In Nachbereitung der Weltkonferenz des ICDE und der Jahreskonferenz „M-2009“ der EADTU, der European Association of Distance Teaching Universities, in Maastricht fand an der FernUniversität auf Einladung von Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer am 30. Juni ein Workshop zum Thema „Einfluss des Fernstudiums auf die Internationalisierung der Hochschulbildung“ (The Impact of Distance Education on the Internationalisation of Higher Education) statt.
Nach einer Einleitung des Rektors, in der er die derzeitige Situation der FernUniversität und die zukünftigen Herausforderungen darstellte, erinnerte der erste Exekutivsekretär der EADTU, Coen de Vocht, an die Anfänge der Institutionalisierung des Fernstudiums in europäischen Vereinigungen und im Maastricht-Vertrag. Ein heute oft vergessenes Faktum: Hier wurde die Förderung der Fernlehre als besondere Aufgabe erstmals erwähnt.
Fachleute für Fernlehre bereiteten in Hagen die M-2009-Konferenz nach. Moderator war letztmalig Friedhelm Nickolmann (3. v. li.).
Piet Henderikx, amtierender Generalsekretär der EADTU, berichtete über die verschiedenen Arbeitsfelder und -gruppen innerhalb der Organisation und verwies auf neue Perspektiven in der Internationalisierung des Fernstudiums. Ein besonderes Anliegen war ihm die Vorstellung des Konzepts eines hochschulübergreifenden gemeinsamen Lehr- und Lernraums (joint/integrated teaching and learning spaces), der es Studierenden quasi ermöglicht, an mehreren europäischen Universitäten gleichzeitig zu studieren.
Diese Vorstellungen trafen auf besonderes Interesse bei Friedhelm Nickolmann (Abteilung Internationale Angelegenheiten und Forschung der FernUniversität), der den Workshop moderierte. Über viele Jahre hinweg war Nickolmann ein unermüdlicher Verfechter einer so genannten „virtuellen Mobilität“, die es auch jenen Fernstudierenden, denen ein realer Studienaufenthalt im Ausland verwehrt ist, ermöglicht, internationale (akademische) Erfahrungen zu machen. Für ihn war dies die letzte internationale Veranstaltung vor seinem Eintritt in den Ruhestand.
Christine Cathrow von der Open University in the North (Großbritannien), sowie Irmgard Broekmann von der FernUniversität stellten in ihren Referaten die Herausforderungen der Internationalisierung anhand ihrer jeweiligen Institutionen detailliert dar.
Aus den Präsentationen ergab sich eine lebhafte Diskussion der ausländischen Gäste und der eingeladenen Vertreter der FernUniversität, die selbst in internationale Aktivitäten eingebunden waren und sind.
Von Seiten der FernUniversität nahmen die Prorektoren Prof. Dr. Gunter Schlageter und Prof. Dr. Uwe Schimank, Hochschulratsmitglied Prof. Dr.-Ing. Bernd Krämer, Prof. Dr. Jörg M. Haake, der Dezernent für Hochschulentwicklung, Jochen Hölle-Kölling, und die Leiterin der Abteilung Internationale Angelegenheiten und Forschung, Irmgard Broekmann, an dem Workshop teil.
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