„‚Das Volk‘ – Zur Geschichte eines umstrittenen Begriffs“

Eingeladen sind außer den Angehörigen der FernUniversität auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Hagen und Umgebung, der Eintritt ist frei.


Abschiedsvorlesung von Prof. Peter Brandt in den „wissenschaftsgesprächen“ am 12. Februar

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Mit dem Vortrag „‚Das Volk‘ – Zur Geschichte eines umstrittenen Begriffs“ verabschiedet sich Prof. Dr. Peter Brandt, Lehrgebiet Neuere Deutsche und Europäische Geschichte, am Mittwoch, 12.Februar 2014, 16 Uhr, von der Hochschulöffentlichkeit der FernUniversität in Hagen. Eingeladen zu seiner Abschiedsvorlesung in den „wissenschaftsgesprächen“ der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs sind auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Hagen und Umgebung, der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist das Seminargebäude der FernUniversität, Erdgeschoss, Räume 1 und 2, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen.

Volk als Abstammungs-, Sprach- und Kulturgemeinschaft – Volk als Urgrund der Demokratie – Volk als unteres Volk oder Volksmassen gegenüber den Eliten: Alle drei Bedeutungen koexistieren seit über 200 Jahren, teils erheblich länger, ohne immer klar geschieden zu sein. Ohne Zweifel handelt es sich um einen der zentralen politischen Begriffe des 19. und 20. Jahrhunderts mit ganz unterschiedlichen, ja gegensätzlichen ideologischen Konnotationen.

Während in der Staatslehre wie im öffentlichen Bewusstsein der Bundesrepublik „das deutsche Volk“ lange unangefochten den Souverän beschrieb, haben die Massenzuwanderung einerseits und der europäische Einigungsprozess andererseits dazu geführt, dass das Konzept „Volk“ vielfach als solches in Frage gestellt wird. Die Frage liefert aber noch keine Antwort. Die begriffshistorische Tiefenbohrung mag helfen, verständlich zu machen, warum auf „das Volk“ nicht einfach verzichtet werden sollte.

Gerd Dapprich | 07.01.2014