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Aktuelles - Juli 2007

FernUniversität in Hagen ist „Ausgewählter Ort 2007“ im Land der Ideen

Auszeichnung für Doppelabschlussprogramm - Urkunde des Bundespräsidenden

Als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ wurde die FernUniversität in Hagen am Donnerstagabend, 5. Juli, in ihrem Studienzentrum in Neuss ausgezeichnet. Tomas Brühne (5. v. li.), Deutsche Bank, überreichte die Urkunde des Bundespräsidenten an Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (4. v. li.) und Prof. Dr. Volker Arnold (7. v. li., Fakultät für Wirtschaftswissenschaft). Mit dabei waren Praktikantinnen und Praktikanten des Doppelabschlussprogramms, Dr. Christiane Zangs, Beigeordnete der Stadt Neuss, (2. v. re.) und Dr. Anna Kourotchkina , die – selbst Absolventin des Programms – in St. Petersburg als Koordinatorin hierfür tätig ist (re.).
Ekaterina Gorelchenko absolvierte 2006 ihr einmonatiges Praktikum in Marl. Inzwischen arbeitet sie bei der SARIA-Bio-Industrie um sich auf ihren Russland-Einsatz vorzubereiten. Sie sagt heute: „Das ist eine große Chance. Ohne die FernUniversität hätten sich nicht die Türen in eine andere Welt, in ein anderes Leben geöffnet.“

Die FernUniversität in Hagen wurde am Donnerstag, 5. Juli, von Tomas Brühne vom Öffentlichen Sektor der Deutschen Bank als „Ausgewählter Ort 2007“ ausgezeichnet. Damit gehört die Universität nun offiziell zu den von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und ihrem Projektpartner Deutsche Bank ausgezeichneten „365 Orten im Land der Ideen“.

Seit 1999 bietet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität Studierenden aus Russland und Ungarn ein Doppelabschluss-Programm an. Dieses Programm ermöglicht es den Absolventinnen und Absolventen ihrer Heimat- und der FernUniversität, sich in besonderer Weise für den internationalen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Die Besten absolvieren in Deutschland Praktika, in diesem Jahr bei Unternehmen in Neuss und Wuppertal. Diese vier jungen Leute wurden heute im Studienzentrum Neuss der FernUniversität begrüßt.

Daria Gorodilova wird ihr Praktikum bei der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH, Neuss, absolvieren, Dennis Vybornykh bei der Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e. G, Neuss, Xenia Levoschkina und Leonid Leinonen im Klinikum St. Antonius, Wuppertal.

Tomas Brühne hob in seiner Laudatio besonders die Internationalität und Zukunftsfähigkeit der FernUniversität hervor: „Die FernUniversität in Hagen bietet innovative Studienkonzepte mit internationaler Ausrichtung. Das schafft einen Arbeitsmarkt, der weit über unsere Landesgrenzen hinausgeht. Mit Leistungsbereitschaft und Engagement gestaltet die FernUniversität Zukunft – für Studierende und unser Land.“

Der Rektor der FernUniversität in Hagen, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, freute sich über die Anerkennung:„Wir sind sehr stolz, ein ausgewählter Ort im Land der Ideen zu sein. Die FernUniversität hat sich der Idee des ‚Lernens ohne Grenzen‘ verschrieben, vor allem für Berufstätige. Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir damit auf den richtigen Weg sind“, so Prof. Hoyer weiter.

Die FernUniversität hatte sich als einer von über 1.500 Orten am Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ beteiligt, der gemeinsam von der Deutschen Bank und der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ durchgeführt wurde.

Die Deutsche Bank als exklusiver Partner der Initiative ermöglicht diese einzigartige Aktion. „Mit ‚365 Orten im Land der Ideen’ entsteht ein Netzwerk von Leistungskraft, visionärem Denken, kreativer Leidenschaft und unternehmerischem Mut in Deutschland“, begründet Tomas Brühne das Engagement. „Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie. Ziel ist es, im In- und Ausland ein Bild von Deutschland als innovatives und weltoffenes Land zu vermitteln. Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Horst Köhler.

