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Aktuelles - März 2008

Kampfgeist trifft Köpfchen

Profiboxer Sebastian Köber studiert an der FernUniversität in Hagen

Die unmittelbare Auseinandersetzung mit seinem Gegner und der Kampf Mann gegen Mann – das ist es, was ihnfasziniert. Er liebt die Ästhetik seines Sportes, der „nichts mit Prügelei zu tun hat“. Sebastian Köber ist Profiboxer. Seitdem er denken kann, fühlt er sich dem Boxsport verbunden. Als großes Talent wird er in Fachkreisen gehandelt, viele sehen ihn sogar als „den neuen Klitschko“. Unter Druck setzen lässt sich der gelernte Bankkaufmann davon nicht. Er weiß was er kann und was er erreichen will. Da ist auf der einen Seite das Bestreben, sich als Profi „weiter nach oben zu schieben und irgendwann Weltmeister im Schwergewicht zu werden“, auf der anderen sein BWL-Studium an der FernUniversität in Hagen. Beide Ziele verfolgt er – konsequent, ehrgeizig und mit Weitblick.

„Man weiß nie, was kommt. Mit dem Sport kann es schnell vorbei sein. Deshalb habe ich mich für ein Studium an der FernUniversität in Hagen entschieden „Man weiß nie, was kommt. Mit dem Sport kann es schnell vorbei sein. Deshalb habe ich mich für ein Studium an der FernUniversität in Hagen entschieden"

Schon als kleiner Junge stand der 28-Jährige am Ring und feuerte seinen Vater – einst selbst ein erfolgreicher Schwergewichtsboxer und jetzt Trainer – bei dessen Kämpfen an. Heute ist er es, den das Publikum immer öfter und in immer größeren Hallen feiert. Bis zu sechs Stunden Training stehen täglich auf seinem Programm. „Wenn man erfolgreich ist, bleibt man dran“, lacht der sympathische Sportler. Köber ist sehr erfolgreich. Als Amateur hat er unter anderem die Deutsche Juniorenmeisterschaft und die Junioreneuropameisterschaft gewonnen, wurde Zweiter bei der Deutschen Seniorenmeisterschaft, holte bei den Olympischen Spielen in Sydney Bronze und den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Bangkok. Damals war er noch in der Sportfördergruppe der Bundeswehr. Seit 2006 ist er beim Hamburger Boxstall „Spotlight Boxing“ unter Vertrag, trainiert jetzt abwechselnd in der Hansestadt und seiner Heimat Frankfurt/Oder. Die 13 Kämpfe, die er seitdem bestritten hat, hat er alle gewonnen. Elf durch KO und zwei nach Punkten.

In seiner knapp bemessenen Freizeit büffelt Köber Rechnungswesen, Mathematik und Controlling. „Man weiß nie, was kommt. Mit dem Sport kann es schnell vorbei sein. Deshalb habe ich mich für ein Studium an der FernUniversität in Hagen entschieden. Damit habe ich eine sehr gute Möglichkeit gefunden, mich parallel zum Sport weiterzubilden und für die Zukunft vorzusorgen.“ Probleme, Studium und Sport zu vereinbaren, gäbe es eigentlich nicht. Schade sei, wenn zeitgleich ein Klausurtermin und ein großer Wettkampf anstehen würden. Dann gehe die Vorbereitung auf den Gegner vor. „In der Regelstudienzeit schaffe ich meinen Abschluss nicht, aber darüber war ich mir vorher im Klaren.“ Im Sportmanagement wäre er gerne später tätig, deshalb plane er auch, seinen Schwerpunkt im Studium auf den Bereich Marketing zu legen.

Jetzt steht aber erst einmal der nächste Kampf an: Die Pro7-Fight Night am 19. April in der Bördelandhalle in Magdeburg. Bereits zum siebten Mal lässt Köber hier die Fäuste fliegen. Im letzten Jahr besiegte er bei diesem Showevent den Briten Lee Swaby.

Als großes Talent wird Köber in Fachkreisen gehandelt, viele sehen ihn sogar als „den neuen Klitschko“ Als großes Talent wird Köber in Fachkreisen gehandelt, viele sehen ihn sogar als „den neuen Klitschko“.
Manuela Feldkamp | 31.03.2008
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