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Promotion & Habilitation

Promotion

Promotion 400

Eine Promotion bietet die Möglichkeit einer weiteren fachlichen Vertiefung eines Themas über den Bachelor- und Masterabschluss hinaus. Sie werden Fachfrau oder Fachmann in einem wissenschaftlichen Feld und erwerben gleichzeitig den akademischen Grad des Doktors bzw. der Doktorin. Die FernUniversität bietet ein attraktives Umfeld für die Promotion, sei es verbunden mit einer Tätigkeit in der akademischen Lehre und Forschung (interne Promotion) oder auch nebenberuflich (externe Promotion). Die Integration von internationalen Erfahrungen in die Promotionsphase wird von der FernUniversität unterstützt und gefördert.

Alle Fakultäten der FernUniversität bieten die Möglichkeit sowohl zur internen als auch zur externen Promotion. Eine externe Promotion an der FernUniversität unterscheidet sich nicht von der externen Promotion an einer Präsenzuniversität. Für die Promotion bietet die FernUniversität in Hagen kein Studienprogramm an. Promovierende führen wie an Präsenzuniversitäten ein Forschungsvorhaben selbständig durch und schreiben eine Dissertation, die Doktorarbeit. In aller Regel forschen Doktoranden in enger Abstimmung mit einem unserer Hochschullehrer. Die Verantwortung für die Durchführung der Promotionsverfahren liegt bei den einzelnen Fakultäten. Informationen zu den fachspezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen erhalten Sie direkt dort.

Der Service Wissenschaftlicher Nachwuchs steht Ihnen darüber hinaus bei überfachlichen Fragen zu Rahmenbedingungen, Promotionsplanung und –finanzierung zur Verfügung. Die FernUniversität fördert die Forschung (Forschungsservice) und die Internationalisierung insbesondere im Rahmen Ihrer wissenschaftlichen Qualifikationsphase.



FAQ

Wie erhalte ich ein Promotionsthema? Werden Promotionsthemen ausgeschrieben?

Das Prozedere zur Vergabe von Promotionsthemen unterscheidet sich über die Fakultäten. Ein Promotionsthema muss derart gestaltet sein, dass es einen wissenschaftlichen Mehrwert bietet und adäquat umfangreich ist, dass es in einer wissenschaftlichen Arbeit zu behandeln ist. Zu Beginn der Promotion wird in der Regel ein Exposé ausgearbeitet, welches dann mit der/dem Doktormutter/-vater abgestimmt wird. Genauere Vorgaben zu Exposé und Themenwahl sollten Sie direkt mit Ihrem/r gewünschten Betreuer/in besprechen.

Wie erhalte ich eine/n Betreuer/in, eine/n Doktorvater/-mutter?

Sie sollten zunächst ein Themengebiet wählen, in dem Sie gern Ihre Promotion absolvieren möchten, dann sollten Sie selbständig mögliche Betreuer/-innen, die in diesem Themengebiet forschen kontaktieren und nach Möglichkeiten zur Promotion fragen. Es empfiehlt sich ein Erstkontakt per E-Mail mit Angabe des Themas, Übersendung einer ersten groben Themenskizze und Ihres Lebenslaufes. Falls Sie sich auf eine Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in bewerben, oder diese bereits angetreten haben, wird in der Regel der/die jeweilige Professor/-in auch die Betreuung Ihrer Promotion übernehmen.

Was kostet eine Promotion?

Direkte Kosten für die Promotion entstehen Ihnen nur, falls in Absprache mit Ihrem/r Betreuer/in Kurse belegt werden müssen, oder Ihre Promotionsordnung dies vorsieht. Je nach Forschungsthema haben Sie allerdings Kosten, die direkt mit Ihrer Forschung verbunden sind, wie etwa für Geräte, Experimente oder Daten. Zudem ist eine Promotion natürlich arbeitsintensiv. Daher wird eine Promotion in der Regel entweder eingebunden in einen Lehrstuhl oder ein Forschungsprojekt an der Universität (interne Promotion), im Rahmen eines geförderten Stipendienprogrammes oder in enger Kooperation mit einem externen Arbeitgeber (externe Promotion) durchgeführt, so dass es ermöglicht wird, ganz oder teilweise von anderer Arbeit befreit zu sein und Kosten für das Forschungsprojekt ganz oder teilweise übernommen werden können.

