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Aktuelles - Januar 2012

Mit renommierten Fachleuten über „Patientenverfügungen“ diskutieren

Noch freie Plätze: Dreijährige Sommerschul-Reihe zur „Bioethik“ beginnt im Sommer

Im Juni 2012 ist es soweit: Am Regionalzentrum Berlin der FernUniversität startet die erste internationale Sommerschule in der auf drei Jahren angelegten Reihe „Bioethik im Kontext“, zu der Studentinnen und Studenten, Promovendinnen und Promovenden aus Deutschland, Slowenien, Bulgarien und Griechenland erwartet werden. Gegenstand sind vom 18. Juni bis 1. Juli unter dem Titel „Individueller Wille und ethisch-rechtliche Willenskonstrukte in Medizin- und Bioethik“ vor allem Patientenverfügungen und ihre konkrete Bedeutung in Medizin und Bioethik – ein brisantes Thema, denn in vielen europäischen Ländern werden die Probleme des vorausverfügten oder auch des mutmaßlichen Willens heftig diskutiert. Oft sind sie gesetzlich sehr unterschiedlich geregelt und keineswegs alle ethischen Fragen, die sie aufwerfen, können ohne Kontroverse beantwortet werden.

Aus dem Ausland wirken an dem Projekt die Universitäten Ljubljana, Sofia, Thessaloniki und Rhethimnon (Kreta) mit. Jeder der Partner kann bis zu sechs Studierenden ein Teilnahmestipendium anbieten, das die Reisekosten sowie eine Finanzierung des zweiwöchigen Berlinaufenthaltes umfasst. Auch fortgeschrittene Studierende des Master- sowie des Magisterstudiengangs Philosophie der FernUniversität können sich bis zum 15. März noch bewerben.

Eine besondere Note erhält die diesjährige Sommerschule durch einen eintägigen Besuch im Deutschen Bundestag, bei dem Gelegenheit zur Diskussion mit Politikern besteht, die aktiv an der deutschen Diskussion um Patientenverfügungen beteiligt waren. Ebenso wird es zu einem Treffen mit Mitgliedern des Deutschen Ethikrats kommen. „Wir freuen uns sehr, dass es relativ leicht gelungen ist, namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik zu gewinnen, die bereit waren, sich der Diskussion auf einem schwierigen Feld zu stellen“, meint Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann, dessen Lehrgebiet Praktische Philosophie die Federführung des Projekts innehat. „Mit dabei sind zum Beispiel Wolfgang Bosbach, Herta Däubler-Gmelin, Ulrike Riedel oder Fritz Eckhart von Weizsäcker, aber auch der langjährige stellvertretende Vorsitzende der österreichischen Bioethikkommission, Günther Pöltner.“

Weitere Informationen, insbesondere auch zum Bewerbungsverfahren, sind hier zu finden.

Gerd Dapprich | 20.01.2012
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