Stärkung kleinerer Gemeinwesen

Der Referent Prof. Dr. Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer, Universität Bielefeld, geht der Frage nach, weshalb die „Bundesstaaten“ im antiken Griechenland sich nicht auf Dauer behaupten konnten.


Föderalismus als politische Vision und Praxis im antiken Griechenland

Der „Föderalismus als politische Vision und Praxis im antiken Griechenland“ ist am 7. Juli ab 18 Uhr Vortragsthema in der Reihe „Seminare für Europäische Verfassungswissenschaften“ an der FernUniversität in Hagen. Referent ist Prof. Dr. Eckhard Meyer-Zwiffelhoffer, Vertretungsprofessor an der Universität Bielefeld. Er geht in der Veranstaltung unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität der Frage nach, weshalb die „Bundesstaaten“ im antiken Griechenland sich nicht auf Dauer behaupten konnten. Veranstaltungsort ist das AVZ-Gebäude, Universitätsstr. 21, 58097 Hagen, 1. OG, Raum B118 (Kleiner Senatssaal), Beginn um 18 Uhr.

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Der „Bundesstaat“ im antiken Griechenland war das Ergebnis einer bewussten Übertragung des Modells der selbstverwalteten Bürgergemeinde, der Polis, auf die „zwischenstaatliche“ Ebene mit dem Ziel, kleinere Gemeinwesen in die Lage zu versetzen, sich gegenüber hegemonialen Bündnissen und großräumigen Monarchien zu behaupten. Im Vortrag wird diese politische Vision vorgestellt und der Frage nachgegangen, weshalb diese Bundesstaaten sich nicht auf Dauer hatten behaupten können. In diesem Zusammenhang werden die zentrifugalen Kräfte erörtert, die letztlich zum Scheitern dieses Modells in der politischen Praxis führten.

Gerd Dapprich | 28.05.2014