Internationale juristische Fachtagung fand statt

61 Teilnehmende aus 14 Ländern diskutierten in Frauenchiemsee über Herausforderungen der juristischen Berufspraxis. Thema waren auch die „JurPro“-Ergebnisse der FernUniversität.


15. Treffen der International Working Group for the Comparative Studies of Legal Professions

Eine Gruppe Teilnehmender an der internationalen juristischen Fachtagung.
61 Teilnehmende aus der ganzen Welt diskutierten Fragen der juristischen Praxis. Im Bild: Forscherinnen und Forscher mit Tagungs-Organisatorin Ulrike Schultz (vorn, 3.v.l.)

Fragen zur Praxis der juristischen Berufe diskutieren. Dafür trafen sich zum 16. Mal insgesamt 61 Mitglieder der International Working Group for the Comparative Studies of Legal Professions in Frauenchiemsee. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus der ganzen Welt.

Die Working Group for the Comparative Studies of Legal Professions gehört zum Research Committee of the Sociology of Law (RCSL). Ziel der 1980 gegründeten Arbeitsgruppe ist es, die juristischen Berufe der Welt sowohl gesellschaftspolitisch, rechtlich wie auch professions- und organisationssoziologisch zu untersuchen.

Die Untergruppe „Women/Gender in the Legal Profession“ der RCSL wird seit vielen Jahren von Ulrike Schultz geleitet, die auch die Tagung mit Unterstützung von Ina Schultz organisiert hat. Ulrike Schultz ist Akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Deutsches und Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Völkerrecht (Prof. Dr. Andreas Haratsch) der FernUniversität in Hagen. Ina Schultz ist Lehrstuhl-Mitarbeiterin.

FernUni-Forschung über Geschlechter-Gerechtigkeit

Konkret diskutierten sie vor allem über Fragen des Standesrechts und der juristischen Ausbildung, aber auch zur Geschlechter-Gerechtigkeit in der Rechtswissenschaft und in der juristischen Praxis.



Auf der Projekt-Homepage von „JurPro“ sind neben einer kurzen Projekt-Präsentation auch mehrere Publikationen online. Außerdem sind Video-Interviews mit Jura-Professorinnen verfügbar.

Die Diskussion zur Geschlechter-Gerechtigkeit erhielt erst kürzlich neue Impulse aus Hagen. In der bundesweit einmaligen Studie „JurPro – JuraProfessorinnen“ hatten Ulrike Schultz und ihr Forschungs-Team über Ursachen und Lösungen der Unterrepräsentanz von Frauen in der Rechtswissenschaft geforscht. Die Ergebnisse stellte Schultz auf der Tagung zur Diskussion.

Aktuell werden die Ergebnisse des an FernUniversität durchgeführten Forschungs-Projekts „JurPro“ von Ulrike Schultz und ihrem Team als Sammelband zur Veröffentlichung vorbereitet. Erscheinungstermin: Anfang 2015.

Die Leitung des Forschungsprojekts „JurPro“ und die Tagungsorganisation gehörten zu den letzten Tätigkeiten Ulrike Schultz‘ als Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls von Prof. Haratsch. Kürzlich wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.

Matthias Fejes | 23.07.2014