Im Rahmen der Vortragsreihe „Lüdenscheider Gespräche“ hält Dr. Bettina Bouresh am 20. Januar um 17.00 Uhr einen Vortrag zum Thema „Riss durchs Leben. Erinnerungen ukrainischer Zwangsarbeiterinnen im Rheinland. Ein Oral-History-Projekt mit Folgen“. Die Veranstaltung findet ab 17 Uhr im Haus der FernUniversität, Liebigstraße 11, 58511 Lüdenscheid, statt. Die Moderation hat Dr. Almut Leh. Der Eintritt ist frei.
Während des Zweiten Weltkrieges waren zahlreiche ukrainische Zwangsarbeiterinnen in der Landesfrauenklinik Wuppertal untergebracht, einer Einrichtung des damaligen Provinzialverbandes der Rheinprovinz, dem Rechtsvorgänger des Landschaftsverbandes Rheinland. 2001 startete der Landschaftsverband Rheinland ein Projekt zur Geschichte der Zwangsarbeit in seinem Verantwortungsbereich. Zehn ukrainische Frauen, die zur Zwangsarbeit ins Rheinland deportiert worden waren, erzählten einem deutsch-ukrainischen Team von ihren Erfahrungen. 2000 km legte das Interviewteam durch die Ukraine zurück und kam dabei in Dörfer, die selbst den Ukrainern unbekannt waren. Interviews auf Ukrainisch, mit deutschen Fragen – kann das gut gehen? Wie es zu diesem Projekt kam und wie daraus ein deutsch-ukrainisches EU-Projekt mit mehrjährigen Folgen wurde, wird Dr. Bettina Bouresh berichten, die dieses Projekt als Mitarbeiterin des Archivberatungs- und Fortbildungszentrums des Landschaftsverbandes durchführte.
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