Wie lange dauert eine Promotion?

Die Dauer einer Promotion ist fach- und personenspezifisch stark unterschiedlich. Generell muss eine Dauer von mindestens drei Jahren eingeplant werden, eine Obergrenze ist faktisch nicht gegeben. Die durchschnittliche Promotionsdauer lag nach einer Befragung der HIS 2012 bei 4,5 Jahren, je nach Fachgebiet bei bis zu 5 Jahren. Eine Beschäftigung als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in mit befristetem Vertrag im Rahmen einer Qualifikation ist nach Wissenschaftszeitvertragsgesetz auf maximal sechs Jahre beschränkt, dies bedeutet aber nicht, dass auch die Promotionsdauer beschränkt wäre.

Muss ich zum promovieren an der Universität vor Ort sein?

Grundsätzlich ist die Promotion selbst eine eigenständige Arbeit und muss nicht ortsgebunden durchgeführt werden. Im Falle einer Beschäftigung als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in wird die Promotion in der Regel vor Ort absolviert. Auch bei Finanzierung der Promotion durch ein Stipendium kann eine enge Anbindung an den jeweiligen Lehrstuhl sinnvoll sein. Im Rahmen von Forschungsprojekten kann die örtliche Anbindung über die Zeit der Promotion durchaus auch wechselnd ausgestaltet sein. Externe Promovierende sind oft in einem Unternehmen eingebunden, auch hier empfiehlt sich allerdings ein regelmäßiger persönlicher Austausch mit dem Doktorvater/der Doktormutter und Kolleg/-innen, die in verwandten Gebieten vor Ort tätig sind.



Rechte & Pflichten

Der rechtliche Rahmen für die Promotion ist in der Promotionsordnung festgelegt, die Sie bei der jeweiligen Fakultät erhalten. Hierin ist bspw. geregelt, welche Abschlüsse zur Promotion im jeweiligen Gebiet berechtigen, welche Leistung für eine erfolgreiche Promotion zu erbringen ist und wie diese bewertet wird.

Wenn ein/e Professor/-in die Betreuung Ihres Promotionsthemas zugesagt hat, sollten Sie einen Antrag auf Zulassung zur Promotion beim jeweilig zuständigen Promotionsausschuss stellen. Nach der Zulassung zur Promotion sollten Sie sich zeitnah als Promotionsstudierende/-r einschreiben.

Wenn Sie darüber hinaus eine Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in haben, gelten für Sie – in aller Regel – die Bestimmungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes.

Weiterführende Links:

Strukturierte Promotion

​​Im Gegensatz zur Studienphase ist die Promotion in der Regel wenig formalisiert, bietet viel Freiraum für individuelle Schwerpunktsetzung aber auch viele Gelegenheiten, sich in Details zu verlieren. Hier bieten strukturierte Promotionsprogramme einen Rahmen, an dem sich Promovend/-innen orientieren können. An der FernUniversität haben sich drei strukturierte Promotionsprogramme gegründet, die von den jeweiligen Fakultäten oder Instituten getragen und organisiert werden.

Die Promotionsprogramme EDELNet und FILORED tragen insbesondere auch der Tatsache Rechnung, dass Erfahrung in der internationalen scientific community eine wichtige Komponente für eine erfolgreiche Karriere in der Wissenschaft darstellt und haben einen expliziten internationalen Bezug.

Mehr Informationen erhalten Sie auf den Seiten der jeweiligen Programme:

Externe Netzwerke

Während sich im Beruf über den Kolleg/-innenkreis oft schnell ein eigenes Netzwerk ausbildet, ist man in der Phase der Promotion zunächst auf sich allein gestellt. Hier bieten fachliche und überfachliche Netzwerke einen Rahmen für einen fachlichen und überfachlichen Austausch und gemeinsames Lernen. In landes-, bundes- und sogar europaweiten Netzwerken werden die Anliegen und Interessen von Promovierenden gebündelt, ausgetauscht und vertreten. Ein gutes und stabiles berufliches Netzwerk ist eine wichtige Säule für eine erfolgreiche akademische Karriere und ermöglicht den Zugang zu Informationen und Kontakten, die von zentraler Bedeutung für das eigene Fortkommen sein können. Kooperative Forschung ist heute mehr denn je der Standard und sollte bereits so früh wie möglich begonnen werden.

