„Der Fall Gurlitt – Die Verjährung der Vindikation“

FernUni-Professor Andreas Bergmann befasst sich mit dem zivilrechtlichen Anspruch des Eigentümers einer Sache gegen deren Besitzer auf deren Herausgabe. Gäste sind willkommen.


Juristischer Vortrag am 10. Juli zur Herausgabe der Kunstwerke

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Der Fall des am 6. Mai 2014 verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt sorgt bundesweit für ein breites mediales Echo. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hatte im Februar 2012 eine große, aus dem Nachlass von Gurlitts Vater stammende Anzahl von Kunstwerken beschlagnahmt. Bis heute ist die Herkunft vieler Kunstwerke ungeklärt, ein Teil von ihnen galt seit 1945 als verschollen. Bei anderen Werken wird vermutet, dass es sich um NS-Raubkunst handelt.


Eines der damit verbundenen juristischen Probleme ist der zivilrechtlichen Anspruch des Eigentümers einer Sache gegen deren Besitzer auf deren Herausgabe. Der Eigentümer ist diejenige Person, die die rechtliche Herrschaft über eine Sache hat, während der Besitzer die tatsächliche Herrschaft über sie ausübt.


Um diesen Herausgabeanspruch – die Vindikation – geht es in dem Vortrag „Der Fall Gurlitt – Die Verjährung der Vindikation“ von Prof. Dr. Andreas Bergmann am 10. Juli in der FernUniversität in Hagen. Prof. Bergmann ist Inhaber ihres Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Privatrechtsgeschichte sowie Handels- und Gesellschaftsrecht.


Die Veranstaltung in den Colloquia Iuridica der Rechtswissenschaftlichen Fakultät unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität beginnt um 16 Uhr. Veranstaltungsort ist das TGZ-Gebäude auf dem FernUni-Campus, Universitätsstr. 11, 58097 Hagen, Raum Ellipse, EG. Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Gerd Dapprich | 27.06.2014