrale Quelle zur Intellektuellengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Ewald Grothe, geb. 1961, ist seit 2009 außerplanmäßiger Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal und seit 2011 Leiter des Archivs des Liberalismus der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (Gummersbach). Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Verfassungsgeschichte, der Wissenschaftsgeschichte, der politischen Ideengeschichte und der Brüder Grimm.

Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.

Gespräche am Tor: Gesamtprogramm

Wichtige Infos
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