„Mediation – ein Weg zur Streitbeilegung”

Es diskutieren Dr. Stefan Kracht (Contarini-Institut für Mediation der FernUniversität), Reinhard von Hasselbach (Vizepräsident des Landgerichts Hagen) und Rechtsanwalt Reinhold Hesse (Hagen).


Öffentliche Podiumsdiskussion zur Bestandsaufnahme am 28. April in der FernUniversität

Zu einer Podiumsdiskussion „Mediation – ein Weg zur Streitbeilegung. Eine Bestandsaufnahme” lädt die Juristische Gesellschaft Hagen e.V. die interessierte Öffentlichkeit ein. Sie findet am 28. April ab 17 Uhr in der FernUniversität in Hagen, Gebäude AVZ, Raum B121, Universitätsstr. 21, 58097 Hagen, statt. Der Eintritt ist frei. Auf dem Podium diskutieren Rechtsanwalt Dr. Stefan Kracht (Contarini-Institut für Mediation der FernUniversität in Hagen), Reinhard von Hasselbach (Vizepräsident des Landgerichts Hagen) und Rechtsanwalt Reinhold Hesse (Hagen). Sie befassen sich im Rahmen ihrer wissenschaftlichen bzw. praktischen juristischen Tätigkeit intensiv mit der Mediation und den mit ihr zusammenhängenden Fragen. Moderator ist Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Eisenhardt (FernUniversität).

Die Überlastung der Gerichte ist einer der Gründe für die Suche nach neuen Wegen der Streitbeilegung, doch auch der Wunsch nach möglichst raschen Lösungen makroskopischer Interessengegensätze (Frankfurter Flughafen) haben den Ruf nach Mechanismen konsensorientierter, schneller Problembewältigung laut werden lassen. Dies sind die praktischen Anlässe für das Aufkommen der Mediation als Weg der Streitbeilegung. Von der rechtstheoretischen Seite erfährt sie Unterstützung durch die Zweifel an der Tauglichkeit des Subsumtionsschemas zur Erklärung und Erfassung der Vorgänge theoretischer und gerichtlicher Rechtsanwendung.

Die Podiumsdiskussion soll eine Meinungsbildung dazu ermöglichen, ob und inwieweit die Mediation in der Lage ist, an die Stelle der herkömmlichen gerichtlichen Lösung von Rechtsstreitigkeiten zu treten. Und gibt es eventuell rechtsstaatliche Einwände gegen ihre förmliche Einführung in die Gerichtsverfassung und in die Verfahrensordnungen?

Gerd Dapprich | 04.04.2014