Rektor Hoyer betonte, dass Deutschland zwar ein Land arm Rohstoffen ist, jedoch reich an Ideen. Wachsen können Ideen auf Informationen, auf Wissen, auf Bildung. Die FernUniversität ist hierfür ein idealer „Nährboden“. Sie bringt wissenschaftliches Know-how dorthin, wo dieser Rohstoff neue Ideen hervorbringen kann: „ Sagen wir ruhig: Dorthin, wo Wissen und Bildung neue Ideen zum Zünden bringen – in Unternehmen, in unserer Gesellschaft.“

Denn die FernUniversität hat sich der Idee des „Lernens ohne Grenzen“ verschrieben. Sie überwindet Grenzen, z. B. zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Und zwischen Staaten. Das Doppelabschlussprogramm steht hierfür in ganz besonderer Weise: „Die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Hoyer. Die FernUniversität entstand ja selbst aus einer besonderen Idee heraus: Der Idee, vor allem berufstätigen Menschen die Chance zu geben, an einer staatlichen Universität studieren zu können, ohne ihre Tätigkeit vernachlässigen oder gar unterbrechen zu müssen.

„Hätte es damals, vor etwa 35 Jahren, die Initiative ‚Deutschland – Land der Ideen‘ bereits gegeben, wäre die Idee ‚Wir gründen eine Fernuniversität‘ garantiert ausgezeichnet worden“, ist Helmut Hoyer überzeugt.

Prof. Dr. Volker Arnold, Beauftragter für das Doppelabschluss-Programm mit Russland und Ungarn der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, erläuterte in der Feier die Gründe und Ziele: Die Absolventinnen und Absolventen haben mit einem Doppel-Diplom auch doppelte Chancen auf dem Arbeitsmarkt- in ihrem Heimatland wie in Deutschland (künftig werden Bachelor- und Master-Abschlüsse vergeben):

Üblicherweise versuchen die deutschen Hochschulen der Forderung nach Internationalisierung nachzukommen, indem sie englischsprachige Angebote entwickeln. Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität in Hagen geht hier seit dem Jahre 1999 einen anderen Weg. Da das Fernstudium die Möglichkeit bietet, zeit- und ortsunabhängig zu studieren, hat sie sich entschlossen, deutschsprachige Angebote in diejenigen Regionen Osteuropas zu exportieren, in denen Deutsch als Fremdsprache eine lange Tradition besitzt. Studierenden mit hervorragenden Deutschkenntnissen wird die Möglichkeit geboten, parallel zu ihrem Abschluss an ihrer osteuropäischen Heimatuniversität den Titel eines(er) Diplom-Kaufmanns(-frau) im Wege des Fernstudiums zu erwerben.

Leonid Leinonen: Sein Studium war eine echte Herausforderung – „Leicht anzufangen,aber schwer weiterzuverfolgen.“ Er dankte Lehrgebiet, Dekanat und andere FernUni-Einrichtungen, die ihn immer unterstützten. Nun erhofft er sich gute Resultate für alle Seiten durch den Deutschland-Aufenthalt

Um die Studienzeiten überschaubar zu halten, werden nach einer Überprüfung der Curricula der potentiellen Partneruniversitäten dort erbrachte Prüfungsleistungen insbesondere aus dem Grundstudium durch den Prüfungsausschuss der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der FernUniversität anerkannt. Um das Studium in Hagen erfolgreich abschließen zu können, sind dann noch drei der fünf Hauptstudiumsfächer an der FernUniversität zu studieren und erfolgreich abzuschließen.

Abgeschlossen wurden Verträge mit Universitäten in Russland, Lettland, Ungarn und Estland. Als Erfolgsgeschichten haben sich dabei die Kooperationen mit der Universität für Wirtschaft und Finanzen in St. Petersburg (Russland) und Pécs (Ungarn) erwiesen.

Um die Attraktivität des Programms noch weiter zu steigern, erhalten seit fünf Jahren besonders erfolgreiche Studierende aus St. Petersburg die Möglichkeit, in Nordrhein-Westfalen ein Praktikum zu absolvieren. Dies wird ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Freunde der FernUniversität sowie durch Unternehmen

So wird in diesem Jahr Daria Gorodilova ihr Praktikum bei der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser GmbH, Neuss, absolvieren, Dennis Vybornykh bei der Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft e. G, Neuss, Xenia Levoschkina und Leonid Leinonen im Klinikum St. Antonius, Wuppertal.

Gerd Dapprich | 06.07.2007
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de