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Hagener Mentoringprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Was ist Mentoring?

Mentoring bezeichnet in der Regel ein informelles Betreuungsprogramm in dem Nachwuchswissenschaftlerinnen von erfahreneren Wissenschaftlern/-innen als Mentoren/-innen begleitet werden. Mentoring für weibliche Nachwuchswissenschaftlerinnen hat sich in den vergangenen 15 Jahren als ein wichtiges Instrument der Gleichstellungsförderung im Wissenschaftssystem etabliert. Wie Studien belegen ist das Instrument sehr erfolgreich darin, Frauen den Einstieg in eine Karriere in der Wissenschaft zu erleichtern. Viele deutsche Universitäten haben bereits langjährig erfolgreiche Mentoringprogramme für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs etabliert. Die FernUniversität richtet, gefördert im Rahmen des Professorinnenprogramms II von Bund und Ländern ein Mentoringprogramms für Postdoktorandinnen und fortgeschrittene Doktorandinnen ein. Das Pilotprojekt mit einer Laufzeit von drei Jahren startet im Mai 2017 in die erste Runde.


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Unser Konzept

Das Mentoring-Programm der FernUniversität folgt einem Drei-Säulen-Konzept:

  1. One-to-One-Mentoring
  2. Kollegiale Betreuung
  3. Themen-Coaching

Diese Säulen sind eingebettet in das umfangreiche Qualifizierungsprogramm für Nachwuchswissenschaftler/-innen, das an der FernUniversität bereits zur Verfügung steht. Durchgeführt und begleitet wird das Programm durch die Netzwerke für den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs, die Netzwerke „Promovendinnen“ und „Habilitandinnen“.

Für wen?
Das Programm beinhaltet eine Programmlinie für Postdoktorandinnen, die über 18 Monate läuft und erstmals im August 2017 startet und eine Linie für fortgeschrittene Doktorandinnen, die 12 Monate läuft und erstmals im Januar 2018 startet.

Mentoren und Mentorinnen
Die Zuweisung der Mentoren/-innen erfolgt auf Vorschlag der Bewerberinnen selbst. Mentoren/-innen können generell überregional (oder in begründeten Einzelfällen sogar international) aber auch hier vor Ort an der FernUniversität angesprochen werden. Wichtig bzgl. der Mentoren/-innen ist, dass eine gewisse fachliche Nähe bei gleichzeitiger Unabhängigkeit in Bezug auf das Qualifikationsvorhaben und das Arbeitsverhältnis gegeben ist und dass der/die Mentor/in im Bezug auf die Karriere bereits arrivierter sein sollte (Bspw. Professor/in betreut Post-Doc). Die Erstansprache der Mentoren/-innen erfolgt durch die Koordinatorinnen, im Vorfeld der Benennung der Vorschläge muss eine verpflichtende Beratung in Anspruch genommen werden.

Ablauf und Programm
Die kollegiale Betreuung ist eine Variante des Peer-Mentorings. In Gruppen von 6-10 Teilnehmerinnen, beraten sich die Nachwuchswissenschaftlerinnen gegenseitig zu Fällen, die im Rahmen ihrer Arbeit in Forschung und Lehre aufgetreten sind. Die Postdoktorandinnen betreuen sich dabei selbstständig nach einer fachgerechten Einführung in die Methode der Peer-Beratung, während den Doktorandinnen eine Supervisorin an die Seite gestellt wird, die die Austauschtreffen moderiert.

Diese Beratung in den Eins-zu-Eins-Mentoring-Beziehungen und den Beratungsgruppen wird ergänzt durch professionelle Coachings zu ausgewählten zielgruppen-spezifischen Themen, die 4-6 Mal im Jahr für die Teilnehmerinnen des Programms angeboten werden. Jede Teilnehmerin sollte an 2 Coachings pro Jahr teilnehmen. Zudem findet für jeden Jahrgang ein Eröffnungs- und ein Abschlussworkshop statt, die verpflichtend zu besuchen sind.

Das Programm startet mit dem ersten Durchgang Postdoktorandinnen im August 2017 – die Bewerbung ist jetzt möglich. Bewerbungsschluss ist der 02.06.2017.



