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Aktuelles - Oktober 2011

Fernstudium und Familie

Viertes Thema der Artikelreihe Studis4Studis

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„Die anfängliche Studienzeit war für meine Familie und mich nicht leicht. Damals habe ich versucht, das Studium ‚nebenbei’ laufen zu lassen. Alles sollte so bleiben, wie es war. Ich schaffe das schon. Die paar Stunden lernen – das war jedoch unmöglich“, schildert Petra ihre Erfahrungen in einer Mail an Studis4Studis. Die neue Folge der Artikelreihe beschäftigt sich mit dem Thema „Fernstudium und Familie“. Per Mail oder als Kommentar auf der Facebook-Seite der FernUniversität berichten Studierende, wie sie beides miteinander vereinbaren, was ihnen hilft und was zu Problemen führen kann.

Anja erntet zum Beispiel häufig verdrehte Augen, wenn sie am Wochenende keine Zeit für ihre Eltern hat. „Ich denke das liegt daran, dass sie sich kaum vorstellen können, wie anstrengend es ist, neben dem Vollzeitberuf noch Teilzeit zu studieren“, erklärt sie. Ihr Partner oder ihre Freundinnen haben damit weniger Probleme: „Sie wissen was ich tue, sind teilweise in ähnlichen Situationen und haben Verständnis für mich.“ Aber auch sie muss Anja manchmal vertrösten. „Wenn man ihnen dann aber eine Alternative vorschlägt, z.B. ‚wenn du mich jetzt zwei Stunden lernen lässt, können wir danach ins Kino’, gehen sie auf jeden Fall darauf ein.“

Lernen auf dem Spielplatz

Eine andere Möglichkeit, Konflikten mit der Familie aus dem Weg zu gehen, beschreibt Kathrin: Sie hat nur wenige feste Studienzeiten, hat ihre Unterlagen aber fast immer dabei. So kann sie lernen, sobald ihre vierjährige Tochter beschäftigt ist, zum Beispiel auf dem Spielplatz. Außerdem weiß ihre Tochter mittlerweile, „dass sie eventuell einen kleinen Moment warten muss, bis ‚Mama denn Satz zu Ende gelesen hat’ und auf ihre Bedürfnisse eingehen kann.“

Eine häufig angewandte Strategie, Fernstudium und Familie unter einen Hut zu bekommen, ist auch das morgendliche Lernen. In Kommentaren und Mails beschreiben Fernstudierende die Erfahrung, dass es ihnen hilft, zu lernen, bevor der Rest der Familie wach ist. Ein extremes Beispiel ist Enrico: „Ich stehe zwischen drei und vier Uhr auf – dann habe ich mein Studium größtenteils erledigt, bis die Familie gegen sieben Uhr aus den Betten klettert.“

Verträge abschließen

In besonders stressigen Zeiten empfiehlt Claudia, „Verträge“ mit jüngeren Kindern abzuschließen. Für jede Stunde, die sie sich selbstständig beschäftigen oder Tätigkeiten im Haushalt übernehmen, sammeln sie Punkte. Für eine festgelegte Anzahl von Punkten werden anschließend kleine Wünsche erfüllt. „So haben auch die Kleinen ein Ziel und es fällt ihnen leichter, Rücksicht zu nehmen.“

Wichtig sei es auch, die Familie von Anfang an einzubinden. „Ein Fernstudium fordert viel Zeit, daher ist es schon vor Beginn notwendig, das Vorhaben mit dem Partner und älteren Kindern zu besprechen, um deren Einverständnis zu erhalten“, erklärt Claudia. Und Alicia beschreibt, wie es sein kann, wenn das Verständnis von Seiten der Familie einmal vorhanden ist: Dann kann die Familie sogar gezielt Hilfestellungen geben und Zeit zum Lernen freischaufeln. „Ob bei der Hausarbeit, Kinderbetreuung, dem Einkaufen oder anderen täglich anfallenden Arbeiten – mit Unterstützung lernt es sich deutlich einfacher.“

Hilfestellungen der FernUni

Zum Thema „Zeitmanagement im Fernstudium“ bietet die FernUni übrigens regelmäßig Veranstaltungen in ihren Regional- und Studienzentren an. Außerdem bietet auch der Moodle-Kurs der Zentralen Studienberatung „Studienstart – Tipps zum optimalen Einstieg“ ein ganzes Kapitel zum Thema.

Nächstes Thema bei Studis4Studis

Die Reihe Studis4Studis geht in die nächste Runde. Zum Thema „Einzelkämpfer oder Teamplayer?“ brauchen wir wieder Tipps und Erfahrungen von Studierenden für Studierende. Wie lernen Sie am effektivsten? Alleine oder in der Gruppe? In virtuellen Lerngruppen oder treffen Sie sich persönlich? Was sind die Vor- und Nachteile? Wie haben Sie Kontakte zu anderen Studierenden geknüpft?

Wir freuen uns auf Ihre Mails an studis4studis@fernuni-hagen.de

Auch für weitere Themenvorschläge sind wir dankbar.

Carina Grewe | 18.10.2011
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de