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September

Das Erdbeben von Messina und der Ausnahmezustand

Prof. Massimo La Torre spricht am 24. September über das Ende des 19. Jahrhunderts

Prof. Dr. Massimo La Torre, Università di Catanzaro (Italien) und Univerity of Hull (England), spricht am Donnerstag, 24. September, 17 Uhr, über das Thema „Das Erdbeben von Messina von 1908 und der Ausnahmezustand: Das Ende des 19. Jahrhunderts“. Die gemeinsame Veranstaltung der Juristischen Gesellschaft Hagen e.V. mit dem Institut für Juristische Zeitgeschichte, dem Institut für Europäische Verfassungswissenschaften, der Universitätsbibliothek Hagen und dem Freundeskreis Italien findet in der Uni-Bibliothek, Ausstellungsraum im Untergeschoss, Universitätsstraße 23, 58097 Hagen, statt. Interessierte Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

In der Geschichtsschreibung wird das 19. Jahrhundert häufig als das „lange Jahrhundert“ bezeichnet, und man versteht darunter die Zeit zwischen der französischen Revolution und den Beginn des Ersten Weltkrieges. Massimo La Torre macht darauf aufmerksam, dass dem Beginn des Krieges zwei ebenfalls epochale Ereignisse vorausgíngen: der Untergang der Titanic von 1912 und noch vorher das große Erdbeben, welches im Dezember 1908 die Stadt Messina fast vollständig zerstörte. Nicht nur das Ereignis als solches, sondern die Reaktionen auf dieses Ereignis erlauben es nach Ansicht des Referenten, das „kurze“ 20. Jahrhundert mit diesem Ereignis beginnen zu lassen. Die Begleitumstände des von der italienischen Regierung ausgerufenen Ausnahmezustandes lassen Denkstrukturen erkennen, welche für das 20. Jahrhundert typisch sind. Massimo La Torre beschreibt diese Begleitumstände und geht ferner auf die verschiedenen Auffassungen über die rechtliche Natur des Ausnahmezustandes ein.

Massimo La Torre ist Professor an den Universitäten Catanzaro in Kalabrien (Italien) und Hull (England). Seine Themengebiete bewegen sich im Grenzgebiet vom Recht, Geschichte und Kultur.

Gerd Dapprich | 03.09.2009
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