Dialog der Generationen

„Sei dennoch unverzagt – Gespräche mit meinen Großeltern Christa und Gerhard Wolf“: Jana Simon berichtet im „Lüdenscheider Gespräch“ über den Dialog der Generationen. Eintritt frei.


Persönlicher Blick auf das Schriftstellerehepaar Christa und Gerhard Wolf am 25. Juni

Über „Gespräche mit meinen Großeltern Christa und Gerhard Wolf“ berichtet Jana Simon im „Lüdenscheider Gespräch“ am Mittwoch, 25. Juni, unter dem Titel „Sei dennoch unverzagt“. Es geht in dem persönlichen Blick auf das Schriftstellerehepaar Christa und Gerhard Wolf um die Herkunft und die Familie, um die Zeit des Nationalsozialismus und die DDR – aber auch immer wieder um das, was heute ist. Über die Jahre entwickelt sich so ein Dialog der Generationen. Die Veranstaltung unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität findet im Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, statt und beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Illustration

Es beginnt im Sommer 1998. Die Enkelin ist 25, wird gerade Journalistin und fängt an, ihre Großeltern über die Vergangenheit zu befragen. Es geht um die Herkunft und die Familie, um die Zeit des Nationalsozialismus und die DDR – aber auch immer wieder um das, was heute ist. Über die Jahre entwickelt sich so ein Dialog der Generationen: Sie sprechen über das politische Engagement des Schriftstellerpaars, die Kämpfe der Großeltern, die in ihrer Radikalität und Existenzialität für die Enkelin kaum noch zu begreifen sind, sowie über verlorene Freundschaften und Verrat. Es geht um die mehr als sechzig Jahre andauernde Liebe des Ehepaars Wolf. Und es geht um das Schreiben, das gemeinsame Glück und Unglück im neuen vereinten Land. Die Gespräche reichen bis zum Tod Christa Wolfs 2011 und darüber hinaus. Am Ende treffen sich Enkelin und Großvater noch einmal allein.

Gerd Dapprich | 14.05.2014