Rubriken

Aktuelles - Juli 2008

Immer ein bisschen FernUni im Gepäck

Hella Jurich verbindet Volleyball-Karriere und BWL-Studium

„In welcher Stadt ich im nächsten Jahr leben werde, weiß ich noch nicht.“ Mit diesen Worten und dem konkreten Vorhaben, ihr an einer Fachhochschule angefangenes BWL-Studium fortzusetzen, kam Hella Jurich 2003 ins Berliner Studienzentrum der FernUniversität in Hagen. Die 28-jährige ist Profi-Volleyballspielerin, hat unter anderem für den USC Münster in der ersten Bundesliga gespielt und mit ihrem Team zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege in die Domstadt geholt. „Wer Volleyball zu seinem Beruf macht, muss sehr flexibel sein“, erklärt Jurich, die mittlerweile die Halle gegen den Sand getauscht hat und mit ihrer Teamkollegin Rieke Brink-Abeler zu den erfolgreichsten deutschen Damen-Beachvolleyball-Teams gehört.

Münster-Berlin lautet die Hella-Jurich-Route seit einigen Jahren. Die Wurzeln der sympathischen Studentin liegen in der Hauptstadt. Dass Volleyball ihr Sport ist, wusste sie schon früh. „Meine Schwester war in der Schule in einer Volleyballgruppe, das wollte ich auch unbedingt.“ Von der Hobbymannschaft führte sie ihr Weg bereits mit 14 Jahren in einen Zweitligaverein. Als dann das Angebot vom USC kam, zögerte sie nicht lange. „Mein Abi habe ich kurzerhand in Münster gemacht“, erinnert sie sich. Im Anschluss fragte wieder ein Berliner Verein an, dann erneut der USC.

Hella Jurich Hella Jurich
„Ich wollte mein bereits begonnenes Studium in Münster fortsetzen. Weil die Uni aber nur wenige meiner Scheine anerkannte, habe ich das wieder verworfen. Dieses Problem hätte sich außerdem mit jedem Umzug wieder ergeben.“ Aufgeben wollte sie ihr zweites Standbein aber auf keinen Fall. „Ich wollte Studium und Sport verbinden, beides vorantreiben und örtlich ungebunden bleiben.“ Schnell sei sie dann auf die FernUniversität in Hagen aufmerksam geworden. „Freunde haben mir geraten, mich dort über meine individuellen Studienmöglichkeiten zu informieren“. Gesagt, getan. Bei einem Besuch in der Heimat nutzte sie die Gelegenheit zu einem Beratungsgespräch im Berliner Fernstudienzentrum und bekam die erhoffte Antwort: „Sie sind an der FernUniversität in Hagen genau richtig.“

Seitdem ist Hella Jurich Teilzeitstudentin. Das Grundstudium hat sie bereits erfolgreich abgeschlossen und dabei verschiedene Hörsäle in unterschiedlichen Städten gesehen. „Meine Klausuren habe ich in Bochum, Münster und Düsseldorf geschrieben. Eben dort, wo es logistisch gerade am besten passte“, freut sie sich über die Flexibilität, die ihr die FernUni bietet. Übrigens nicht nur geografisch. Festgelegte Studienzeiten gibt es – mit Ausnahme weniger Präsenzseminare – nicht. Sie entscheidet selbst, wann und wo sie lernt. „Wenn es irgendwie machbar ist, widme ich meinen Skripten und Büchern täglich zwei bis drei Stunden“, unterstreicht sie, wie wichtig ihr das Studium ist.

Dass es auch Phasen gibt, in denen sie sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren will und muss, liegt auf der Hand. 2004 war das beispielsweise die Vorbereitung auf die Deutsche Beachvolleyball-Meisterschaft, bei der Jurich und Brink-Abeler ihren ersten gemeinsamen Titel holten. Es folgten 2005 der zweite Platz bei den Masters in Essen, der dritte bei den Masters in St. Peter Ording, 2006 der zweite Platz bei der Deutschen Smart-Beachvolleyball-Meisterschaft und der erste bei der Smart Beach Tour in München, 2007 belegten sie in der Weltrangliste Platz neun, beim Grand Slam in Moskau in diesem Jahr Platz fünf…

Nur ihren ganz großen Traum – die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking – haben sie ganz knapp verpasst. „Traurig waren wir schon, aber die Welt ist nicht für uns untergegangen. Es wird noch viele weitere wichtige Turniere geben“, weiß Jurich.

Nach dem Sommer will sie sich eine etwas längere Trainingspause gönnen und das Studium in den Vordergrund stellen. „Es ist mal wieder Zeit für eine Studienberatung, im Hauptstudium gilt es schließlich, die richtigen Schwerpunkte zu setzen.“

Wohin die Reise nach der (Beach-)Volleyballkarriere gehen soll? Ein Job im Sportmarketing oder in der Vereinsführung wäre genau nach ihrem Geschmack. Kontakte hat sie in diesem Bereich bereits einige gesammelt und auch Angebote bekannter Unternehmen gibt es schon. Bis sie hier eine Entscheidung treffen muss, bleibt noch viel Zeit.

Erst einmal wird Hella Jurich im nächsten Jahr wieder mindestens 200 Tage unterwegs sein und Turniere rund um den Globus spielen. Mit im Handgepäck ist dann meistens auch ein bisschen FernUni. „Im Flugzeug kann ich wunderbar lernen“, lacht sie.

Manuela Feldkamp | 29.07.2008
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de