Die Psychologie muss warten

Im Interview verrrät die Silbermedaillen-Gewinnerin von Sotschi, was nach ihrer Rückkehr bei ihr zu Hause in Bischofswiesen los ist.


Strand statt Piste: FernUni-Studentin Anke Karstens ist nach olympischem Silber urlaubsreif

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Haarscharf am Olympiasieg vorbei: Anke Karstens fehlten im Finale nur zwölf Hundertstel.
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Überraschung in Sotschi: Mit dem Gewinn der Silbermedaille erfüllte sich Anke Karstens einen Lebenstraum.

Nach dem überraschenden Gewinn der Silber-Medaille im Parallel-Slalom bei der Olympiade in Sotschi steht bei Snowboarderin Anke Karstens das Telefon kaum still. Im Gespräch mit der FernUni erzählt die 28-jährige Psychologie-Studentin, was nach ihrer Rückkehr zu Hause in Bischofswiesen los ist und wie es mit ihrem Studium an der FernUniversität in Hagen weiter geht.

Frage: Wie haben Sie gefeiert?

Anke Karstens: Wir waren auf der Medals Plaza, danach sofort beim ZDF und haben dann im deutschen Haus gefeiert. Später bin ich noch rüber ins Österreichische Haus, um mit Goldmedaillen-Gewinnerin Julia Dujmovits anzustoßen. Das war sehr schön. Am nächsten Tag ging es mit der Abschlussfeier weiter, da waren wir auch erst um zwei Uhr nachts zu Hause. Dann der Rückflug und der Empfang in München auf dem Flughafen. Zu Hause habe ich mit meinen Eltern angestoßen und Familie und Trainer zum Essen eingeladen.

Frage: Haben Sie schon einen Platz für Ihre Medaille?

Anke Karstens: Im Moment will jeder die Medaille sehen. Ich nehme sie überall mit hin. Wo ich sie später platziere, weiß ich noch nicht. Ich habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Es hätte vorher ja keiner geglaubt, dass ich aus Sotschi eine Medaille mitbringe.

Frage: Was ist jetzt daheim bei Ihnen in Bischofswiesen los?

Anke Karstens: Die Taschen sind noch nicht ausgepackt. Das Telefon steht kaum still. Es kommt noch einiges auf mich zu. Aber es ist ja schön, wenn zum Beispiel der Bürgermeister und der Landrat anrufen. Ich habe mich mal zwei Stunden rausgezogen und bin zum Friseur nach Salzburg gefahren. Da war es ruhig. Meine Starts bei den Europacups habe ich inzwischen abgesagt. Sechs Monate lang habe ich jeden Tag an Sotschi gedacht. Jetzt habe ich mir ein paar Tage Urlaub verdient. In den nächsten Tagen fliege ich für drei Wochen in die USA nach Los Angeles. Dort ist Strand statt Schnee angesagt.

Frage: Schreiben Sie vorher noch Ihre Psychologie-Prüfung mit?

Anke Karstens: Die Prüfung ist angemeldet. Ich muss mich jetzt noch abmelden. Ich hätte keine Chance zu bestehen und werde das im Sommer in Ruhe nachholen.

Carolin Annemüller | 26.02.2014