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Aktuelles - Januar 2010

Preis für den „Management-Guru“

Prof. Dr. Fredmund Malik bekam in Hagen den Heinz-von-Foerster-Preis für Organisationskybernetik

Für seine herausragenden Leistungen im Bereich der Managementtheorien bekam Prof. Dr. Fredmund Malik am 15. Januar den diesjährigen Heinz-von-Foerster-Preis für Organisationskybernetik verliehen. Die Verleihung fand im Rahmen eines Symposiums des Kuratoriums Wirtschaftskompetenz für Europa e.V., Paderborn, und der Deutschen Gesellschaft für Kybernetik e.V. (GfK), Berlin, an der FernUniversität in Hagen statt. Die Laudatio hielt der Rektor der FernUniversität Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer.

Steuern, eine Richtung geben: In vielen Bereichen, vor allem in der Wirtschaft und der Politik, wird hierüber zurzeit heftig diskutiert. Als disziplinübergreifende Wissenschaft erklärt die Kybernetik – auch als „die Kunst des Steuerns“ bezeichnet –, wie die Steuerung innerhalb komplexer Systeme funktioniert. Dies ist auch auf Unternehmen und andere Organisationen anwendbar.

Den Preis überreichte Prof. Dr. Dr. Gerhard E. Ortner (2. v. re.) an Prof. Dr. Fredmund Malik (3. v. re.). Mit ihm freuten sich Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (re.) und Hon.-Prof. Dr. Siegfried Piotrowski

Mit Maliks eigenen Worten „wenn unsere Piloten eine genauso schlechte Ausbildung wie unsere Manager hätten, würde sich keiner mehr in ein Flugzeug setzen“ eröffnete Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer die Laudatio. Der Rektor der FernUniversität ist ebenfalls Träger des Heinz-von-Foerster-Preises. Im Mai 2006 erhielt er ihn für seine Leistungen im Bereich der Unternehmensführung auf der Grundlage kybernetischen Denkens und der Anwendung kybernetischer Modelle und Verfahren. Daher ließ er es sich nicht entgehen, in diesem Jahr die Lobesrede für den Preisträger Prof. Dr. Malik selbst zu halten: Durch seine praktische und wissenschaftliche Analyse vorhandener Managementtheorien anhand seiner Kybernetik komplexer Systeme sei dem Präsidenten des Verwaltungsrats des Malik Management Zentrums St. Gallen der Preis geradezu auf den Leib geschnitten. In ihrer Urteilsfindung war sich die Jury um Hon.-Prof. Dr. Siegfried Piotrowski, Vorsitzender der GfK, und Univ.-Prof. Dr. Dr. Gerhard E. Ortner, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums Wirtschaftskompetenz in Europa, völlig einig gewesen. Umrahmt wurde der Festakt von lateinamerikanischen Rhythmen der Hagener Band Zweitmann.

Die Vorträge des Symposiums befassten sich in diesem Jahr mit dem Thema „Menschen, Arbeit und Märkte – Kommunikationskybernetik in der IT-gestützten Wirtschaft“. Dabei befasste sich Prof. Dr. Eberhard von Goldammer mit der geistig-intellektuellen Herausforderung, die im Abendland durch die Globalisierung entstanden ist. In den Vorträgen von Prof. Dr. Erhard Nullmeier sowie von Prof. Dr. Gerhard M. Zimmer wurden die Innovationsprozesse und die Arbeit in der IT-gestützte Wirtschaft näher unter die Lupe genommen. Prof. Dr. Christian Stary brachte den Anwesenden die Aufgaben bei der Entwicklung von IT-gestützten Arbeitsprozessen näher. Sowohl Rainer Fischbach als auch Ludwig Kersten behandelten in ihren Vorträgen „Die bedingte Aufhebung von Raum und Zeit durch Telekommunikation und Verkehr“ und „Auswirkungen des Einsatzes von eMail in der internen Kommunikation“ die Effekte der neuen Medien in kybernetischen Systemen.

Carina Mette | 18.01.2010
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