Ingenieurwissenschaften international vernetzen

Trübes Wetter, Jetlag, Streik: Die Studierenden und Lehrenden aus Bangkok hatten einen weiten Weg hinter sich. Dafür gab es an der FernUni Kaffee, Kuchen – und vor allem spannende Labor-Einblicke.


Studierende und Lehrende aus Bangkok besuchen deutsche Universitäten – Erste Station an der FernUniversität

Studierende aus Bangkok auf dem FernUni-Campus
Gut gelaunt - auch nach einer fast 20-stündigen Reise: Studierende und Lehrende der Kasetsart-Universität (Bangkok) besichtigen den Campus der FernUniversität.

Knapp 16 Stunden Flugzeit von Bangkok nach Düsseldorf. Rund eine Stunde Fahrt vom Düsseldorfer Flughafen zur FernUniversität in Hagen – sicherheitshalber mit einem gecharterten Bus, denn derzeit wird vielerorts gestreikt. Die mehr als 30 Studierenden und Lehrenden der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Kasetsart-Universität in Bangkok waren sichtlich müde, als sie auf dem FernUni-Campus ankamen. Trotzdem: „Den Besuch der Fakultät für Mathematik und Informatik wollten wir uns nicht nehmen lassen.“ Das sagte Ph.D. Kittichaikarn Chawalit, Professor für Maschinenbau. Schließlich arbeiten die FernUniversität und die Kasetsart-Universität seit nunmehr über zwei Jahren zusammen, tauschen sich regelmäßig über Forschungsergebnisse aus.

Vor Ort begrüßten Dr.-Ing. Mario Kubek, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrgebiet Kommunikationsnetze (Prof. Dr.-Ing. Herwig Unger), und Sabine Haake, Dezernat 1.2 – Forschung und Internationale Angelegenheiten, Prof. Chawalit und seine Studierenden.

Fruchtbarer Forschungsaustausch

Die Kasetsart-Universität gehört zu den größten Universitäten Thailands. Im Rahmen des Forschungsaustauschs mit der FernUniversität können Informatik-Studierende aus Bangkok einmal jährlich für mehrere Wochen an Projekten des Lehrstuhls von Prof. Herwig Unger mitarbeiten. So lernen sie nicht nur neue IT-Arbeitsfelder kennen, sondern auch die deutsche Sprache und Kultur. Die Forschung am Lehrstuhl Kommunikationsnetze profitiert von neuen Ansätzen und Perspektiven: „Von diesem Austausch haben beide Seiten etwas“, sagte Mario Kubek. Neben der Kasetsart-Universität kooperiert die FernUniversität noch mit einer zweiten thailändischen Hochschule: der King Mongkut’s University of Technology (Bangkok).

An diesem Nachmittag ging es aber weniger um Forschung – sondern darum, die Fakultät und die FernUni selbst kennen zu lernen. Nach einer kurzen Einführung in den Fernstudien-Ablauf führte Mario Kubek durch Arbeitsräume und Labore. Für einen längeren Forschungsaufenthalt kommen einige der Studierenden vielleicht schon bald an die FernUniversität zurück.

Matthias Fejes | 28.03.2014