„Ethnische Konflikte und demokratische Partizipation in Lateinamerika“

Referenten sind Prof. Michael Stoiber und Marie-Sophie Heinelt, Lehrgebiet Politikwissenschaft V: Vergleichende Politikwissenschaft. Gäste sind willkommen.


Vortrag in der FernUniversität am 12. März

In den „wissenschaftsgesprächen“ der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität in Hagen referieren Prof. Dr. Michael Stoiber und Marie-Sophie Heinelt, Lehrgebiet Politikwissenschaft V: Vergleichende Politikwissenschaft, am 12. März über „Ethnische Konflikte und demokratische Partizipation in Lateinamerika“. Veranstaltungsort ist ab 16 Uhr das Seminargebäude der FernUniversität, Trakt A, EG, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen. Die Veranstaltung ist öffentlich, Gäste sind willkommen. Die „wissenschaftsgespräche“ finden unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt.

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Die Staaten Lateinamerikas gehören nicht nur zu den sozio-ökonomisch besonders ungleichen Gesellschaften weltweit, auch sind es häufig ethnische Minderheiten wie Indigene und Afro-Latinos, die besonders von Armut betroffen sind. Seitdem Ethnizität als Identitätsmerkmal zunehmend politisiert wird, hat sich das Risiko von Konflikten entlang sich überlagernder gesellschaftlicher Trennlinien – ethnischer und sozio-ökonomischer Art – zusätzlich erhöht. Das Forschungsprojekt am „Lehrgebiet V: Vergleichende Politikwissenschaft“ des Instituts für Politikwissenschaft geht seit April 2013 diesem Problemfeld und der Frage nach, wie gesellschaftliche Konflikte in Lateinamerika gewaltfrei geregelt werden können.

Dabei wird von unterschiedlichen Bedingungen ausgegangen: Vor allem bedürfe es geeigneter institutioneller demokratischer Beteiligungsstrukturen (Makro-Ebene). Auch müssen diese Strukturen von den betroffenen Gruppen tatsächlich nutzbar sein (Meso-Ebene). Für 14 Länder der Region wird daher die Wirkung institutioneller Beteiligungsarrangements geprüft sowie die Einbindung zivilgesellschaftlicher Organisationen untersucht. Damit das institutionelle Setting Wirkung entfalten kann, sind schließlich auch Einstellungen und Motivationen der Bürger (Mikro-Ebene) zu bestehenden Strukturen relevant.

Nach einer kurzen Einführung zum Projekt möchten die Referentin und der Referent erste Ergebnisse zu drei Fallstudien (Kolumbien, Bolivien und Nicaragua) präsentieren.

Gerd Dapprich | 27.02.2014