Weiterführende Links:

Inklusion

PROMI - Promotion inklusive

PROMI steht für „Promotion inklusive“. Die FernUniversität ist Projektpartner des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Projektes, das qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern ein Promovieren mit Behinderung ermöglichen soll.

Die Leitung des Projektes liegt bei der Universität zu Köln. Kooperationspartner sind der Arbeitgeberservice Schwerbehinderte Akademiker der ZAV der Bundesagentur für Arbeit und der Unternehmensforum, das sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung engagiert. Die Stellenbesetzung wird von der ZAV koordiniert.

Bei den Promotionsstellen handelt es sich um dreijährige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse im Umfang einer halben TV-L 13 Stelle, die zu 30 Prozent von der jeweiligen Universität und zu 70 Prozent von den Integrationsämtern, Arbeitsagenturen/ Jobcentern und vom BMAS finanziert werden. Die Promovierenden sind somit finanziell abgesichert und haben ein Rechtsanspruch auf notwendige berufliche Reha-Leistungen. In besonderen Fällen bietet die FernUniversität in Hagen ihren Promovendinnen und Promovenden ggf. eine befristete Anschlussfinanzierung an.

Im Rahmen des Projektes finden zudem regelmäßige interdisziplinäre Netzwerktreffen statt, bei denen die Promovierenden aus ganz Deutschland zusammenkommen und sich über Vorträge, Workshops, etc. weiterqualifizieren sowie sich untereinander und mit potentiellen Arbeitgebern vernetzen. An der FernUniversität können die Promovierenden zusätzlich an einer Vielzahl von internen Qualifizierungsmaßnahmen und Angeboten teilnehmen.

Informationen zum Projekt und dem Bewerbungsverfahren erhalten Sie unter: http://promi.uni-koeln.de
Derzeit ist keine Bewerbung möglich.

Für Fragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Jana Husmann
Tel.: +49 (0) 2331 987 2434
E-Mail: jana.husmann@fernuni-hagen.de
Dez. 1.2 Forschung und Internationale Angelegenheiten
FernUniversität in Hagen




Habilitation

Vorlesung

Während im Rahmen der Promotion eine weitere fachlich-wissenschaftliche Qualifikation erworben wird, wird mit der Habilitation die Befähigung geprüft, das eigene Fach vollumfänglich in Forschung und Lehre zu vertreten. Auf die Habilitation folgt die Erteilung der venia legendi, das heißt die Zuerkennung der Lehrberechtigung im jeweiligen Fach. Mit Erlangen der venia legendi ist somit die akademische Qualifizierungsphase abgeschlossen.

Alle Fakultäten der FernUniversität bieten die Möglichkeit zur Habilitation gemäß Maßgabe der Habilitationsordnungen. Fachspezifische Informationen zur Habilitation erhalten Sie direkt von den Fakultäten:

Die FernUniversität fördert die Habilitation von Nachwuchswissenschaftler/-innen im Rahmen der Forschungsförderung unter anderem durch Maßnahmen im Rahmen des internen Forschungsförderprogramms sowie durch Beratung zu Antragstellung bei Drittmittelgebern. Der Service Wissenschaftlicher Nachwuchs berät Sie in Fragen der Fort- und Weiterbildung und Karriereplanung und unterstützt die Vernetzung gerade auch im Bereich der Postdoktoranden/-innen.





Juniorprofessur

Anstelle einer Habilitation kann auf die Promotion auch eine Beschäftigung als Juniorprofessor/-in folgen. Die Phase der Juniorprofessur hat ebenfalls zum Ziel, sich für die eigenständige Vertretung des Faches in Forschung und Lehre zu qualifizieren. Eine mit positiver Evaluation absolvierte Juniorprofessur berechtigt in der Regel zur Berufung auf Lebenszeitprofessuren, es erfolgt aber nicht automatisch eine formelle Feststellung der Lehrbefähigung in Form einer Habilitationsprüfung. Die Erteilung der Lehrberechtigung erfolgt durch die Einstellung als Hochschullehrer/-in auf Lebenszeit oder durch das Ablegen einer entsprechenden Prüfung.

Als Juniorprofessor/-in an der FernUniversität stehen Ihnen im Rahmen der internen Forschungsförderung und internen Fortbildung zahlreiche Fördermaßnahmen offen. Unterstützung bei der Einwerbung von Drittmitteln stellt der Drittmittelservice bereit.

FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de