White Paper Award erstmals verliehen

Der Verein CampusSource an der FernUniversität zeichnete Ideen für Apps und Co. aus, die auf die Verbesserung von Studienbedingungen, Lehre und Forschung an Hochschulen zielen.


CampusSource-Tagung 2014 an der FernUni: Neue Ideen bei Apps & Co.

White Paper Award: Gruppenbild mit allen Ausgezeichneten

Freude in Freiberg, Frankfurt (Oder), Leipzig und Detmold: Vertreter von Hochschulen aus diesen Städten erhielten bei der diesjährigen CampusSource-Tagung den WhitePaper Award. Mit diesem erstmals ausgelobten Preis zeichnete der Verein CampusSource e.V. an der FernUniversität Ideen und Konzepte aus, die auf die Verbesserung von Studienbedingungen, Lehre und Forschung oder des Arbeitsumfeldes an Hochschulen zielen. „Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Idee und nicht ihrer möglichen Realisierung“, sagt Geschäftsführer Manfred Postel. „Wir schaffen einen Anreiz, um interessante Konzepte zu veröffentlichen, die sonst unbekannt und ungenutzt blieben.“

Die Sieger in der Kategorie „Hochschul-App“

myTU – Neue Ideen und Konzepte (Georg Heyne, Technische Universität Bergakademie Freiberg)

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myTU ist eine persönliche Lernplattform für Smartphones, die seit drei Jahren an der TU Bergakademie Freiberg im Einsatz ist. Sie wird zukünftig mit neuen und erweiterten Funktionen ausgestattet. Ziel ist es, eine Lernplattform für alle Hochschulen anzubieten, die das BYOD-Konzept (Bring your own device) konsequent umsetzt. Es wird eine Verbindung zum LMS OPAL geschaffen, das Layout und die Schnittstellen generalisiert, Funktionen erweitert und ein mehrstufiges Authentisierungskonzept entwickelt und integriert. „Wir freuen uns sehr über den ersten Platz. Unser Preisgeld wollen wir in neue Geräte investieren, um die Weiterentwicklung der App voranzutreiben“, sagte der Freiberger Informatiker Georg Heyne nach der Preisverleihung.

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Generisches Framework Studi App (Richard Huber, Europa-Universität Viadrina)

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30 Hochschulen in Deutschland haben sich innerhalb des Arbeitskreises Web der ZKI (Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung) zu einem Entwicklungsverbund zusammengefunden. Ziel ist es, an den beteiligten Einrichtungen eine umfassende Zusammenstellung aller elektronischen Studienservices zu evaluieren, übergreifende Datenmodelle für die Beschreibung dieser Dienste zu erstellen und Schnittstellen zu den gängigen Campusmanagementsystemen sowie zu Infrastrukturen der elektronischen Lehre (LMS, Druckdienste, elektronische Kataloge usw.) zu entwickeln.
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Die Sieger in der offenen Kategorie

Job Intelligence-Services für Hochschulen (Prof. Dr. Frank Bensberg, Hochschule für Telekommunikation Leipzig)

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Internetbasierte Jobportale liefern in Form von Stellenanzeigen eine Datengrundlage, um Qualifikationsanforderungen von nachfragenden Unternehmen an potenzielle Hochschulabsolventen transparent zu machen. Hochschulen können durch die Analyse dieser Anforderungen das eigene Aus- und Weiterbildungsangebot weiterentwickeln und sich somit in der Hochschullandschaft profilieren. Hierfür ist es erforderlich, die Stellenanzeigen aus Jobportalen zu extrahieren und zu verarbeiten. Professor Bensberg stellte ein Konzept für Job Intelligence-Services vor, das die systematische Analyse von Qualifikationsanforderungen auf Grundlage von Stellenanzeigen aus Jobportalen vornimmt.
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Früh erkennen, rechtzeitig fördern! (Prof. André Stärk, Hochschule für Musik Detmold)

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Das Projekt „Plattform Musikalische Bildung“ der Hochschule für Musik Detmold vereint Ideen zum vernetzten Musiklernen, neu entwickelte Online-Musiklern-Tools sowie den Austausch und die Bearbeitung von Kursen durch andere Lehrende. Die Plattform steht allen Lehrerinnen und Lehrern, Studierenden und Schülerinnen sowie Schülern an Hochschulen kostenlos zur Verfügung.
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Nach der Preisübergabe stellte Josef Hüvelmeyer von der TU Dortmund das Kooperationsprojekt DiepRuR von Hochschulen in der Ruhr-Region vor (Folien herunterladen). „Hochschulen in NRW müssen seit Jahren dem allgemeinen Wunsch nach einem verstärkten Dienstleistungsgedanken gerecht werden. Gleichzeitig müssen sie aber auch Forderungen nach einem kosteneffizienteren und vor allem nach einem kostensparenderen Handeln nachkommen“, sagte Hüvelmeyer. Das DiepRuR-Projekt soll insbesondere den Gedanken unterstützen, föderative Kooperationen und Partnerschaften einzugehen, in denen sich nordrhein-westfälische Hochschulen untereinander Ressourcen und Dienstleistungen anbieten, teilen und nutzen können. Die Konzepte die hierbei entwickelt werden, sollen ebenso leicht auch bundesweit auf andere Hochschul-Kooperationen übertragbar sein.

Abschließend gaben Arne von Irmer (TU Dortmund) und Claus Usener (WWU Münster) einen Update-Bericht zur CampusSource Engine - LSF Moodle 2.x Anbindung (Folien herunterladen). Und Pina Springer (GEOMAR Kiel) berichtete aus der CampusSource-Arbeitsgruppe Liferay (Folien herunterladen).

Oliver Baentsch | 29.04.2014