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Aktuelles - November 2010

Rückblick auf den Mobile Learning Day 2010

Neue Projekte aus Wissenschaft und Praxis vorgestellt

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Mobile Learninng day 2010 Stellten ihr Projekt "M-Learning in der Elektronikerausbildung vor": Sandro Mengel (li.) und Karsten Meier (re.)

Wie können mobile Anwendungen in der Lehre eingesetzt werden? Wie lernt man mit interaktiven Karteikartensystemen auf dem Handy? Und wie lauten die Erfolgsfaktoren für eine gute App? Diese und viele weitere Fragen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim diesjährigen Mobile Learning Day an der FernUniversität in Hagen.

Nach 2006 und 2009 war es bereits die dritte Konferenz, zu der die Forschungsgruppe Mobile Learning und die Organisatoren um Maciej Kuszpa rund 100 Gäste begrüßten: Lehrende in wissenschaftlichen Einrichtungen und der beruflichen Aus-/Weiterbildung sowie Mitarbeitende im E-Learning-/Bildungsbereich.

Vorträge und Workshops

Zwei Themen standen im Vordergrund: die Forschung der Hochschulen auf dem Gebiet des mobilen Lernens und die Umsetzung konkreter Projekte in der Praxis. Zahlreiche Vorträge und eine Workshop-Phase boten umfassende Einblicke und Gelegenheit zur Diskussion.

Prof. Dr. Marcus Specht von CELSTEC sprach in seinem Eröffnungsvortrag über aktuelle technologische und didaktische Entwicklungen bei mobilen Bildungsangeboten. Moderne Smartphones böten heute personalisierte und dem Kontext der Nutzenden angepasste Informationen. Ortsbasierte Lokalisation über GPS sei dabei verknüpft mit dem Neigungswinkel des Handys während der Nutzung. Dadurch können zusätzliche Hinweise auf dem Handydisplay angezeigt werden – etwa Daten zu einem Gebäude, sobald man davor steht und das Handy darauf richtet (Stichwort: „Augmented Reality“).


Audio-Podcast über den Mobile Learning Day 2010

[mp3, Dauer: 03:09 min]


Anschließend thematisierte Gregor Cholewa (Research Studios Austria) deren M-Learning-Projekte, zum Beispiel die Anwendung KnowledgePulse. Er erklärte, dass das mobile Lernen einfach für die Lernenden sein müsse, die Inhalte kurz und dem Gerät angepasst. Ebenfalls wichtig: Die Erstellung der Inhalte, die Verwaltung der Nutzerinnen und Nutzer, das Auswerten bzw. die Lernstatistik solle leicht und verständlich bleiben.

Vor der Podiumsdiskussion schilderte Philipp Maske von der Leibniz Universität Hannover die Erfahrungen seiner Hochschule mit der Video-/Audioaufnahme von Vorlesungen. Der Frontalunterricht würde nicht automatisch besser, nur weil er auf dem Handy verfügbar sei, sagte Maske. Man müsse es eher als ergänzendes Angebot für die Studierenden sehen, um sie etwas unabhängiger vom persönlichen Erscheinen an der Uni zu machen. Nur wenn die Didaktik solcher Angebote stimme, würde es auch Spaß machen, sich zwischendurch eine Vorlesung herunterzuladen – oder andere Instrumente wie Lern-Apps freiwillig zu nutzen.

Im zweiten Teil des Mobile Learning Days kamen die Praktiker zu Wort: Dr. Matthias Kose von mobilinga stellte eigene und für Kooperationspartner produzierte Apps vor. Rund 15.000 Apps aus dem Bildungsbereich gäbe es insgesamt im deutschsprachigen AppStore von Apple, aber unter den 100 meistverkauften seien gerade einmal 0,64 Prozent davon. Kose referierte daher einige Erfolgsfaktoren für Anwendungen: Innovation, ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, umfangreiche Inhalte, die überall und jederzeit nachgeschlagen werden können – so ließen sich beispielsweise Fremdsprachen-Apps erfolgreich vertreiben.

Digital Natives: Kaum Erfahrungen bei E- oder M-Learning

Bevor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich in verschiedenen Workshops trafen, stellten Karsten Meier von handylearn projects und Sandro Mengel von der FernUni ihr Projekt „M-Learning in der Elektronikerausbildung“ vor. Junge Azubis einer Berufsschule im ersten Ausbildungsjahr nehmen darin an eine Feldversuch teil und greifen mit ihren Handys auf mobile Hilfe und Informationen für ihren Arbeitsalltag zu. So hätten sie die Möglichkeit, bestimmte Schaltkreise zu recherchieren. Erstaunlich sei, berichtete Mengel, dass die meisten Azubis sich zwar zu den Digital Natives zählten, aber mit E- oder M-Learning bislang kaum in Berührung gekommen seien.

Weitere Thesen, Folien und Arbeitsergebnisse des Mobile Learning Day 2010. Und hier die Bilder des Tages:

FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de