Gender im Kontext von Transitional Justice Prozessen: Zur Einsetzung der Wahrheits- und Versöhnungskommission im Königreich Marokko

Zum Vortrag von Dr. Fatima Kastner am 24. Februar sind interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Der Eintritt ist frei.


Vortrag in der Reihe „Frauen und Männer im Gespräch“ in der FernUniversität

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Über „Gender im Kontext von Transitional Justice Prozessen: Zur Einsetzung der Wahrheits- und Versöhnungskommission im Königreich Marokko“spricht PD Dr. Fatima Kastner am 24. Februar ab 18 Uhr in der Vortragsreihe Frauen und Männer im Gespräch. Die Veranstaltung mit der Mitarbeiterin des Instituts für Sozialforschung Hamburg findet im Seminargebäude der FernUniversität in Hagen, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, statt. Gäste sind willkommen.

Das Völkerrecht erkennt zunehmend an, dass ehemals repressive Staaten ihre gewaltvollen Vergangenheiten aufklären müssen und verpflichtet diese sogar dazu, im Rahmen von Transitional Justice Prozessen den Opfern von schweren Menschenrechtsverletzungen Reparationen zu zahlen. Damit werden Aufklärung und Wiedergutmachung vergangenen Unrechts als zentrale Normen der Weltgesellschaft postuliert. Besonders anschaulich lässt sich diese Erweiterung des Internationalen Rechts am Beispiel der rechtlichen Inklusion von Gender- Perspektiven aufzeigen.

Eine Vielzahl von Postkonfliktstaaten ist dieser völkerrechtlichen Verpflichtung inzwischen nachgekommen. Länderbeispiele finden sich in Osteuropa, Afrika, Asien, Lateinamerika und mit Marokko, Tunesien und dem Libanon nun auch in der Region des Maghreb und des Nahen Ostens. Am Beispiel der Einsetzung der Wahrheits- und Versöhnungskommission im Königreich Marokko wird deutlich gemacht, unter welchen Bedingungen globale Handlungsmodelle zu einem Bezugsrahmen für nationale Übergangsgerechtigkeitsprozesse werden können und wie dadurch gender- und gleichstellungsorientierte Forderungen auf lokaler Ebene formuliert und durchgesetzt werden.

Gerd Dapprich | 22.01.2014