Wie kann ich mich bewerben?

Die Plätze in beiden Linien werden jeweils wettbewerblich ausgeschrieben. Die Auswahl erfolgt basierend auf den eingereichten Unterlagen (Profilbogen, Lebenslauf, Exposé).

Wenn Sie eine Bewerbung erwägen, vereinbaren Sie bitte vorab ein Beratungsgespräch mit den Programmkoordinatorinnen Christine Charon und Hannah Schürenberg-Frosch, um insb. die Suche nach einem/r passenden Mentor/in zu erleichtern. Das Beratungsgespräch ist verpflichtend für die Aufnahme in das Programm.

Sie können in das Programm aufgenommen werden wenn Sie entweder Postdoktorandin oder Doktorandin mit mindestens 1,5 Jahren bereits absolvierter Promotionsdauer sind. Zudem müssen Sie absehbar noch für die gesamte Programmlaufzeit von 18 bzw. 12 Monaten an der FernUniversität sein, d.h. Ihr geplanter Abschluss der Promotion oder Habilitation sollte nicht innerhalb dieser Laufzeit sein. Wichtig ist, dass das Mentoring Sie auf eine Karriere in der Wissenschaft vorbereiten möchte, d.h. Sie sollten eine Karriere innerhalb der Wissenschaft – also an einer Universität, Fachhochschule oder einer außeruniversitären Forschungseinrichtung - planen. Dies sollte aus Ihren Bewerbungsunterlagen hervorgehen.

Zur Bewerbung für Postdoktorandinnen müssen Sie folgende Dokumente einreichen:

  • Anschreiben mit Darlegung Ihrer Motivation zur Programmteilnahme
  • Ausgefüllter Profilbogen (pdf)
  • Exposé Ihres aktuellen Forschungsvorhabens und Planung evtl. Folgeprojekte (3 Seiten inkl. Literaturverzeichnis)
  • Publikationsverzeichnis
  • Abschlusszeugnis Ihres Hochschulabschluss (Diplom/Master und Bachelor)
  • Promotionsurkunde oder Nachweis über Einreichung der Dissertationsschrift und Terminierung der Disputation
  • Lebenslauf

Senden Sie Ihre Bewerbung bitte postalisch an:

FernUniversität in Hagen
Service Wissenschaftlicher Nachwuchs
z.Hd. Dr. Hannah Schürenberg-Frosch
58084 Hagen
Und zusätzlich elektronisch an:

swn@fernuni-hagen.de


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie gehe ich vor, um Vorschläge für geeignete Mentoren/innen zu machen?

Sie sollten sich anhand der entsprechenden Fragen im Profilbogen zunächst Gedanken über Ihre Anforderungen an eine/n geeignete/n Mentor/in machen. Im Anschluss hieran sollten Sie zunächst überlegen, ob Sie im Laufe Ihrer bisherigen akademischen Tätigkeit schon geeigneten Personen begegnet sind, z.B. auf Konferenzen oder Workshops oder durch Forschungskooperationen oder sich mit Kollegen/innen über passende Personen austauschen. Sie können dann eine Recherche an den nächstgelegenen Universitäten/Fachhochschulen/Forschungseinrichtungen oder in der Region Ihrer Wahl beginnen und dort jeweils die Vertreter/innen des jeweils für Sie passenden Forschungsgebietes durchgehen. Dabei sollten Sie nicht fachlich zu eng suchen - Sie suchen nicht in erster Linie eine fachliche Betreuung Ihrer Arbeit sondern jemand, der gut in die für Sie relevante wissenschaftliche Community eingebunden ist. Wenn Sie eine solche erste Recherche abgeschlossen haben und vielleicht schon ein paar Ideen haben, vereinbaren Sie bitte ein Beratungsgespräch und wir überlegen mit Ihnen gemeinsam, ob es noch weitere Optionen gibt, wie Ihre Prioritäten sind und ob wir Ihnen noch Tipps geben können.

Was sind die Auswahlkriterien?

