Brücke zwischen ungarischen Studierenden und FernUniversität

Die Einweihung der neuen Räume war verbunden mit einer wissenschaftliche Tagung, einer Fotoausstellung und der Ehrung von Absolventinnen und Absolventen.


Neue Räume des Fernstudienzentrums Budapest im Herzen der Hauptstadt eingeweiht

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Absolventen-Ehrung: Dóra Longauer (M.) erhielt den E.ON-Preis für herausragende Studienleistungen in Ungarn.
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Feierliche Schlüsselübergabe: Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick (Gesellschaft der Freunde) und Dr. Györgyi Germán (Leiterin des Fernstudienzentrums Budapest).

Derzeit bildet das Fernstudienzentrum Budapest für knapp 170 immatrikulierte Studierende eine Brücke zwischen Wohnort und weit entfernter Universität. Das Studienzentrum ist aber nicht nur Anlaufstelle für Studierende, die in Ungarn leben. Auch Ungarinnen und Ungarn aus Rumänien, Serbien und Slowenien sowie Studierende anderer Nationalitäten sind ihm zugeordnet. Ihnen wird vor Ort eine umfassende fachliche Betreuung etwa durch Mentoriate angeboten. Ferner erhalten sie Unterstützung bei der Planung des Studiums, in Verwaltungsangelegenheiten und bei der Nutzung des virtuellen Studienplatzes. Zur Verfügung stehen dabei eine Bibliothek und Laptops. Auch mündliche und schriftliche Prüfungen können in Budapest abgelegt werden.

Somit ist die Betreuung in Ungarn optimal und der staatliche deutsche Universitätsabschluss genießt ebenso wie das Doppelabschlussprogramm den besten Ruf. Die erworbenen Fachkenntnisse machen die Absolventinnen und Absolventen besonders für international tätige Unternehmen und Institutionen interessant.

Sie sind noch zentraler gelegen und ebenso modern wie komfortabel ausgestattet: Die neuen Räume des Fernstudienzentrums Budapest wurden Ende April eingeweiht. Verknüpft war die Übergabezeremonie mit einer wissenschaftlichen Tagung und der Eröffnung einer Fotoausstellung zur Geschichte des Fernstudiums in Ungarn. Im Zuge der Feierlichkeiten wurden darüber hinaus Absolventinnen und Absolventen geehrt.

Modernes Bürogebäude im Herzen von Budapest

Die ungarischen Studierenden der FernUniversität in Hagen werden nun unter dem Dach des Madách-Trade-Centers betreut. „Jetzt sind wir mitten im Herzen von Budapest zu finden, wo die großen Metrolinien zusammentreffen“, freute sich Dr. Györgyi Germán als Leiterin des Fernstudienzentrums. „Unsere Studierenden fühlen sich hier sehr wohl und auch Interessierte kommen gerne vorbei.“ Zu finden sind unter der neuen Adresse Madách Imre 13-14 auch die Stiftung Deutschsprachiges Fernstudienzentrum Budapest und das Informationszentrum des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD IC), mit dem das Fernstudienzentrum kooperiert.

23 Jahre Präsenz in Budapest

„Wir sind froh und stolz, dass wir mittlerweile auf 23 Jahre Präsenz in Budapest zurückblicken können“, sagte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer bei der Eröffnung, zu der auch eine Delegation aus Hagen angereist war. „Unsere schönen, neuen Räume sind mit allen technischen Möglichkeiten für ein netzgestütztes und hervorragend betreutes Fernstudium ausgestattet. Eine solche Umgebung kann ein Studium nur beflügeln.“

Träger des Zentrums ist die Stiftung Deutschsprachiges Fernstudienzentrum Budapest, die von der Gesellschaft der Freunde der FernUniverstität gestiftet wurde. Die Freundesgesellschaft vertrat Geschäftsführer Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick. Für den DAAD nahmen Prof. Dr. Hendrik Hansen, Langzeitdozent des DAAD, und Jörn Nuber, Leiter des DAAD IC Budapest, teil. Die Gründer des Fernstudienzentrums von ungarischer Seite vor mehr als 20 Jahren repräsentierte Prof. Dr. András Benedek von der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest.

Absolventinnen und Absolventen geehrt

Besondere Anerkennung erhielt Absolventin Dóra Longauer, die mit dem E.ON-Preis für herausragende Studienleistungen in Ungarn ausgezeichnet wurde. Geehrt wurden ferner weitere 20 ungarische Absolventinnen und Absolventen der vergangenen zwei Jahre. „Sie haben sich in hervorragender Weise für den internationalen Arbeitsmarkt qualifiziert“, unterstrich Rektor Helmut Hoyer.

Immer mehr ungarische Bürgerinnen und Bürger nutzen das Studienangebot der FernUniversität für ihre wissenschaftliche Aus- und Weiterbildung - fast 2000 sind es insgesamt seit der Gründung des Studienzentrums Budapest im Jahr 1991. Ein Bild von den Anfängen bis heute vermittelt die Fotoausstellung, die anlässlich des Bezugs der neuen Räume mehr als 20 Jahre Bildungsgeschichte in Ungarn dokumentiert.

An deren Eröffnung schloss sich eine wissenschaftliche Konferenz an. Professor Dr. Hendrik Hansen, Prorektor der Andrássy Universität Budapest, sprach für den DAAD über „Chancengerechtigkeit in Bildung und Wissenschaft.“ FernUni- Professor Dr. Jörn Littkemann hielt einen Vortrag über „Widerstände von Projektleitern gegen den Synergie-Transfer: Eine empirische Analyse am Beispiel der Automobilzulieferindustrie.“ Ein Thema, das insbesondere bei den Partnern aus der Wirtschaft auf großes Interesse stieß.

Doppelabschlussprogramme der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

Ohnehin spielen Inhalte aus der Wirtschaft im Zuge des Studienangebots in Ungarn eine zentrale Rolle. Stark nachgefragt sind die Doppelabschlussprogramme der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft mit ihren ungarischen Partnern, die von Professor Dr. Joachim Grosser (FernUniversität) vorgestellt wurden.

Mit der Universität Pécs hat die FernUniversität seit vielen Jahren enge Kontakte im Bereich der Lehre. Im Rahmen des Doppelabschlussprogramms ihrer beiden wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten können Studierende mit zusätzlichen Modulen an der FernUni neben ihrem ungarischen Abschluss einen deutschen Universitätsabschluss erwerben. Mit der Andrássy Universität Budapest existiert ebenfalls ein Doppelabschlussprogramm.

Darüber hinaus können ungarische Studierende Bachelor- oder Masterabschlüsse der Wirtschaftswissenschaft, der Kultur- und Sozialwissenschaften, der Rechtswissenschaft und der Informatik und Mathematik erwerben. Sehr gute Deutschkenntnisse werden vorausgesetzt.

Carolin Annemüller | 15.05.2014