„Hegel und Kierkegaard“ im Forum Philosophicum

Die Vortragsreihe unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei.


Referent am 3. April ist Prof. Jon Stewart aus Kopenhagen

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Über „Hegel und Kierkegaard“ spricht Prof. Dr. Jon Stewart (Kopenhagen) am 3. April in der Vortragsreihe Forum Philosophicum, die unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität in Hagen stattfindet. Die Veranstaltung findet ab 18.30 Uhr im Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, Raum 1 bis 3, 58097 Hagen, statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt kostenfrei.

Wie allgemein bekannt, hat der Begründer des Existenzdenkens, Sören Kierkegaard (1813 – 1855), zahlreiche Einwände gegen Hegels Philosophie vorgebracht. Einer seiner Haupteinwände war, dass Hegel das Wesen der Religion missverstehe, indem er in seiner Philosophie die Religion in der Rubrik von Wissenschaft und Wissen platziere. Im Gewand seiner pseudonymen Verfassernamen beharrt Kierkegaard darauf, dass Glauben und Wissen in ihrem Wesen unterschiedlich sind. Im Vortrag geht es um die Frage, was aus Sicht Hegels auf diesen Einwand Kierkegaards zu erwidern wäre. Hegel hätte wohl betont, dass Kierkegaards Glaubensbegriff rein formal und ohne jeglichen konkreten Inhalt sei und aus diesem Grunde auch nicht als christlicher Glaube bezeichnet werden könne. Religion bedarf eines konkreten Inhalts, schon damit sich eine Religion von einer anderen unterscheiden kann. Das Fehlen eines wohldefinierten Inhaltes öffnet die Tür für die Selbsttäuschung, dass die Eigenart und der Gegenstand des Glaubens der subjektiven Laune des Einzelnen überlassen bleiben könne.

Gerd Dapprich | 13.03.2014