Innovation durch internationalen Austausch fördern

An der FernUniversität forschen Dr. Kashif Nisar aus Pakistan und asiatische Studierende gemeinsam an dezentralen Netzwerken.


Gast-Wissenschaftler und Austausch-Studierende aus Asien lernen und forschen an der FernUniversität

Dr.-Ing. Mario Kubek, Dr. Kashif Nisar und Prof. Dr.-Ing. habil. Herwig Unger vor einem Bücherschrank.
Forscht am Lehrgebiet Kommunikationsnetze der FernUniversität: Dr. Kashif Nisar (Mitte) aus Malaysia mit Prof. Herwig Unger (rechts) und Dr.-Ing. Mario Kubek, Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Unger.

Etwas fremd fühlt er sich noch, wenn er aus seinem Büro im Philipp-Reis-Gebäude (PRG) über den Campus der FernUniversität in Hagen schaut. Schließlich ist Dr. Kashif Nisar gerade mal seit etwas mehr als einer Woche hier – nein, nicht nur an der FernUniversität, sondern auch in Deutschland. Seit zweitem Juli forscht Kashif Nisar, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Informatik-Institut der Universiti Utara Malaysia, am Lehrgebiet Kommunikationsnetze von Prof. Dr.-Ing. habil. Herwig Unger.

Ein Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ermöglicht ihm insgesamt zwei Forschungsaufenthalte: einen jetzt im Juli, einen zweiten im Herbst dieses Jahres. „Wir freuen uns, dass wir mit Hilfe des DAAD unsere Forschungszusammenarbeit mit asiatischen Universitäten intensivieren können“, sagt Prof. Herwig Unger. An seinem Lehrgebiet unterstützt Nisar die Arbeit an Forschungsprojekten. Zum Beispiel die Untersuchung dezentraler Netzwerke. Diese könnten in Zukunft das Surfen im Internet sicherer machen.

Welchen Eindruck Nisar von der FernUni hat? „Für mich ist diese Erfahrung sehr spannend. Hier kann ich mich ganz auf meine Forschung konzentrieren. Das finde ich sehr angenehm“, sagt Kashif Nisar. Die Erforschung innovativer Kommunikationsnetze ist auch der Grund, weshalb er an die FernUniversität kam: „An meiner Heimat-Universität baue ich gerade einen Forschungsschwerpunkt für Kommunikationsnetze auf. Dafür kann ich hier aus Hagen wertvolle Anstöße mitnehmen“, erklärt Nisar.

Deutsche Forschungskultur kennenlernen

Dabei ist er nicht der einzige wissenschaftliche Gast aus Asien. Aktuell arbeiten am Lehrgebiet von Herwig Unger auch sieben Praktikantinnen und Praktikanten aus Thailand, Tunesien, Tadschikistan und dem Iran. „Gerade die asiatischen Universitäten haben in den letzten Jahren enormes Forschungs-Know-how entwickelt“, sagt Prof. Unger. „Dass so gut ausgebildete junge Studierende bei uns lernen wollen freut uns. Sie sind eine große Bereicherung für unsere Arbeit.“ Für die Praktikantinnen und Praktikanten ist es die Chance, nicht nur den deutschen Wissenschaftsbetrieb kennenzulernen, sondern auch die deutsche Kultur.

Die Austausch-Studierenden sind im Rahmen eines Sommer-Praktikums noch bis Oktober an der FernUniversität.

Matthias Fejes | 15.07.2014