Rubriken

Aktuelles - Juni 2011

Mediengeschichte der Literatur

Ringvorlesungen der siebten Studienwoche griffen exemplarisch Themen auf

Seine erfolgreiche Reihe „Studienwoche Literaturwissenschaft“ setzte das Institut für neuere deutsche und europäische Literatur im Jahr 2011 fort. Die schon traditionelle Veranstaltung gab Bachelor-, Master-, Magister- und Akademiestudierenden vom 6. bis 10. Juni Gelegenheit zum Besuch einer Vorlesung, von fünf Fachseminaren, einer Übung zur Einführung in die Literaturwissenschaft und zu ausführlicher Studienberatung. Der thematische Schwerpunkt der bereits siebten Studienwoche lag auf der „Mediengeschichte der Literatur“. Einen Höhepunkt der Studienwoche bildete am 8. Juni der öffentliche Abendvortrag von Prof. Dr. Natali Binczek, Ruhr-Universität Bochum, zum Thema „Das Material ordnen. Rolf Dieter Brinkmanns Hörbuch ‚Wörter Sex Schnitt’“.

Die Ringvorlesungen waren exemplarischen Themen gewidmet, die das Feld einer „Mediengeschichte der Literatur“ sondieren. „(Literatur-)Zeitschriften und Zeitschriftenliteratur im 18. und 19. Jahrhundert“, „Akustische Literatur“, „Ästhetik des Rundfunks“ und „Das mediale Jahrzehnt: Protestkultur und Deutungshoheit 1967 – 1977“. Die Theorie und Geschichte der Medien hat im Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft zahlreiche neue Perspektiven für ein Verständnis von Literatur und Literaturgeschichte eröffnet. Indem die Literaturwissenschaft die Geschichte des Theaters, des Buchdrucks, der Zeitschriften, der Fotografie, des Rundfunks, des Films oder des Computers in den Blick nimmt, verändert sie auch ihren Blick auf die Literaturgeschichte: Vortragende waren Prof. Dr. Armin Schäfer, Prof. Dr. Torsten Hahn und apl. Prof. Dr. Ulrich Schödlbauer. Die aufgeworfenen Fragen und Problemstellungen wurden in Seminaren vertiefend analysiert, deren Themenspektrum vom „Hörspiel: Störung, Technik und neue Innerlichkeit“ und „,Antigone’ im Kino“ über den „Literaturfilm der Siebziger: ein Genre“ oder „Buch und Brief“ bis hin zur „Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“ (vor allem für Studienanfängerinnen und -anfänger) reichte.

Die Studienwoche wendet sich an alle Studierenden der Literaturwissenschaft im B.A.-Studiengang „Kulturwissenschaften“, im M.A.-Studiengang „Europäische Moderne: Geschichte und Literatur“, im auslaufenden Magisterstudiengang und im Akademiestudium.

Weitere Informationen: http://www.fernuni-hagen.de//literatur/studienwoche_2011.shtml

Gerd Dapprich | 10.06.2011
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de