Grundsätzlich bemühen wir uns, jede Bewerberin, die die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt und eine formal vollständige Bewerbung fristgerecht eingereicht hat aufzunehmen. Diese Voraussetzungen sind:

  • Zugehörigkeit zur FernUniversität
  • Weiterer Verbleib an der FernUniversität für mindestens den gesamten Programmdurchgang
  • Angestrebte wissenschaftliche Karriere

Sollte eine Auswahl notwendig werden, wird nach der Qualität der Bewerbungsunterlagen entschieden, hierzu wird ggf. ein/e fachlich geeignete/r Gutachter/in hinzugezogen. Im Zweifel (bei gleicher Qualität zweier Bewerberinnen) erhält diejenige einen Platz, die im kommenden Durchgang keine Möglichkeit zur neuerlichen Bewerbung hätte. Sollte auch hier Gleichstand herrschen, entscheidet das Los.

Entstehen mir Kosten?

Da wir das Pilotprojekt im Rahmen des Professorinnenprogramms II von Bund und Ländern finanzieren konnten, erheben wir derzeit keine Teilnahmegebühren. Kosten entstehen Ihnen lediglich für die Anreise zu Ihrem/Ihrer Mentor/in. Diese Reisekosten kann die FernUniversität leider nicht übernehmen.

Ich bin zwar Postdoktorandin, habilitiere aber nicht, darf ich am Programm teilnehmen?

Entscheidend für uns (und den Fördergeber) ist, dass Sie eine Karriere in der Wissenschaft anstreben. Dies müssen Sie glaubhaft in Ihrer Bewerbung dokumentieren. Ob Sie dies klassisch auf dem Weg der Habilitation, oder auf dem Wege einer Juniorprofessur oder auch außerhalb der Hochschule in einer Forschungseinrichtung planen, ist dabei nicht relevant. Sie sollten Ihren geplanten Weg jedoch bei den Mentoren/innen-Vorschlägen berücksichtigen und sich solche Personen aussuchen, die einen ähnlichen Weg beschritten haben oder derzeit beschreiten.

Ich promoviere/habilitiere an der FernUniversität, habe aber keinen Arbeitsvertrag. Darf ich mich bewerben?

Ja. Sie müssen nachweisen, dass Sie der FernUniversität zugehörig sind. Dies kann genauso über Ihr Qualifikationsvorhaben oder ein Drittmittelprojekt, wie über eine Haushaltsstelle sein. Wichtig ist nur, dass Sie dokumentieren können, dass Sie aktiv forschend tätig sind und eine Karriere in der Wissenschaft anstreben.

Wie groß ist der Zeitaufwand, der für mich mit der Teilnahme am Programm verbunden ist?

Grundsätzlich sollten Sie folgende Zeitbedarfe einplanen:

  • Rahmenprogramm (Auftakt- und Abschlussworkshop): 1,5 Tage
  • etwa 4-6 Treffen mit dem/der Mentor/in a ca. 2 Std plus Anreise: 1-2 Tage
  • 2 Themen-Coachings/Workshops von je 1,5 Tagen: 3 Tage
  • etwa alle 6-8 Wochen Teilnahme an einer kollegialen Beratungsgruppe a 3 Std.: 2 Tage (allerdings frei terminierbar und oft in den Abendstunden gelegen)

Sie steuern den Zeitbedarf durch die Auswahl Ihres/Ihrer Mentor/in und durch die selbst zu organisierende Zeitplanung Ihrer kollegialen Beratungsgruppen ein Stück weit selbst. Insgesamt sollten Sie aber mit ca. 8 Arbeitstagen Zeitaufwand innerhalb des Programmdurchgangs rechnen.

Was wenn ich keinen Platz erhalte? Kann ich mich nochmal bewerben?

Ja. Sie haben, sofern Sie im nächsten Jahr noch an der FernUniversität sind, wiederum die Chance sich zu bewerben. Gern erörtern wir auch im Beratungsgespräch mit Ihnen, wie Sie die Erfolgschancen einer Folgebewerbung erhöhen.

Kontakt und Beratung:

Service Wissenschaftlicher Nachwuchs
Christine Charon und Dr. Hannah Schürenberg-Frosch
Tel. +49 2331 987 - 1343/-4661
swn@fernuni-hagen.de
SWN-Team | 23.05.2017
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de